Monthly Archives: March 2021

239: Jagd auf Roter Oktober (1990)

Auf Wunsch unserer Follower schauten wir diese Woche den Sean Connery Klassiker Jagd auf Roter Oktober als Ersatz für einen nicht auffind- bzw. streambaren chinesischen Film In the Mood for Love.

Sean Connery verkörpert hierbei den russischen U-Boot Kapitän und Veteranen Marko Ramius, der 1 Jahr nach dem Tod seiner Frau das modernste und neuste U-Boot der russischen Flotte “entführt” um damit in Richtung der USA zu fahren. Gejagt von der kompletten russischen Flotte und gesucht von den Amerikanern, die Angst vor einem nuklearen Erstschlag des mit einem speziellen nahezu lautlosen Antrieb ausgestatteten U-Boots. Der Film ist schön spannend und es ist sehr lange Zeit unsicher, welches Spiel Ramius spielt und was er tatsächlich vor hat – möchte er zu den USA überlaufen oder ist er nach 40 Jahren im Dienst der Marine als Ausbilder und Kapitän müde vom kalten Krieg und möchte Rache für den Tod seiner Frau? Wer den Film noch nicht kennt, der darf das gerne selbst herausfinden.

Insgesamt fasse ich mich heute recht kurz, der Film ist sehenswert und spannend. Sean Connery, Alec Baldwin und Sam Neill machen aus einem Showdown des kalten Kriegs ein spannendes und packendes Abenteuer, das für einen großen Teil mit wenigen Actionszenen und ohne große Explosionen auskommt. Mein Fazit:

Meine Wertung:

7/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung <– )

Filmisch ist es teils eine Herausforderung das dunkle U-Boot im dunklen Wasser unter See zu sehen und so ist da nicht wirklich viel Bildgewalt zu erwarten, doch trotzdem bringt der Film auch für Anfang der 90er Jahre ein ganz glaubhaftes und gutes Bild der Bewegungen der Schiffe unter Wasser rüber.

Der nächste Film auf unserer #Top250 Reise führt uns dann nächste Woche wieder nach Indien – namentlich mit dem Film “Rang De Basanti – Die Farbe Safran” aus dem Jahre 2006.

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240: Der Zauberer von Oz (1939)

Dank der Hilfe unserer Followerschaft war als Ersatzfilm für ‘Paris, Texas’ der Zauberer von Oz als Nr. 240 auf unserem #Top250 Countdown an der Reihe. Ich befürchte, mit legalen Drogen ist dieser Film für mich nicht unbedingt erträglicher zu machen. Vermutlich liegt es an mir, aber dieser Film mit seinen absolut abgefuckt verrückten Gesangseinlagen, creepy Charakteren und total dümmlichen Dialogen ist einfach nix für mich gewesen. Alles ein wenig zu sehr ‘over the top’, alles etwas zu freaky und wie ein schlechter Rausch. Klar, es waren die 30er Jahre. Der zweite Weltkrieg stand vor der Türe und es war so schon alles etwas schwierig. Die Quelle für diese Story liegt allerdings fast ein halbes Jahrhundert vorher im Buch von L. Frank Baum.

Es ist auch nicht so sehr die absolut stumpfe Story oder das total hirnlose Verhalten der Protagonisten. Das Buch und die Geschichte des Zauberers von Oz ist nunmal ein Kinderbuch – oder soll eines sein. Würde ich also deswegen meinen Kindern diesen Film zeigen wollen? Nicht zu früh. Und später – vielleicht. Und dies hat vielfältige Gründe.

Auch wenn’s vielleicht lieb gemeint ist und die Botschaft hinter der Story auch durchaus ganz süß ist, so empfinde ich die Darstellung oftmals als eher verstörend und wenig kindgerecht. Da wird auf der einen Seite die Vogelscheuche von geflügelten Monsteraffen(???) in Stücke gerissen und liegt immernoch froh und munter am Boden – auf der anderen Seite werden andauernd irgendwelche komisch aussehenden Fantasiemenschen für schlechte Musicaleinlagen genutzt, die dann von der bösen Hexe einfach mal alle getötet werden. Auch wird Dorothy als Hauptcharakter erstmal dafür gefeiert, dass Sie jemanden umgebracht hat. Yay! Die Welt von Oz ist bunt und für 1939 schön dargestellt. Eine Fantasywelt, die so bunt ist, dass ich fast erwartet hätte, dass irgendeiner der Bewohner lustig im Takt der Musik Regenbögen pupst.

