Rock the King! Ein geiles Fest!

Guten Tag,

Gestern war Ich mit meinem guten Freund Fabian das Rock the King Festival im Allgäu besuchen. Wir hatten uns hierfür vor ein paar Monaten VIP Tickets gekauft, da sowohl Powerwolf als auch Sabaton zwei unserer absoluten Lieblingsbands als Headliner angekündigt waren und auch das restliche Lineup mit Megaherz, Schandmaul, Oomph! und Dirkschneider wirklich gut aussah. 180€ incl. T-Shirt, Verpflegung (Getränke + Buffet + Abends BBQ), Parkplatz etc. war uns der Spaß wert, auch weil wir nur knapp 110km Anfahrt hatten und dadurch auf’s Zelten verzichten konnten.

Nach besagtem kurzen Roadtrip kamen wir kurz nach 13Uhr in Buchenberg an. Beim VIP Checkin gab es erstmal die Info, dass es Bändchen lediglich im Merch für 2€ zu kaufen gibt und VIP Besucher ein Papier-Armband bekommen – normale Tagesbesucher konnten nach dem Einlass das Festivalgelände nur einmal verlassen. Nach kurzem Besuch des VIP Bereichs incl. erster Getränke und Begutachtung der Location machten wir uns auf den Weg zum Merch Stand um unser (free, weil VIP Ticket Inclusive) T-Shirt abzuholen – auch wollten wir beide noch ein Festivalbändchen und sehen, was es sonst noch so gibt. Die Festivalwiese war etwas weich auf Grund der Regenfälle der letzten Tage, aber (noch) keinesfalls matschig. In der warmen Mittagssonne bei knapp 24° und zu den Klängen der Buchenberger Musikkapelle (sehr urig!) erreichten wir dann den Merch Stand.

Erstmal zum Positiven: Wir bekamen beide unser Rock the King T-Shirt und kauften auch gleich noch ein wenig bei Sabaton & Powerwolf ein.
Das Negative: Als wir bereits in der Reihe ganz vorne standen drängelte sich eine Frau vor und brauchte unbedingt ganz dringend ein Festivalbändchen – das Vorletzte. Damit bekam dann nur noch Ich eines, weil Fabian gütiger Weise auf sein’s verzichtete. Wir wurden darauf vertröstet, dass man die Bändchen ja in zwei Wochen im Onlineshop kaufen könnte. Ganz großes Kino – nicht! Zusätzlich herrschte bei den Rock the King Shirts so großes Chaos, dass die XXL Shirts nicht aufzufinden waren und ich am Ende ein XXXL Shirt bekommen habe – luftig, selbst für meine Verhältnisse.

Nachdem wir die Shirts ins Auto brachten, das praktischerweise direkt vor’m Einlass auf dem VIP Parkplatz stand, spielte dann auch schon die Band, die am Abend vorher den Bandcontest bei der Pre-Festival-Party gewonnen hat. Solider Metal von Meister Eder begleitete uns bei den ersten Bierchen auf der VIP Terrasse.

Kurz nach 14Uhr begann dann mit Megaherz das eigentliche Festivalprogramm. Stilecht monochrom geschminkt machte Alexander Wohnhaas mit seiner Truppe direkt gute Stimmung. Mit seinem zum Microhalter umfunktionierten Baseballschläger hatte er direkt das Publikum auf seiner Seite und spielte neben paar neueren Songs natürlich auch Klassiker wie Miststück – übrigens nicht der einzige Song an diesem Tag, der gleich von mehreren Bands bekannt ist.
Schandmaul spielten im Anschluss und fühlten sich wohl ein wenig fehl am Platz, bezeichnete sich der Sänger direkt mal als ‘Ausnahme’ im metal-lastigen Lineup. Schandmaul brachte trotzdem viel Spaß und das Publikum feierte auch hier brav mit, während die Sonne vom Himmel brannte. Obwohl ich schon mehrere Jahre nicht mehr aktiv Schandmaul gehört habe, konnte ich sämtliche Lieder wiedererkennen, was die Frage aufwarf: “Haben die nix Neues, oder ist das Alte so viel besser?”

