Monthly Archives: April 2021

236: Monsters, Inc. (2001)

Nachdem Rebecca von Alfred Hitchcock aus dem Jahre 1940 Online nicht aufzutreiben war, entschlossen wir uns kurzfristig ohne Umfrage direkt mit Monsters, Inc. von Disney Pixar aus dem Jahr 2001 weiter zu machen.

Wer kennt nicht das putzige, flauschige blau-lila Supermonster Sullivan und seinen einäugigen Sidekick Mike (aka Glubschi). Seit 20 Jahren ist dieser Film nicht aus den Kinderzimmern der Welt wegzudenken. Nach Toy Story 1&2 und Das große Krabbeln in der zweiten Hälfte der 90er war es der dritte richtig große Triumph der Pixar Animation Studios.

Wer den Animationsfilm noch nicht gesehen hat und einen kleinen Überblick braucht: In einer Parallelwelt werden Kinderschreie als Energiequelle verwendet. Die sogenannte Monsters Inc. Factory ist dabei einer der Hauptversorger. Die dort angestellten Monster haben nur eine Aufgabe: Nachts durch die Türe eines Wandschranks in ein Kinderzimmer zu gelangen, das Kind aufzuwecken und so zu erschrecken, dass die Schreie ‘geerntet’ werden können.

Hauptfigur Sullivan ist hierbei sowas wie ein Superstar und Rekordhalter im Kinder erschrecken. Zusammen mit seinem grünen, einäugigen Freund Mike führt er die Bestenliste des Unternehmens an – und doch ist die Produktion nicht ausreichend um den Bedarf zu decken und das Unternehmen gefährdet pleite zu gehen. Doch eines Tages geht etwas gehörig schief und plötzlich ist ein Kleinkind mit dem Spitznamen Boo in der Welt der Monster – und es hat so garkeine Angst vor Sully, Mike Wazowski und den anderen Monstern. Und auch Sully bemerkt sehr schnell, dass entgegen aller Behauptungen die Berührung eines Kindes weder tödlich ist, noch Kinder eine Gefahr darstellen. Wenn Boo nur nicht dauernd weglaufen würde um die Welt zu erkunden…

Alles in Allem ein sehr toller Film basierend auf dem vor Allem in den USA sehr verbreiteten Trope des Monsters im Wandschrank, das bei uns vmtl. am ehesten noch dem Monster unter’m Bett gleichkommt. Zwar ist die grafische Qualität nach 20 Jahren nicht mehr ganz so shiny, wie man es in Erinnerung hatte – und doch ist es ein sehr guter Film für die ganze Familie.

Meine Wertung:

8/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung! <– )

Der nächste Film auf unserer Liste wird Studio Ghiblis Nausicaä of the Valley of the Wind sein und wir werden auch Rebecca noch nachholen müssen bzw. adequaten Ersatz liefern.

Stay tuned,

Ursu

Majoran

Ihr wacht doch auch Morgens auf und habt eine komische Idee für ne Werbekampagne für ein total verrücktes Produkt im Kopf, oder? Also inkl. Jingle, Radiowerbung, Slogan und anderem Müll, der so nebenbei im Kopf rumschwirrt wie ein ganz übler Cotton-Eye-Joe Ohrwurm, ODER?

Erstmal die Vorgesichte: Ich habe Gestern Abend Pasta gekocht. Dazu gab es eine Tomatensauce. Zur Zubereitung selbiger Sauce öffnete ich die Gewürzschublade und fand dort nebst einer ganzen Reihe sehr interessanter Gewürze: Majoran. Ich brauchte kein Majoran für die Sauce, habe mich für etwas Basilikum und eine Prise Paprikapulver entschieden,… ABER!

Dieses Wort MAJORAN hat sich dann wie ein Brenneisen magisch in mein Gehirn gebrannt. Wie ein schlechter Ohrwurm eines drittklassigen OneHitWonders ließ es mich nicht mehr los. Überall in meinem Kopf schwirrte dieses Wort herum. Warum existiert es? Woher kommt es? Warum heißt es Majoran und erinnert mich damit an Mayo und an militärische Ränge und wieso fliegen all diese Wortspiele in meinem Kopf umher?

Viele Fragen. Wenig Antworten. Aber fürchtet euch nicht, meine Leser. Ich werde versuchen ein paar davon zu beantworten und gleichzeitig mit euch zusammen zu erkunden, wie meine Gehirnwindungen nur so viel Bullshit produzieren können ohne dass der ganzen Welt auffällt, wie verrück… Oh. Nevermind…

Nun wachte ich heute Morgen auf und eine der ersten Sachen, die in meinem Kopf herumschwirrte als ich fröhlich Kaffee für meine Freundin aufsetzte und übrigen Reste Nudeln mit Sauce von Gestern in eine kleine Frühstücksschale gab,… da überkam es mich wieder…

MAJORAN. Majoran muss an Mayo ran! Gibt es MajoranMayo? Warum nicht? Wäre das eine gute Idee? An Mayo muss nur Majoran. MayoRan, nur echt mit Majoran! Major Mayo – die einzig wahre Mayo mit MAJORAN!

Dann: Bilder vor meinem inneren Auge. Ein alter Grieche, Sirtaki Musik im Hintergrund… er geht über ein Feld voller Wildblumen und Kräutern. Er genießt die morgentliche Luft, ein leichter Windhauch fährt durch sein Hemd… plötzlich bückt er sich und zupft zwischen Daumen und Zeigefinger etwas Majoran ab und führt ihn zu seiner Nase,… Schnitt, fade to Frühstückstisch mit einem Glas MayoRan und einer glücklichen Familie. Man sieht Oliven, frischen Schinken,… und den glücklichen Enkel, der sich MayoRan auf’s Brot schmiert.

Nun. Ich weiß auch nicht. Manchmal überkommt mich sowas einfach. Vielleicht mache ich demnächst tatsächlich mal selbst eine Mayo und mische etwas Majoran hinzu. Was kann schon schief gehn? Ich weiß aktuell nichtmal genau, wie Majoran schmeckt – Ich weiß, dass es verwandt mit Oregano ist und geschmacklich meist in Wurstwaren und deftigen Gerichten verarbeitet wird. Ich hätte ja mal am Majoran im Gewürzregal schnuppern können, aber ich sitze hier und schreibe einen Blogeintrag darüber, wie mein Gehirn manchmal einfach total verrückte Sachen macht.

Falls die Majoran Mafia übrigens einen Lobbyisten braucht, der werbewirksam Majoran als das beste Kraut seit der Entdeckung von Kräutern promoted: Ihr wisst ja, wo ihr mich findet!

In diesem Sinne: Lasst es euch schmecken! *hat in Gedanken schon wieder einen anderen Werbespot für MayoRan im Kopf*… diesmal eine Militärkantine… hängende Köpfe, fertige, kraftlose Rekruten vor drögem Essen… der MayoMajor kommt in die Kantine und bringt eine neue Lieferung MayoRan… die Menge JUBELT… Schnitt… ein Teller Kantinenfrass wird mit MayoRan magisch zu einem frischen und lecker aussehenden Gericht.

Und kennt ihr die Szene aus Saving Private Ryan? Wo Sie jemanden zurück lassen müssen… mit MayoRan wär das ganz anders gekommen. Da bin ich mir sicher.

Leckere Grüße,

euer Ursu

237: Rififi (1955)

Der heutige Film in der #Top250 Reihe dürfte für unsere Leser vielleicht eine Überraschung sein, weil ja eigentlich ‘Before Sunset’ angekündigt war. Dieser Film ist allerdings aktuell nicht als Stream in einer der größeren Flatrates verfügbar, als auch Teil 2 einer Filmreihe, wo ‘Before Sunrise’ später in unserer Top250 Liste noch vorkommt. Vielen Dank für diese Info an unsere #KnitterDerSchwafelrunde Gruppe in der gestrigen Jitsi Konferenz. 🙂 Entsprechend werden wir Before Sunrise und Before Sunset als Double Feature zu einem später Zeitpunkt gucken und haben heute den französischen Film Rififi von 1955 geschaut.

Der unter Regie von Jules Dassin gefilmte Streifen spielt im Paris der 50er Jahre, wo Männer der 50er Jahre Dinge der 50er Jahre tun. Sie schlagen Frauen, spielen Poker, saufen Schnaps und überfallen Juweliere um an Millionen zu kommen, die sie eigentlich nicht bräuchten, aber wofür ist man denn ein Ganove, der frisch aus dem Knast kommt?

