Wenn Männer Frauen nachpfeifen…

Es fing Gestern an mit einem relativ harmlosen Tweet:

Ich fand den Tweet interessant. Ich persönlich kannte zwar den Begriff des Street Harassment, aber es war für mich das erste Mal, dass Ich wirklich einer Frau ‘begegnete’, die es stört, wenn ein Mann ihr nachpfeifft und anscheinend wirklich ein Problem damit hat. Ich entschied mich ein wenig nachzubohren. Ich persönlich habe kein Problem, wenn Männer einer Frau nachpfeiffen – es ist eine Art auszudrücken, dass man die Frau attraktiv findet – wenn auch extrem plump und primitiv, so kann man mit einem Zwinkern vl. sogar ein Kompliment darin entdecken. Wenn nicht, dann kann man es als das hinnehmen, was es ist – ein Ausdruck von Gefallen.

Okay, zugegeben – Ihr vorzuschlagen, es als Kompliment zu sehen, war nicht wirklich durchdacht – natürlich würde eine Frau, die sich selbst Feministin nennt nicht akzeptieren, dass Männer ihr Komplimente machen wollen. Aber mein Interesse war geweckt.

Was genau stört eine Frau eigentlich daran?

Ich hatte hier also eine Frau, die sich wirklich dran störte, wenn ihr Männer hinterherpfeifen. Für mich als interessierten, weltoffenen Mann war das natürlich ideal um mehr zu erfahren.

Auf Nachfrage, was es denn sonst sei, ob es eine Beleidigung sei – oder vl. sogar ein Angriff auf ihre Persönlichkeit, wurde ich auf Google verwiesen – ich solle doch Street Harassment googlen. Interessant. Ich frage nach der persönlichen Meinung und werde zu Google geschickt. Ein Link zu ihrem Blog wäre wenigstens ein Link zu ihrer persönlichen Meinung gewesen. Ich wollte nicht die Meinung irgendwelcher Authoren und anderer Blogger.

Weitere Ausflüchte:

Ich muss hier zugeben, irgendwo in diesem Gespräch war Ich dann auch genervt, weil keine Frage beantwortet wurde und dauerhaft ausgewichen wurde. Das ist wie wenn du einen radikalen Christen fragst, wieso er an Gott glaubt und er dir eine Bibel hinlegt, damit du sie liest. Ich will die persönliche Meinung zu diesem Thema und keine vorgebeteten Texte anderer Prediger. Also bohrte ich weiter nach. Leider ohne wirklichen Erfolg.

Ja, ich muss zugeben – 140 Zeichen sind sehr wenig um soetwas ausführlich darzustellen. Ich hätte nur gerne einen oder zwei plausible Gründe gehabt, wieso Sie persönlich sich angegriffen fühlt. ‘Es geht meist um das wie’ ist allgemein, ‘meist’ … also wird ihr häufig nachgepfiffen und dann auf verschiedene Art und Weise – oder spricht sie wieder von den Meinungen anderer, was Street Harassment ist und was nicht?

Es ist ihr also egal was diese Menschen von ihr halten. Es ist ihr egal, ob diese Leute zu ihr gehen und ihr sagen, dass Sie attraktiv ist – oder ob diese Leute ihr nachpfeifen. So egal, dass sie sich bei Twitter darüber beschwert. Ist es vielleicht einfach nur, weil sie eine feministische Lehre vertritt, in der eben gepredigt wird, dass Männer, die Frauen nachpfeifen böse sind? Ist es vielleicht garnicht ihre eigene Meinung, die Sie da vertritt? Eine weitere Nachfrage wieso es sie stört, wurde mir so beantwortet:

Sie kennt also die Intention der Leute, die ihr da nachpfeifen. Sie weiß, wieso ihr nachgepfiffen wurde. Vielleicht aus jugendlichem Leichtsinn, vielleicht, weil sie als Frau attraktiv ist oder zumindest äusserlich so wirkt. Auf Nachfrage, ob Sie die Leute denn auf die Intention des Pfeifens anspricht oder schlichtweg mutmaßt, kommt eine letzte Ausflucht:

Statt eine Antwort zu bekommen, wurde mir ein weiteres Mal eine Bibel vor die Füße geworfen – zu Gott habe ich immer noch nicht gefunden – und statt Ahnung, vermittelte diese Feministin genau das, was ich bei vielen Anhängern irgendwelcher Ismen sehe. Sei es Feminismus, Faschismus, AntiFaschismus, Sexismus, religiöser Fanatismus, etc.

Man hat eine Meinung, weil man eine Meinung vorgesagt bekommt. Man betet diese Meinung Anderen vor und entweder man denkt nicht selbst, oder man nimmt es als gegeben hin, dass es so ist wie es ist. 

Hier wurde anscheinend jemandem erfolgreich beigebracht, dass es böse ist, wenn Männer einer Frau auf der Strasse nachpfeifen. Persönlich kann diese Person keine treffenden Gründe anbringen, wieso es Sie wirklich stört – denn eigentlich ist es ihr egal. Doch weil sie sich selbst Feministin auf die Fahnen schreibt, muss sie natürlich auch so handeln, wie viele Menschen es ihr vorleben und vorbeten. Das Internet ist da ein super Ort – wenn man eine Meinung haben will, findet man sie auch – und dann hat man ja etwas, woran man sich festhalten kann.

P.S.: Ich bin nichtmal Befürworter vom ‘Hinterherpfeifen’ – Ich selbst habe in meinem Leben noch keiner Frau auf der Straße nachgepfiffen und sehe auch keinen Grund dafür. Es finde es ehrlich gesagt ziemlich primitiv.

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34 thoughts on “Wenn Männer Frauen nachpfeifen…

  1. dertypausderdrittenreihe says:

    wtf?
    Muss jedeR für dich springen und dir erstmal eine persönliche Lehrstunde halten, damit du Standpunkte nachvollziehen kannst? Vll haben manche FeministInnen einfach keine Lust 100mal erkärtes permanent aufs neue zu erklären – vor allem wenn es wirklich feministische basics sind – wenn es auch eingängige Texte zum Thema gibt.
    Wenn sie dich auf Texte verweist, dann spiegeln diese Texte ihre Meinung wieder und du brauchst nicht weiter nachzubohren. Entweder dich interessiert ihre Meinung: dann lies Texte über Street Harassment, oder du willst nur rumstänkern und deine vorgefertigte antifeministische Meinung Menschen um die Ohren knallen die sie nicht hören wollen – dann hat sie darauf offenbar keinen Bock.

    Ein kleiner Spoiler als Anreiz sich mit Sexismus zu beschäftigen: Ein Hinterherpfeiffen ist kein Kompliment, sondern das Zurschaustellen der eigenen männlichen Potenz.

    • Ursu says:

      Genau das ist aber hier das Problem. Wenn Meinungen nur aus Texten bestehen, die Andere einem verfasst haben und vorgelegt haben, so heisst das noch lange nicht, dass diese Meinungen auch verstanden wurden oder wirklich begründet sind. Nein, natürlich muss sie nicht springen und mir ihre Meinung sagen. Sie hätte, wenn sie selbst mal etwas verfasst hätte, was zu diesem Thema ihre eigene Meinung wiederspiegelt mir gerne dazu einen Link geben können – aber mich zu Google zu schicken zeugt nicht von Kompetenz, sondern von Mitläufertum. Aber wie ich sehe, hast du meinen Blogeintrag wohl einfach nicht verstanden. Ich bin nicht Anti-Feministisch – ich bin einfach nur Anti. Gegen Leute, die sich Selbst als etwas darstellen, ohne Selbst nachzudenken – die sich hinter den Aussagen Anderer verstecken und sich diese als Vorgaben für’s eigene Leben nehmen ohne das überhaupt begründen zu können. So bin ich gegen alle Prediger, die predigen, was andere Ihnen vorbeten. Seien es nun Neonazis, die ohne Ahnung vom System dumm die Parolen der NPD nachplappern – seien es radikale religiöse Gruppen, die anderen ihren Glauben aufzwingen wollen, weil er ‘besser’ ist – seien es Veganer oder Vegetarier, die Anderen ihre Entscheidung, Fleisch oder tierische Produkte zu essen oder nicht ausreden wollen. Oder eben Feministen, die sich über Dinge aufregen, für die sie nichtmal eine Begründung haben – aber weil es im Netz steht, dass man als Feminist(-in) dagegen ist, muss man ja auch dagegen sein.