Nach Schandmaul kam einer der Organisatoren auf die Bühne, um zu verkünden, dass man ‘ein paar Decibel zu laut’ sei, was das Publikum natürlich mit Unglauben und lautem Gröhlen quittierte. Tatsächlich waren sowohl Megaherz als auch Schandmaul eher ruhig, verglichen mit dem, was da noch kommen sollte.

Von Oomph! habe ich mir ehrlich gesagt nicht viel erwartet, weil ich nie ein großer Oomph! Fan war und mir die Texte der wenigen Songs die ich so mitbekam immer relativ kindisch (mir fällt da nix besseres ein) waren. Nach einem relativ ruhigen Anfang haben sie es aber doch geschafft, mich dann mitzureißen und eine wirklich gute Show abzuliefern. Die gute Band hat dieses Jahr 25 Jahre Jubiläum gefeiert und Ich würde sie mir durchaus bei Gelegenheit nochmals anschauen.

Nach Oomph! kam es zu einem etwas weniger schönen Erlebnis. Während der Aufbauarbeiten zu Dirkschneider gesellten sich ein paar besoffene ältere Herren genau vor die Stelle, wo Fabian und Ich bisher die Bühne gut im Blick hatten, und als der gute Udo mit seinen 72 Jahren auf der Bühne grade die ersten paar Songs in Richtung Publikum schmetterte, diskutierten diese älteren Herren (im folgenden genannt: Asis!) lauthals mit dem Rücken zur Bühne einfach weiter und brüllten sich teilweise an, was dazu führte, dass wir weder wirklich viel auf der Bühne sahen, noch wirklich gut der Musik lauschen konnten. Nach zweimaliger Aufforderung, das Gespräch doch bitte woanders fortzuführen, damit wir das Konzert genießen können, während die Asis ihr Kaffeekränzchen abhalten, wurde uns dann mittelfingerzeigend sogar mit Prügel gedroht, wenn wir den VIP Bereich verlassen sollten. Zusätzlich musste mir gesagt werden, dass ich ja noch in die Windeln geschissen hätte, als die schon Udo live gesehen haben. Tja, deswegen muss man mir dann natürlich das Erlebnis versauen. 😦
Herr Oberasi, der sich dann garnicht mehr einkriegen konnte machte dann noch ein Selfie von sich mit uns, wo er uns den Stinkefinger zeigt, kam mehrfach pöbelnd vorbei und drohte uns nochmals mit Prügel, nachdem seine zwei Kollegen gegangen sind. Erwachsen ist eben nicht immer erwachsen, grad wenn Alkohol im Spiel ist.

Am Ende der Show von Udo Dirkschneider mit Klassikern wie ‘Balls to the Wall’ und ‘Princes of the Dark’ machten wir uns dann für Powerwolf auf den Weg in die ersten Reihen vor der Bühne, da im VIP Bereich entspanntes Hören möglich war, wir aber Powerwolf und Sabaton richtig mitfeiern wollten. Ungefähr 10m vor der Bühne hatten wir für uns ein gutes Plätzchen gefunden und warteten gespannt auf Attila Dorn und seine Wölfe.

Powerwolf war mal wieder ein großes Spektakel, wo ein Song nach dem Anderen zum Mitsingen, Mitgröhlen und Abfeiern einlädt. Zwar war Attila anfangs (laut eigener Aussage) etwas ‘doof im Kopf’ und verwirrt, als er Rock am Stück statt Rock the King begrüßte, aber das sollte auch das einzige Mal sein, dass das Publikum nicht jeden seiner Sätze feierte. Von Coleus Sanctus über Sanctified with Dynamtite bis We drink your blood waren natürlich alle Kracher dabei, die sich ein Fan wünschen kann – und wie jedes Mal ist die Show so kurzweilig, dass man sich nach 1.5h fragt: “Wie, schon rum? Schade!”

