Mutter, oh Mutter… der Franz Josef Wagner ist da!

Lieber Franz Josef,

wir alle wollen mehr Babys. Vor Allem die Leute, die den Erfolg einer Gesellschaft an der Geburtenrate bemeßen, wie es vl. im Mittelalter praktiziert wurde oder wie es in der Schweinezucht der Fall ist. Für mich sind dies Ewig-Gestrige, wie sie eben auch. Dinosaurier, die den Wandel der Gesellschaft in den letzten Jahren verschlafen haben und traurig in die Vergangenheit blicken, als Frauen noch hinter dem Herd standen, die Kinder durchfütterten und dem Mann den Mund abwischen, nachdem er ‘das Geld heimgebracht’ hat. Nebenbei dienen sie dem Mann seiner persönlichen Erfüllung, in dem Sie ihm Töchter und Söhne schenken.

Wer ist schuld?

Der Zeitgeist natürlich. Es ist nicht mehr 1960. Es ist 2015 und wir haben emanzipierte Frauen, Männer und sogar Transgender-Menschen in unserer Gesellschaft. Aus einer Gesellschaft der einfachen Einteilung in gesellschaftlichen Erfolg wurde eine Gesellschaft des persönlichen Erfolgs. Die Selbstverwirklichung steht im Vordergrund, für Frauen, Männer, Trans-Menschen. Das persönliche Gefühl, etwas in seinem Leben erreicht zu haben, ist in der Priorität des Menschen wichtiger geworden. Sie würden vermutlich sagen: “Ein Haus, ein Kind, ein Baum.” Was will man mehr? Ja, was will man mehr? Glück, Selbstverwirklichung, das Gefühl etwas anders gemacht zu haben, anders als alle anderen, seinem Leben eine persönliche Note zu geben, die es zu dem eigenen Leben macht und nicht zu einem Retorten-Standard-Vorstadt-Leben. Mütter machen Karriere, Mütter haben Hosenanzüge an und Mütter geben ihre Kinder in Kitas ab. Mütter tun dies, weil sich ihr Leben nicht mehr nur um die ‘Anderen’ Mitglieder der Familie dreht, sondern viel mehr Ich-zentriert ist. Und das ist auch gut so.

Was ist aus unseren Müttern geworden?

Sie sind Business-Frauen, Power-Frauen, sie trinken Smoothies, sie laufen sich im Fitnesscenter ihr Fett ab, sie sind Chefredakteurinnen, sie sitzen im Aufsichtsrat und sind immer noch Mütter – aber (meist) später und mit einer vollkommen anderen Qualität.

Sie sind wie Mütter sein müssen!

Sie sind für ihre Kinder da, wenn Sie gebraucht werden – und wenn es die Karriere gerade nicht zulässt, haben sie einen zuverlässigen, modernen Partner, der aushilft. Aus den Müttern der Vergangenheit wurden Super-Mütter, die selbstverständlich ihren eigenen Erfolg mit ihren Kindern teilen und diesen auch in die Erziehung der nächsten Generation einfließen lassen.

Das Modell der Mutter mit 3-4 Kindern, dass ihr gesamtes Leben der Familie widmet, ist veraltet – so veraltet wie ihre Ansichten. Das Modell der heutigen Mutter ist ein Modell der Hochleistungsmutter. Unsere Gesellschaft ist im Wandel – von Quantität zu Qualität.

Es gibt nichts Schöneres als ein Baby, das schläft, zuzudecken. Es zu küssen und Gute Nacht zu sagen im Wissen, dass man ihm eine wundervolle Zukunft bieten kann!

Herzlichst,

Alexander ‘Ursu’ J.

Dieser Beitrag ist eine Antwort auf diesen Artikel in der BILD Kolumne ‘Post von Wagner’:

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