      Ja, Hinterherpfeiffen ist primitiv. Ja, Hinterherpfeiffen ist nur bedingt ein Kompliment – genauso wie es sicher nicht jedem gefällt, wenn Ihm/Ihr hintergerufen würde: ‘Du siehst aber richtig geil aus!’. Begründet wurde dies nicht. Das zu begründen geht aber auch in zwei bis drei Sätzen.

      • dertypausderdrittenreihe says:

        Du hast meinen Kommentar wohl nur oberflächlich gelesen.

        Es geht nicht darum dass sie ihre Meinung nicht begründen kann – das können wir beide nicht wissen – sondern dass sie einfach gerade keinen Bock darauf hatte. Muss sie auch nicht.
        Und wenn du dich tatsächlich für ihren Standpunkt interessiert hättest, dann hättest du dich interessiert über Street Harassment informiert und sie in Frieden gelassen.
        Es geht dir aber offenbar eben nicht um ihren Standpunkt, sondern um Deinen. Den du beim reinen Texte-Lesen eben nicht von dir geben kannst – weshalb das für dich keine Option darstellt.
        Das hat sie scheinbar ganz richtig eingeschätzt.

        Woher dein Interesse kommt, unbedingt die patriarchale Praxis des Hinterherpfeiffens und Körperkommentieren in Schutz zu nehmen, darüber könnte ich jetzt Mutmaßungen anstellen.

        PS: im Grunde geht es auch überhaupt nicht um ihre Meinung, sondern um das konkrete Unwohlsein das sie empfindet wenn ungefragt ihr Körper kommentiert wird. Und solche Empfindungen muss sie weder erklären können, noch sich dafür rechtfertigen.

      • Ursu says:

        Dieses konkrete Unwohlsein, dass du hier beschreibst, hat sie ja selbst nie erwähnt. Für Sie war es doch eher das ‘Klima’, dass dadurch geschaffen wird. Ihr selbst ist es doch egal – hat sie ebenfalls gesagt.

        Ich nehme das Hinterherpfeiffen nicht in Schutz. Mutmaße also gerne anhand von falschen Behauptungen so viel und so gerne du willst. Wenn du so willst, sehe ich es aber als harmloser an, als die Quellen über Street Harassment, die ich gelesen habe. Ich verurteile wenn Leute Menschen belästigen. Ob Mann oder Frau ist mir dabei egal. Wo Belästigung anfängt und wo sie aufhört liegt hierbei im Ermessen desjenigen, der Belästigt wird. Es steht jedem frei sich zu empören, wenn ihr oder ihm nachgepfiffen wird. Mein Wunsch wäre es, dies aber aus eigenen Motiven zu tun und nicht, weil es im Internet oder in Büchern steht, dass dies belästigend und/oder herabwürdigend ist. Wer mir mit Links zeigen will, wieso es ihn stört, hat schlichtweg keine eigenen Argumente oder Motive – ausser die Vorgaben, worüber man sich zu empören hat.

  2. Dir ist halt auch noch nicht in den Sinn gekommen, dass niemand dazu gezwungen ist, sich vor anderen rechtfertigen, zu müssen oder? Ich meine, gilt ja auch für dich. Wenn ich dir Fragen stellen würde, die du schon hunderte Male beantwortet und ausdiskutierst hast, dann hast du ein Recht darauf, auch mal zu sagen “Nö, hab ich jetzt keinen Bock zu”.

    Aber interessant, wie man sich an einer einzigen Person (mir) so abarbeiten kann, um “die feministische Lehre” (was auch immer das sein soll…) zu diskreditieren.

    Den Link zu meinem Artikel habe ich dir ja geschickt. Und ansonsten nerven mich an deinem Eintrag ehrlich gesagt so viele Dinge, dass ich gar keine Lust habe, die alle auseinanderzunehmen. Aber ist ja auch nicht schlimm, denn ich bin niemandem eine Antwort schuldig. Und wer deswegen auf Inkompetenz schließt, der/die macht es sich zu leicht.

    • Ursu says:

      Vielleicht mache Ich es mir zu leicht. Es sind zwar wieder nur Ausflüchte, die du hier anbringst – aber das ist okay so. Das kenne ich bereits.