Für Sabaton wollten wir nochmal näher an die Bühne. In Reihe 9 und exakt mittig vor der Bühne fanden wir unseren Platz, wo wir über eine halbe Stunde warten mussten. Während dieser halben Stunde wurde uns aber nicht langweilig, da sich sehr bald ein sehr alkoholisierter, sympathischer junger Mann (32, Oberfranke) lauthals von hinten näherte, weil er weiter nach vorne wollte. Man erfuhr, dass er Sabaton 2008 das erste Mal live sah und die Band liebt. Man erfuhr, dass er schonmal mit Joakim (Brodén) ein Bierchen getrunken hat, dass er einen kleinen Sohn hat, dass er nur wegen Sabaton hier war, den ganzen Tag am Zeltplatz gesoffen hat und eine ganze Stunde vom Zeltplatz zur Bühne brauchte, nur für das Sabaton Konzert. Zusätzlich erfuhr man, dass er unter seinem Kilt ‘unten ohne’ rumläuft, sein Penis nicht sonderlich schön, lang, kurz oder sonstwie ist, aber ‘eben da’ ist und funktioniert. Besoffene Menschen sind manchmal durchaus interessant – was ihr Verhalten angeht. Der gute Mann fand dann seinen Platz zu meiner rechten Seite, wo ich ihn während des Sabaton Konzerts des Öfteren wieder aufrichten musste, da es um seine Stabilität nicht sehr gut stand – zumindest obenrum.

Dann: Sabaton!

Eine Wucht wie eine Horde wildgewordene Panzer! Direkt in die Schlacht mit Ghost Division – Feuerwerk, Knallkörper – dazwischen das Schlagzeug auf Sabatons eigenem Panzer. Eine Show, die mich jedes Mal wieder begeistert, weil ich nahezu jeden Song auswendig mitsingen kann, weil man immer wieder überrascht wird. So spielten Sabaton Gestern Abend viele Songs, die ich schon seit Jahren nicht mehr Live gesehen habe, das Publikum feierte zu Attero Dominatus sowie zu Panzerkampf oder Primo Victoria aber genauso wie zu En livstid i krig (A lifetime at war) auf Schwedisch oder Shiroyama.

Meine Stimme war nach Powerwolf bereits angeschlagen, nach Sabaton war sie vernichtet, am Ende. Qualitätssiegel A+++ für einen unglaublichen und unvergesslichen Abend mit zwei meiner Lieblingsbands.

Achso – um zu unserem sympathischen Unterfranken zurück zu kommen! Da es vor der Bühne sehr eng zuging, bekam eine junge Dame (liebe Grüße nach Österreich) während des Tanzens wohl relativ schnell mit, dass der gute Mann nichts unter seinem Kilt trug. Sie rieb sich dann ungefähr eine Stunde genüßlich an ihm und seinem Kilt, genoß es sichtlich und die beiden kamen sich während dieser Stunde auch näher,… und näher und… naja, es waren Zungen und andere Körperteile involviert und ihre Hand unter seinem Kilt und dafür, dass die beiden sich vorher nicht kannten, kannten sie zumindest zwei Songs vor Abschluss des Konzerts den Weg zu einem ihrer Zelte – sie zog ihn nämlich mit den Worten “So, wir geh’n jetzt ficken!” aus dem Publikum in Richtung Zeltplatz. Da soll mal jemand sagen, Sabaton Konzerte wären nicht GEIL! 😉

So long, rock on! \m/

Ursu

Advertisements

2 thoughts on “Rock the King! Ein geiles Fest!

  1. Shadowelf says:

    Schön, dass du unterm Strich ein gutes Wochenende hattest. Assis trifft man leider immer mal wieder und ich frage mich jedes Mal, was man da am besten machen dagegen kann. Und zu der Kiltmann-Aktion: So etwas ist mir noch nie passiert. Also auch nicht als Zuschauer. Aber kommt wohl vor…

    • Ursu says:

      Ich fand’s irgendwann einfach sehr witzig. Ich bin da ja relativ offen und gönn’ denen das auch, weil sie ja niemanden damit gestört haben. Der Kiltmann war auch wesentlich sympathischer, freundlicher UND rücksichtsvoller in seinem sehr besoffenen Zustand als die Asis vorher.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: