#nofucksgiven – Ein Traum

Werte Leser,

Ich habe Gestern in der Psychotherapie darüber geredet, wie es mir aktuell geht, welche Ziele und Pläne ich für die Zukunft habe und dass ich das Gefühl habe, auf dem richtigen Weg zu sein. Als Fazit kann ich behaupten: Mir geht’s sehr gut und ich kann trotz kleinerer Probleme & Sorgen auf dem Weg weitergehen, den ich gerade gehe – und dass ich das weiß ist sehr viel wert. Ich weiß auch, dass ich vermutlich nie einen Brettspielladen mit Bastelwerkstatt & Spielräumlichkeiten haben werde, wo Jung & Alt Spaß haben können… Das wäre mein Traum, wenn ich mal im Lotto gewinnen würde. Ich spiele nur gar kein Lotto.

Jeder Mensch kennt solche Träume. Solche idealen Ziele, die man verwirklichen würde, wenn man genügend Kapital, Zeit und Hilfe hätte – dazu die richtige Mondphase, der perfekte Zeitpunkt und der perfekte Ort. Träume, die so perfekt sind, dass man irgendwann einsieht, dass sie zu 99.8% ein Traum bleiben werden.
Seit letztem Jahr gibt es in Hamburg das Würfel&Zucker Brettspielcafé (wuerfelundzucker.de). Ich finde die Idee dahinter großartig, das Konzept, die Umsetzung, das Team – ich bin begeistert und ein großer Fan davon. Ich liebe seit Jahren Brett- bzw. Gesellschaftsspiele aller Art. Eigentlich möchte ich ultimativ irgendwann beruflich mehr mit Menschen zu tun haben und weniger nur vor’m Rechner sitzen. Ich mag es, Menschen um mich zu haben, die Lebensfreude ausstrahlen. Ich helfe gerne Menschen. Ich bin vielseitig interessiert, was Spiele angeht – von Sammelkartenspielen wie Magic the Gathering bis zu Tabletop ist alles dabei (und Tabletop scheiterte bisher nur an fehlendem Geld&Zeit). Ich bin auch gerne kompetitiv und habe zu meiner aktiven Zeit mit MtG gerne auch Magic Turniere besucht. Zusätzlich empfinde ich das Fördern von Kreativität gerade bei Kindern und Jugendlichen extrem wichtig – und auch wenn ich in den letzten Jahren das Gefühl habe, damit fast schon in der Minderheit zu sein: Ich mag Kinder. Das Würfel&Zucker ist ein unglaublich tolles Beispiel, aber ich würde für meinen Traum vermutlich noch einen Schritt weiter gehen.

Grundsteine meiner (utopischen) Idee:

  • Verkauf & Beratung für Spielzeug, Brettspiele, Tabletop Figuren, Kartenspiele, Bücher, Bastelutensilien, etc.
  • Großer Spielbereich, wo man Spiele ausprobieren kann und auch Turniere gespielt werden können. Auch Spielzeugecke für die ganz Kleinen.
  • Workshops, Gruppen-Projekte, Contests im Bastelbereich. Neben herkömmlichem Bastelzeug und Werkzeug (nur unter Aufsicht des geschulten Personals) auch Installation eines 3D Druckers um so den Bogen zu den Möglichkeiten dieser doch recht frischen Technologie aufzuzeigen.
  • 3D Modelling Workshops & Kurse für Einsteiger & Fortgeschrittene um mit dem 3D Drucker z.B. eigene Spielekomponenten zu erstellen. Vielleicht sogar eigenes Spielzeug zu basteln.
  • Workshops für traditionelles Basteln & Handwerk wie Stricken, Häkeln, Flechten.
  • Kunst & Kreativität in allen Bereichen möglich machen – bis hin zum Zeichnen & Malen. Eine all-inclusive Kreativitätslandschaft, wo man ausprobieren und basteln kann, wo Träume wahr werden.

Mir ist bewusst, dass dieser Traum monumental groß gedacht ist. Die Räumlichkeiten, die benötigten Ressourcen, die benötigten Mitarbeiter,… alles utopisch und doch ein wunderschöner Traum. Ein Ort, wo Menschen Freude daran haben, etwas zu schaffen, oder einfach nur zusammen zu spielen. Ein Ort, wo man als Erwachsener wieder das Spielkind sein darf, das man auf Grund der vielen Verantwortung häufig lange vergessen und weggesperrt hatte – weil man ja ‘Erwachsen’ sein muss.
Nein, ich habe keine Ahnung, wie das finanzierbar wäre. Vmtl. bräuchte man Partnerschaften mit verschiedensten großen Unternehmen. Eine Bastelwerkstatt dieser Größe bräuchte Maschinen verschiedenster Art, Werkzeuge die gewartet werden und vor Allem: Sicher sind. Es müsste immer genügend Mitarbeiter geben, damit die Kinder nie unbeaufsichtigt sind, selbst wenn man sagen würde, dass Eltern für ihre Kinder haften. Spiele-Erklärer für den Spielebereich, Supportpersonal, Verkaufspersonal,… Ich will mir garnicht ausdenken, wieviel Zeit&Geld&Nerven dieses Projekt fressen würde, bevor es irgendwann vielleicht profitabel sein könnte. Es ginge mir bei der Idee auch eigentlich nicht um Profit – sondern um Lebensfreude. Aber es ist ja auch nur ein wunderschöner Traum – ein Gedankenspiel und wenn ich mal im Lotto gewinnen sollte… jaaa, dann… aber ich spiele ja garkein Lotto, das kann ich mir nämlich nicht leisten!