      Ich frage mich, wie schwer es zu verstehen ist, dass dieser Artikel nicht gegen Feminismus ist, sondern im Allgemeinen gegen irgendwelche Ismen (siehe oben), wo die ‘Anhänger’ blindwütig herunterbeten, was Ihnen vorgekaut präsentiert wird. Deine Antworten Gestern Abend waren hierfür ein perfektes Beispiel. Selber Denken macht schlau.

  3. Ursu, dass mir die Meinung von jemandem egal ist, heißt nicht, dass mir auch egal ist, wenn man sie mir regelmäßig ungefragt aufdrückt. Das ist ein wichtiger Unterschied und der ist auch in meinen Tweets deutlich geworden.

  4. Jargo says:

    Also wenn mir jemand höflich RTFM online schreibt, dann lese ich entwerder das fucking Manual oder lass es halt sein mit dem Diskusionsstrang. Sowas sollte dir als Coder doch eigentlich geläufig sein?

    • Ursu says:

      Und wenn ich das Manual aber kenne? Um bei der Metapher zu bleiben: Wenn ich wissen will, wieso das so implementiert wurde, will ich ungern hören: “Weil die Anderen das auch so implementieren.”

      • Jargo says:

        Also wenn ich dich nicht kenne und gerade keine Lust oder Zeit habe dir ganz persönlich einen Roman zuschreiben, sollte dir doch ein Link desen Ansatz deckungsgleich mit meiner Meinung ist genügen ? Und wenn das die ersten 3 google Hits sowieso sind, frage ich mich dann schon was du eigentlich von mir wollen würdest ?

  5. Varaen says:

    Och Leute, rafft ihrs eigentlich nicht? Es ist ein Unterschied, ob gefragt wird “Was ist den an dem Hinterherpfeifen so schlimm?” (Hier wäre nämlich ein Link zu einer Definition von Street Herassment angebracht und wichtig) oder “Was findest DU persönlich daran schlimm, wenn dir hinterhergepfiffen wird?”. Zweiteres kann nämlich kein Link beantworten, sondern nur die Person selbst. Und wenn das nicht geschieht, muss man sich nicht wundern, als Mitläufer oder ähnliches angesehen zu werden.

    Mir wurde übrigens in meinem Leben noch nicht hinterhergepfiffen, welshalb ich die Gesamtdiskussion über “ein Klima, das geschaffen würde” nicht nachvollziehen kann. Was mach ich den anders, als die armen Frauen, die immer so schlimm belästigt werden?

    • Es ist aber legitim, beide (!) Fragen mit “Ich hab jetzt keine Lust dir das zu erklären” zu beantworten. Und wieder: Das bedeutete nicht, dass ich inkompetent bin und anderen nachplapper, sondern, dass ich einfach keinen Bock drauf habe. Das ist auch nicht so schwer zu “raffen”.
      Im übrigen verstehe ich auch nicht, warum er daran interessiert ist, was ich persönlich damit für ein Problem habe, wenn er selbst sagt “Ja, es ist primitiv und ich würde es auch nicht machen.” und somit impliziert, dass ihm die grundlegende Problematik dahinter bewusst sei.

      Wenn dir das nicht passiert, dann ist das doch schön! Ich sage ja keinesfalls, dass alle Frauen die selben Erfahrung machen (wie ich). Und ich sage auch nicht, dass ich in Angst und Schrecken lebe. Was ich sage ist, dass ich mich in manchen Situationen auf Grund von (schlechter) Erfahrung unwohl fühle. Und dass ich ziemlich genau einschätzen kann, wann ein ungefragter Kommentar/Pfiff/whatever ein ernstgemeintes Kompliment oder eine Dominanzperformance ist, von mir aus auch eine gedankenlose, aber das spielt keine Rolle.

      • Varaen says:

        Das ist ja das Interessante. In deinen Tweets hast du kein einziges Mal gesagt “Ich habe jetzt keine Lust das zu erklären, weil…”, sondern immer nur auf irgendwas anderes verwiesen. Und wenn das dann einen falschen Eindruck erweckt ist das zwar bedauerlich, aber in meinen Augen unvermeidbar. Es ist halt leider oft so, dass gerade Menschen, die aufgrund von als kontrovers empfundenen Meinungen oft angegriffen werden, diese Meinungen auch mal anderen, interessierten darlegen (müssen?), also darum gebeten beziehngsweise dazu aufgefordert werden. Zwischen Trollen und interessierten Menschen zu unterscheiden, mag nicht immer leicht sein, aber alle immer nur abzuwimmeln ist nunmal auch nicht produktiv.
        Protipp: Du hast ja offenbar selbst einen Artikel zu dem Thema geschrieben. Wenn dich also jemand fragt, sag einfach “Ich hab jetzt keine Lust, das zu erklären, weil… aber lies doch mal meinen Blogeintrag [Link], da hab ich meine Meinung schonmal kundgetan. Wirkt deutlich sympathischer als “RTFM” oder “Google das doch selber”, und hilft so deutlich besser, für deine Sache zu werben. Und ich unterstelle jetzt einfach mal, dass du als Feministin gerne andere davon überzeugen würdest, deiner Meinung zu sein.

      • Ursu says:

        Du hast doch nirgends gesagt, dass du keine Lust hast das zu erklären. Sonst hätt ich doch nicht weiter nachgefragt. Du hast mir Dinge vorgesetzt, die deiner Meinung nach wohl als Antwort genügen sollten (Google?).

  6. Ähm ja, ich hab das nicht “eindeutig gesagt”, aber ich denke schon, dass das in den Tweets rüberkam. Vielleicht ist das genau so schwer zu sehen, wie festzustellen, ob jemand aus Interesse fragt, oder trollen will. Bei dir hatte ich den Verdacht, dass du mich pisacken willst, deswegen habe ich meinen Blog nicht verlinkt. Darin haben sich nämlich schon genug Leite ausgekotzt. Und auch dem Stil deines Blogartikels kann ich immer noch kein ernsthaftes Interesse an der Thematik entnehmen, sondern viel mehr eine voreingenommene Meinung. Z.B am Anfang: “Ich persönlich habe kein Problem damit, wenn Männern Frauen nachpfeifen. […]” Aha, ist ja interessant, es betrifft dich nämlich nicht, dir fehlt die Erfahrung und die Auseinandersetzung damit. Deswegen ist deine Wertung – mit Verlaub – erst mal irrelevant. Oder deine Annahme, dass “eine Frau, die sich Feministin nennt”, dieses oder jenes nicht tun würde. Das ist nichts als Halb- wenn nicht sogar Unwissen. Plus eine Abwertung und ein Absprechen meiner Autonomie.

    Ja, wenn ernsthaftes Interesse besteht, erkläre ich grundsätzlich gerne, aber auch nicht immer. Komisch aber, dass ich tatsächlich ernsthaftes Interesse höchstens in den letzten beiden Antworten von euch lesen kann.

    • Varaen says:

      Tut mir leid, aber spätestens jetzt KANN ich dich einfach nicht mehr ernst nehmen. Radikale wie du sind der Grund, dass sich sehr sehr viele Menschen (mich eingeschlossen) nicht gesellschaftlich oder politisch engagieren wollen oder können, weil es einem einfach irgendwann zum Hals raushängt. Aber bleib du nur schön weiter in deiner schwarz-weißen Welt. Alle die nicht für dich sind, sind gegen dich, vergiss das niemals!!11einself

  7. Ricarda says:

    Danke für den Artikel. Ähnliche Gedanken hatte ich beim Lesen des ersten Tweets auch, hab aber die Klappe gehalten, weil ich weiß, dass solche Diskussionen nie sachlich sein können und vor allem nie gut Enden. Ich habe einfach den Kopf geschüttelt und weitergescrollt.

  8. dertypausderdrittenreihe says:

    Naja, es ist doch recht offensichtlich worum es hier geht. Latent antifeministische Vorurteile (“Radikale wie du” wtf?) der Marke ‘Die Emanze soll sich nicht so haben’ und ‘Ist doch gar nicht so gemeint’ versucht sich hier zwanghaft eine Bühne zu schaffen.
    Dass jedeR 3jährige aus dem Ton von DaniSojasahne den Unmut heraushören kann, jetzt in 140 Zeichen die Problematik der Positivdiskriminerung beim Sexismus zum x-ten Mal zu erklären ist hier allen klar.