Es folgen SPOILER:

Mir hingegen als bösem, bösem Menschen… kam da fast der Brechreiz. Die ganze Reise durch die Welt von Oz handelt von – Nix. Also eigentlich schon. Aber erzählerisch sammelt Dorothy ihre Party von Vogelscheche, Zinnmann und Löwe ein, kommt in Oz an, wird von der Hexe angegriffen, kann entkommen und stellt dann fest, dass der ganze Spuk eine einzige große Lüge ist. Und weil der Zauberer ein einziger großer Lügner ist, verkauft er ganz wie ein rücksichtsloser Jahrmarkthändler den Leuten dann Müll als das, was Sie eigentlich wollten. Chapeau, der Mann sollte Heizölverkäufer in Dubai werden. Keine Ahnung, was Kinder am Ende aus diesem Film lernen sollen? Lieber gut gelogen als mit der Wahrheit jemanden verletzt? Wenn du einem Menschen paar Eingeweide rausreißt, einfach zurückstopfen und hoffen, dass es schon wieder wird? Alles Friede, Freude, Eierkuchen wenn man nen zwielichtigen Typen neben einem Wagen stehen sieht – erstmal reingehen und schauen, ob er da Süßkram oder ne Wahrsagerkugel drin hat!?

Ich weiß nicht. Egal. Ich bin froh, dass es rum ist. Einfach nicht meine Art von Film und diese blöde, dümmlich gespielte Dorothy passt für mich einfach nicht mehr. Deshalb mein Fazit:

Meine Wertung:

2/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung <– )

Die zwei Punkte gibt es für 1. die Songauswahl, weil es doch Songs sind, die auch heute noch bekannt sind und 2. für den kulturellen Einfluss, den dieser Film auch heute noch bietet. Ich muss ihn nicht mögen um festzustellen, dass große Teile des Films ein Teil unserer Allgemeinbildung sind. Letzteres ist auch der Grund, warum ich den Film meinen Kindern sicherlich irgendwann zeigen würde, wenn Sie alt genug sind und auch die eher skurrilen Seiten verstehen können. Ist es ein must-see? Ja. Weil der Film gut ist? NEIN! Eventuell reicht auch ein 49 Sekunden Zusammenschnitt auf Youtube oder so.

Der nächste Film auf unserer #Top250 Liste ist bzw. wäre In the Mood for Love. Dieses chinesische Drama ist allerdings aktuell auf keiner Streamingplatform verfügbar, weshalb ich die nächsten Tage mal schauen werde, ob ich den irgendwo bekommen kann – sonst muss nochmals die Backup Liste ranhalten. Also verfolgt am Besten die nächsten Tage unsere Tweets zu #Top250 und vielleicht kommt mal wieder eine neue Umfrage. 🙂

Bis dann,

Ursu

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241: Es geschah in einer Nacht (1934)

Weiter geht es in den #Top250. Jetzt war für uns mit “It happened one night” der erste richtig alte Klassiker an der Reihe. Clarke Gable und Claudette Colbert spielen hierbei ein ungleiches Paar, dass sich auf einer Reise von Miami nach New York in einem Greyhound Bus begegnet. Sie ist hierbei auf der Flucht vor ihrem Vater, der ihre geplant Hochzeit mit einem New Yorker Piloten & Lebemann nicht gut heißt und er ist frisch gefeuert aus seinem Job als Reporter für eine große New Yorker Zeitung.

Mit viel Charme spielt Clarke Gable in großartiger Weise die Rolle des verschmitzten, cleveren Reporters, der ein Auge auf Miss Andrews geworfen hat. Diese versucht das Geheimnis ihrer Flucht von Zuhause und vor ihrem Millionen-schweren Papa zu bewahren und möglichst unerkannt nach New York zu ihrem Verlobten zu gelangen. Natürlich mit zu wenig Geld und vielen kleinen oder großen Mißgeschicken. Als Reporter findet Peter Warne sehr schnell die Wahrheit heraus und entscheidet sich der jungen Dame in Not auf ihrer Flucht zu helfen. Als Gegenleistung bekommt er die Story seines Lebens.

Alles in Allem ist es ein tolles, sehr gut gemachtes und durchaus witziges Roadmovie, das für sein Alter sehr gut gereift ist. Wir haben die 4K Remastered Edition gesehen und auch wenn der Film natürlich in Schwarz-Weiss lief und die Tonspur nicht die Beste war, so ist es ein sehr sehenswerter Film. Deshalb mein Fazit:

Meine Wertung:

8/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung <– )

Da Ich bereits heute ein Veto gegen den nächsten Film in der Liste (Paris, Texas aus dem Jahr 1984 von Wim Wenders) einlege, werden wir euch einen Film von unserer Backup Liste (Link!) auswählen lassen. Durch Zufallsauswahl sind die vier Filme, die euch zur Wahl stehen um als Nr. 240 geschaut zu werden folgende:

1. The Wizard of Oz (1939)
2. Lord of War (2005)
3. Basic Instinct (1992)
4. Geliebte Jane (2007)

Einen entsprechend Vote dazu findet ihr auf Twitter in den nächsten Stunden. Der dann ausgewählte Film wird geschaut und fliegt aus der Backup Liste. Eventuell™ wird des Öfteren die Backup Liste auch mal dazu benutzt, einen Film einzuschieben, falls wir den aktuellen Film aus der Top250 aktuell nicht günstig als Stream oder DVD/Bluray erhalten können oder wir anderweitig Lust haben zu verschieben. 🙂

Großer Dank hierbei auch an die fleißigen StrickerInner, HäklerInnen und BastlerInnen der #KnitterDerSchwafelrunde, die am Wochenende die Backup Liste um fast 200 Titel erweitert haben, die allgemein als Klassiker und mehr oder weniger must-see betrachtet werden könnten.

Bis dann,

Ursu

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242: Portrait of a Lady on Fire (2019)

Heute fasse ich mich unglaublich kurz. Dieser Film ist nicht meins. Dieser Film packt in zwei Stunden die Handlung von vielleicht 10 Minuten und diese 10 Minuten sind an Unaufgeregtheit und Entspannung kaum zu überbieten. Ich glaube die aufgeregtesten ~17 Sekunden bestehen darin, dass eine Frau an einen Strand läuft. Und das sagt eigentlich schon Alles. Ich dachte es wäre eine Romanze, ein Drama, eine Liebesgeschichte. Und das ist es durchaus. Aber die Art und Weise wie diese Geschichte erzählt wird entlockte mir ein einziges, kurzes, müdes Lächeln – drei Gähner und einen kurzen ‘Oh!’-Moment. Es ist und bleibt eben ein französischer Kunstfilm. Und da gibt es definitiv sehr schöne. Dieser langweilte mich, auch wenn die Landschaft schön war. Ich glaube tatsächlich, dass mich am Meisten daran störte, dass die zwei sich verliebenden Hauptpersonen mit einer Distanz und Kühle miteinander umgehen, die mehr verstörend ist als ein ‘hach’ auszulösen. Oder siezen Sie ihre Liebhaber vor, nach und während des Aktes? Ich hoffe nicht. Und mir ist natürlich klar, dass diese Distanz ein Stilmittel ist und mit voller Absicht dem Zuschauer in’s Gesicht springen soll und ihm schreckliche Pein und Schmerzen verursachen soll, weil’s auf einfach unglaublich dämliche Weise das “Verboten-sein” der Beziehung der Protagonistinnen darstellt. Aber will ich von einem Stilmittel genervt werden? Naja, Kunst halt…

Meine Wertung:

3/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung <– )

Es ist halt Kunst. Und die polarisiert schon mal. Dass ich genervt war hat Sie auf jeden Fall geschafft. Wer weiß schon, ob das nicht die Intention war?

Achso: !SPOILER! Es gibt Brüste, nackte Frauenkörper und eine eher verstörende Szene wo eine Achselhöhle gefingert wird. Kunstfilm eben. Was soll ich noch sagen.

Ich freu mich auf jeden Fall auf den nächsten Film: It happened one night von 1934 mit Clarke Gable und Claudette Colbert. Diesmal dann ein wahrer Klassiker.

Schönen Abend,
Ursu

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