Viele Grüße,
euer Ursu

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One thought on “#nofucksgiven – Ein Traum

  1. Pixtxa says:

    Evtl. wäre für deinen Traum eine Kooperation mit einem Hackerspace denkbar. Das sind auch Spielkinder und sie haben meist einiges an Werkzeug (Standardkram sowie auch 3D-Drucker, CNC-Fräse und ähnliches).
    Finanziell zahlt üblicherweise jedes Mitglied einen monatlichen Beitrag und bekommt eine Schließberechtigung, kann also 24/7 in die Räumlichkeiten. Gäste sind willkommen, können meist auf der Webseite sehen ob offen ist und dann einfach vorbei kommen. Gäste dürfen persönliche Sachen nicht dort unterbringen und müssen gehen, wenn der letzte mit Schließberechtigung geht. Gäste müssen nichts zahlen, üblicherweise ist ne kleine Spende in die Kaffeekasse aber gerne gesehen. Es gibt einige Hackerspaces in Deutschland https://wiki.hackerspaces.org/germany und weltweit sind sie auch recht verbreitet https://wiki.hackerspaces.org/List_of_Hacker_Spaces

    Bei mir in der Stadt wollte ich auch gerne einen Hackerspace gründen denn alle Anderen waren ca. 60 min Autofahrt entfernt. Allerdings merkte ich schnell, dass meine Klassenkameraden in meiner Ausbildung sich gar nicht dafür interessieren, es hier demnach einfach zu wenige Nerds gibt. Und die paar, die es gibt, haben bereits ihre Werkstatt mit ihren Maschinen im Keller. Schade.
    Eines Tages sah ich dann einen Zeitungsartikel, dass es nun einen Hackerspace bei uns in der Stadt gibt. Es haben sich ein paar gefunden, die auch die Idee hatten und mehr Erfolg hatten, als erwartet. Der Gebäudeeigentümer stellt ihnen seine Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung und hat noch einige Maschinen dazu gegeben. Er wollte schon lange eine offene Werkstatt in seinem Haus einrichten. Klar, Mitgliedbeiträge gibt es dennoch, man muss ja auch die Maschinen warten und will auch mal neue kaufen, aber die Beiträge sind recht gering. Da der Zeitungsartikel: http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.villingen-schwenningen-alternative-vhs-fuer-alle-technikbegeisterten.b8aac9a3-b2f1-4af3-be03-49bf1fdc913d.html

    Wir hatten auch mal ein Spielegeschäft, eine http://www.seetroll.de Filiale. Da gab es auch tolle Beratung, man konnte manches ausprobieren, aber leider hat die auch zu.
    Ein Kumpel hatte mal ne ähnliche Idee für “Cyber-Spiele”. Couchecken in der Mitte und an den Wänden große Monitore, Konsolen und die Spiele dazu. Eine Wand für Microsoft, eine für Sony, eine für Nintendo und eine für den Rest. Und er als Verkäufer hat eine Bauchtasche und einen mobilen Handscanner (Tablet) mit Kartenbezahlgerät für den Verkauf. Aber wird wohl nichts, mit ein großes Problem ist der Onlinehandel.

    In Furtwangen an der Hochschule gibt es viele Referate. Diese sind an unserer Hochschule für alle Studenten offen und werden meist vom Semesterbeitrag der Studenten mitfinanziert – ob man hin geht oder nicht. Das Spielereferat ist eines davon. Es findet einmal wöchentlich statt und dort werden dann bis spät in die Nacht hinein Brett- und Kartenspiele gespielt. Und jedes Semester kommen neue Spiele dazu. Zudem können die Studenten die Spiele kostenlos für eine Woche ausleihen und müssen lediglich ihre Kontaktdaten sowie eine Kaution hinterlassen. Vom Spieleref werden zudem 2x im Jahr für je ein Wochenende die Spieletage veranstaltet. Die Veranstaltung ist öffentlich, also jeder interessierte darf gerne vorbei schauen. Eintritt ist frei. Einen riesen Andrang gibt es trotzdem nicht, wer will schon nach Furtwangen? Ist also eine eher ruhige Veranstaltung, zu der meist nur Studenten und Alumni (mit Familie) kommen. Nächster Termin ist vom 6. bis 8. April 2018, mehr Infos gibt es bei Facebook: http://www.facebook.com/pg/Spielereferat/about/
    Pläne, was es kostet, diverse Räume der Hochschule in ein riesiges Bällebad zu verwandeln, gibt es auch. Aber die werden wohl leider nie umgesetzt werden.

    In Essen gibt es das Unperfekthaus, das wohl auch günstig Räumlichkeiten bietet, sowas wäre vielleicht auch was. http://www.unperfekthaus.de/angebote/

    Ach, und die Stadtbücherei bei uns verleiht auch Spiele.

    Den Traum 100% zu verwirklichen, wird wohl schwer. Aber man könnte evtl. Räumlichkeiten finden, in denen man Spiele der Stadtbücherei spielen kann und sich 1x die Woche oder 1x im Monat treffen. Evtl. findet man auch eine Lösung, nach den normalen Öffnungszeiten in der Bib. laut sein und spielen zu dürfen. Zudem könnte man im nächstgelegenen Hackerspace den Werkstattteil machen.
    Die Sache mit der Kinderecke wird halt schwierig.

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