    Darüber hinaus gibt es da auch nicht viel an “Eigener Meinung” wiederzugeben. Generationen von FeministInnen und SozialwissenschaftlerInnen haben sich mit genau dieser Thematik beschäftigt und die Meinung und ihre Begründung sind recht einhellig und jeder Text wird dasselbe erzählen – nicht weil alle zu faul zum Selberdenken wären, sondern weil es dem einfach nichts hinzuzufügen gibt.
    Wenn ihr jetzt daherkommt – die sich wahrscheinlich noch keine Stunde ihres Lebens mit Sexismus oder überhaupt mit Ressentiments gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit beschäftigt haben (zum Beispiel in Form von Texte lesen) – und überzeugt seid es besser zu wissen, anderen aber ihre Kompetenz zu Denken absprecht, dann sagt das in jedem Fall mehr über euch, als über eure AdressatInnen aus.

    • Varaen says:

      Dass du mir Antifeminismus unterstellst, zeigt nur, dass du keine Ahnung hast, worauf ich oder Ursu hinaus wollten. Ja, im empfinde Dani als radikal, weil sie sich offensichtlich schwer damit tut, andere Meinungen außer ihrer zuzulassen. Hinzu kommt, dass sie offensichtlich nicht bereit ist, ihre Meinung zu belegen. Generationen von Feministinnen und Sozialwissenschaftler mögen festgestellt haben, dass es Street Harassment gibt, warum das schlecht ist und sonst was noch. Aber was Dani persönlich an dem Vorfall, den sie tweetete, gestört hat, können die mir nicht sagen, sondern nur sie. Sie sollte ja auch nicht in 140 Zeichen sonst was darlegen, und wenn sie keine Lust hat, kann man das auch akzeptieren. Aber es ist schön, dann gesagt zu bekommen “Hab ich grad keine Lust drauf/ keine Zeit für…”, oder sonst was für eine Begründung, als dass ständig ausgewichen wird. So ein Ausweichen hinterlässt nämlich einen bitteren Nachgeschmack, wie ich auch schon erklärt habe.

      Mit Radikalen wie Dani meine ich übrigens alle Menschen, die einen Horizont mit Radius null haben, ihren Standpunkt. Die Welt ist schwarz oder weiß, dazwischen gibt es nichts. Alle, die nicht meiner Meinung sind, sind automatisch der “feindlichen” Meinung, und ich muss sie “bekämpfen”. Habe das so leider zu oft erlebt und finde es sehr schade, wie eigentlich gute Ideen (wie zum Beispiel der Feminismus) an so einem Gesprächs- und Diskussionsverhalten kaputtgehen, weil sich das auf die Dauer keiner anhören will und kann, der nicht “weiß” ist. So produziert man sich dann praktischerweise automatisch Gegner, kann sich schön auf sein Feindbild versteifen (die bösen bösen Antifeministen, die finden alles doof was wir machen!) und muss sich mit abweichenden Meinungen nicht mehr auseinandersetzen. Dabei könnte man so viel voneinander lernen. Schade.

      • Ich verstehe ehrlich gesagt nicht das Problem. Was mich an dem “Vorfall” so gestört hat, war, dass ich ihn/es als Street Harassment eingeordnet habe und das finde ich scheiße. Da gibts nicht mal viel zu erklären, das ist sogar ziemlich simpel und ja, das wurde an anderen Stellen mehrmals gut beleuchtet (wie auch auf meinem Blog, wozu ich den Link ja sogar noch nachreicht habe).

        Warum ich keine Lust habe? Weil es Basic-Wissen ist, weil ich es schon zig mal erklärt habe, weil es schon an vielen Stellen gut aufgeschrieben wurde, weil ich häufig mit wertendem Unterton gefragt werde, weil es zu komplex ist.

        Und wo du das mit dem bekämpfen hernimmst, ist mir auch schleierhaft. Meinen Radius habe ich übrigens erweitert, als ich angefangen habe zuzuhöre, zu lesen, zu recherchieren, über Themen, von denen ich vorher kaum Ahnung hatte. Magst du nicht so sehen, aber ja, ich schaue über meinen Tellerrand hinaus.