Der Hauptdarsteller Toni saß wegen Einbruchs bereits fünf Jahre im Gefängnis und lässt es sich trotzdem nicht nehmen mit seinen drei Freunden einen weiteren Coup zu planen und durchzuführen. In knapp zwei Stunden wird also gezeigt wie diese Gangster und Lebemänner einen der größten Juweliere in Paris um Diamanten im Wert von 240Mio erleichtern um danach von einer verfeindeten Gruppe an Gangstern in’s Visier genommen zu werden, was zu einem blutigen Kampf um die Beute führt.

Ich kann nicht behaupten, dass dieser Film gut wäre. Ich kann auch nicht sagen, dass er wirklich schlecht ist – ich habe nur keinerlei Sympathie für irgendeine der dargestellten Personen. Die unglaubliche Gleichgültigkeit mit der ich mitfieberte, dass die fast zwei Stunden bald mal vorbei sind dominierte einfach. Der Film schaffte es nicht mich zu fesseln und in diese Szenerie aus Machismo, Sexismus und 50er Jahre Gangstern hineinzuziehen. Mehr als einmal war die Handlung vorhersehbar und die Konsequenz derer genauso. Mehr als einmal musste ich den Kopf schütteln über die unglaubliche Überheblichkeit der Figuren. Mein Fazit:


Meine Wertung:

2/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung <– )

Die zwei Punkte vergebe ich für zwei Dinge: Erstens, weil es durchaus sein kann, dass die Handlung für mich in 2021 vorhersehbar ist, weil so oder so ähnlich in vielen späteren Filmen gehandelt wurde. Zweitens, hat mir wenigstens etwas gefallen, wie minutiös die Gangster den Überfall auf die Minute genau planten und ihn letzlich in einer Nacht auch durchführten. Ansonsten muss ich sagen, dass dieser französische Film in eine andere Zeit gehört und er für mich kein must-see ist, dass unbedingt einen Platz in den Top250 verdient hat.

So long,
Ursu

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238: Rang De Basanti – Die Farbe Safran (2006)

Mit zwei Wochen Verspätung kommt heute der Eintrag für den nächsten Film auf unserer #Top250 Liste. Leider mit schlechten Neuigkeiten. Nach zwei Wochen und drei Anläufen können wir den Film leider nicht vollständig bewerten, weil wir auf Grund der Kameraführung und des genutzten Blurs als Stilmittel in einigen Szenen beide migräneartige Kopfschmerzen bekommen. Die Story fängt vielversprechend an, als eine junge britische Journalistin für eine Dokumentation über die indischen Revolutionäre, die in den Tagebüchern ihres Großvaters vorkommen und die von ihm damals hingerichtet wurden, nach Indien aufbricht. Dort trifft Sie an der Universität junge indische Studenten, die sie bei ihrem Traum unterstützen wollen, die Geschichte der Revolution neu zu dokumentieren.

Leider wird hierbei filmisch sehr häufig sehr schnell geschnitten, es werden helle Lichter auf dunklem Grund geblurred und die Kamera wackelt dabei so sehr, dass ich mehrfach wegschauen musste, damit mir nicht übel wird. Nachdem nach über 30 Minuten Film viele solche Szenen genutzt wurden und unsere Kopfschmerzen sich verschlimmerten, entschieden wir uns für einen Abbruch. Der Film verspricht sehr interessant zu werden, sieht man doch früh auch die Konflikte zwischen radikalen Hindi, die nicht nur gegen Pakistani wettern sondern auch gegen westliche Gedanken im Allgemeinen, der Polizei, die nur all zu bereitwillig die Hand offen hält für Bestechung jeder Art und einer Jugend, die Spaß haben möchte und ihr Leben genießen will. Umso mehr ärgert es uns, dass er für uns so nicht geschaut werden kann. Leider.

Eine Wertung fällt aus diesem Grund aus und wir versuchen vl. am Wochenende bereits Film Nr. 237 “Before Sunset” zu schauen.

Bis dann,


Ursu & Jenny