        Wenn sich jemand damit nicht zufrieden gibt, kann ich da auch einfach nichts für. Und wenn jemand, auf Grund der Äußerungen einer einzelnen Person, die einem nicht passen, den gesamten Feminismus ablehnt, dann kann ich da ebenfalls nichts für. Und ich kann auch nichts dafür, dass irgendjemand sich nicht engagiert, tut mir leid, den Schuh zieh ich mir nicht an. Oberflächlich mag das alles super radikal aussehen, wenn man sich aber mal etwas reinliest, Strukturen bergreift, Machtperfomances erkennt usw. dann sieht das alles nicht mehr radikal. Da kann ich jetzt genau so gut sagen, dass das für mich nach Abwehrverhalten aussieht (was es auch tut) und einen faden Beigeschmack hat.

      • Varaen says:

        Ich sollte vielleicht besser nichts mehr nichts mehr sagen, aber ich kanns mal wieder nicht lassen.. Windmühlen und so, you know? Jedesmal wenn ich von “Gesprächsverhalten wie deinem” etc rede, beziehst du es direkt auf dich. Du bist eben nicht die einzige, die mal keine Lust hat zu erklären. Die mal keine Lust hat, sich den Schuh anzuziehen. Und wenn etwas erst dann seinen radikalen Anstrich verliert, will ich mich vielleicht gar nicht reindenken. Brot sieht ja auch nicht mehr verschimmelt aus, wenn mans erst gegessen hat. Unterstell mir ruhig Abwehrverhalten, schreib mich als unbelehrbar ab. Wäre nicht das erste Mal. Ich bin eben enttäuscht und genervt von dieser Art radikaler Ideologie, die nicht diskutiert werden DARF. Und das nicht erst, seit ich diesen Blogpost gelesen habe.

  9. Natürlich beziehe ich das auf mich?!
    Das hier ist ein ganzer Post “über” mich, mein Verhalten wurde kritisiert und nicht verstanden. Darum geht es hier doch, dass ich etwas falsch gemacht habe.

    • Varaen says:

      Ich will dich jetzt nicht objektivieren, aber du bist mit deinem Gesprächsverhalten nur ein Beispiel für die Gesprächskultur vieler -ismen, die vielen gewaltig auf den Keks gehen. Nimm dich nicht so wichtig, es ging hier nie um dich persönlich.

  10. dertypausderdrittenreihe says:

    Schon die Begriffswelt hier ist ziemlich bedenklich.

    “Radikalität” bezeichnet nicht “stur sein” oder “einen engen Horizont haben”, sondern geht auf das Sinnbild des “an der Wurzel packen” zurück. Sich also nicht mit oberflächlichen Änderungen und Kleinigkeiten zu befassen, sondern grundsätzliche gesellschaftliche Veränderungen ins Auge zu fassen und tiefgreifende Problemanalysen zu stellen.
    Für “Sturheit” gibt es völlig andere Begriffe wie “geschlossenes Weltbild”. (Und Nein “Extremismus” und “Fundamentalismus” haben auch völlig andere Bedeutungen).
    Wer “Radikalität” mit “Sturheit” verwechselt entblößt einen konservativen Hang der jede tatsächliche gesellschaftliche Veränderung ablehnt und jede Politik unter Generalverdacht stellt, die sich nicht mit Trivialitäten aufhält.
    “Radikalität” ist per se überhaupt nix schlechtes. Die Demokratisierung der feudalen Gesellschaft war radikal, die Sklavenbefreiung war radikal und das Frauenwahlrecht war radikal.

    “Ideologie” wiederrum bezeichnet genauso wenig “verrückte Weltbilder”, sondern ein Weltbild oder ein Bewusstsein das auf die Aufrechterhaltung realer Machtverhältnisse zielt.
    Also etwa die Ideologie des “von Gott gekrönten Monarchen” als Ideologie des Royalismus oder die Ideologie der “tierartig-minderwertigen schwarzen Rasse” als Ideologie des Kolonialismus.
    Im sexistischen Kontext ist die Behauptung “das Hinterherpfeiffen hinter Frauen ist keine Belästigung” ideologisch, da sie die Wirkungsweise patriarchaler Methodik bemäntelt. Andere Beispiele für sexistische Ideologie sind “Frauen sind schwach und brauchen männliche Beschützer”, “Frauen sind besonders gut zur Kinderpflege geeignet” oder “Frauen sind emotional – Männer sind rational”.

    Die Unterstellung Feminismus sei “(radikale) Ideologie” ist also so weit hergeholt wie es nur irgendwie geht.

    • Ursu says:

      Nicht der Feminismus per se ist radikal. Aber einige der Anhänger des Feminismus. Aber darum ging es in meinem Eintrag doch garnicht. ^^

      • Varaen says:

        Ich glaube du bist einfach vielen gewaltig auf den Schlips getreten, weil du eine Feministin als Beispiel gewählt hast. Wärs ein böser böser Maskulinist, würden sie dir alle Beifall klatschen, und bei einen noch viel böserem Nazi doch erst recht.

  11. Jargo says:

    Der Blogpost und einige Comments sind ganz schön bizarr.

    Jemand der von sich behauptet “Hinterherpfeifen findet Er primitiv” nervt irgendeine Frau auf Twitter weil sie ihm nicht ganz persönlich erklärt warum sie persönlich das jetzt nicht mag mit dem Hinterherpfeifen. Und die sagt frag doch einfach mal Google, und dann ist sie gleichschon mal inkompetent. Daraus noch einen dicken Blog post zubauen ist so ein bisschen … stalky?

    Achja und dann natürlich noch ordentlich Faschismus Vergleiche das darf ja auch nicht fehlen. Wie gesagt sehr bizarr …

    • Ursu says:

      Bizarr finde ich, dass mir vorgeworfen wird ein Stalker zu sein, nur weil ich gegen extreme Ismen bin. Ob jetzt extremen Feminismus oder Faschismus oder Antifaschismus is mir da recht egal. Ich folge @DaniSojaSahne nichtmal auf Twitter – ich bin lediglich auf ihren Tweet aufmerksam geworden, auf den ich dann meine Frage stellte.

      Aber ja, ich bin ja ein böser Antifeminist, deswegen bin ich auch Stalker und potentiell sowieso Frauenbelästiger und warscheinlich auch Vergewaltiger und schrecklich böse. Nur weil ich eure Meinung nicht teile, bin ich kein schlechterer Mensch.

      Aber manche verstehen das eben nicht. Ist übrigens auch meine letzte Aussage zu diesem Thema hier. Ich habe meinen Standpunkt glaube ich so rübergebracht, dass die, die ihn verstehen wollten, diesen auch verstehen konnten. Alle anderen können mich liebend gerne weiter flamen.

  12. Faye says:

    Also verstehe ich das jetzt richtig, eine Twitter-Userin hatte keine Lust diese – doch auch ziemlich persönliche – Frage zu beantworten, du schließt daraus auf Inkompetenz, Mangel an eigener Meinung usw. ohne genau Anhaltspunkte dafür zu haben. Fast ein bischen religiös. Wobei, so persönlich war die Frage ja doch nicht, denn in der Twitter-Konversation sehe ich dich nirgends konkret nach ihrer Meinung Fragen sondern nach allgemeinen Definitionen. Aber ok, Kleinkram.
    Was ich nicht verstehe ist, was das hier jetzt soll. Der Artikel hat überhaupt nichts mit Nachpfeifen auf der Straße zu tun sondern eigentlich ausschließlich damit, dass dir Danis Antworten nicht gefallen haben. Darüber schreibt man einen Blogpost? Wozu soll diese Hexenjagd gut sein? Was willst du damit bezwecken? Erklär mir doch mal bitte deine Meinung dazu.

    • Ursu says:

      Da du anscheinend nicht in der Lage bist, zu lesen und zu verstehen was im Blogpost und in den Kommentaren geschrieben wurde, ignoriere ich diesen Kommentar einfach. Sämtliche Antworten, die ich dir geben könnte, wurden oben bereits mehrfach geschrieben. Habe übrigens deinen Blog mal kurz überflogen – nein, es wundert mich nicht, dass du den Eintrag nicht verstanden hast.

      • Faye says:

        Ich sach ja immer, wer nicht verstanden wird, sollte lernen sich mitzuteilen…
        Okay, also du wolltest mit diesem Post Feminismus kritisieren als etwas, dem sich Leute ohne darüber nachzudenken anschließen.
        Dafür nimmst du das Verhalten einer einzelnen Person als Beispiel. Das ist aber in diesem Zusammenhang ziemlich sinnfrei, denn dass Dani nicht selbst denken kann ist eine Unterstellung deinerseits und lässt sich aus der Twitter-Konversation nicht beurteilen. Was kritisierst du also, wenn du nicht mal ein einwandfreies Beispiel dafür findest? Da bleibt nichts.

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