Monthly Archives: August 2021

234: Dogma (1999)

Nachdem uns Gangs of Wasseypur zu lang und anstrengend gewesen wäre, haben wir uns für den nächsten Teil der #Top250 Serie einen Film von der Backup Liste entschieden. Also schauten wir Gestern das vor Starpower strotzende Dogma aus dem Jahre 1999.

Wie fasst man diesen Film zusammen ohne zu viel zu spoilern? Vermutlich schreibe ich am Besten einfach einen extrem langen Schachtelsatz, den niemand beim ersten Lesen vollständig versteht und dann dann beim dritten Mal lesen nach vollständigem Verständnis kopfschüttelnd denkt: “Hey, das klingt so abgefuckt, das muss ich anschauen!”

Und genau das ist Dogma. Eine Mitarbeiterin einer Abtreibungsklinik wird von der Stimme Gottes aufgefordert zwei Engel daran zu hindern durch das Tor einer Kirche zu gehen, damit all ihre Sünden vergeben zu bekommen und in den Himmel zurückzukehren, was beweisen würde, dass Gott fehlbar ist und damit sämtliche Existenz auslöschen würde. Unterstützung bekommt Sie hierbei von den zwei Propheten Jay & Silent Bob sowie vom 13. Apostel Rufus. Die zwei gefallenen Engel Bartleby und Loki wollen aber auf jeden Fall zurück in den Himmel, den Sie vor Jahrtausenden verlassen mussten und seitdem in Wisconsin ihr unsterbliches Leben auf Erden verbringen mussten. Zusätzlich kommen noch ein paar Dämonen, eine strippende Muse und George Carlin als “cooler” Hipster-Kardinal, der die Kirche und den Katholizismus wieder cool und hip machen will.

Trotz viel Klamauk und 20 Jahre später teils eher grenzwertigem Humor (vor Allem was Jay betrifft) ist der Film wirklich eine Wucht. In zwei Stunden wird wunderbar ein großer Teil der Geschichte der katholischen Kirche durch den Kakao (oder andere braune Dinge) gezogen.

Meine Wertung:

7/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung! <– )

Nächste Woche geht es wohl mit Rocky weiter. Da freu ich mich ja schon eine ganze Weile drauf – vor Allem wegen Jennys Reaktion. :’)

so long,

Ursu

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235: Nausicaä of the Valley of the Wind (1984)

Nach längerer Pause geht es ab sofort wieder weiter mit den #Top250. Diesmal war der Klassiker Nausicaä von Studio Ghibli aus dem Jahr 1984 an der Reihe.

Der Film ist eigentlich wie geschaffen für die heutige Zeit und unsere Probleme. Die Welt, die im Zeichentrickfilm dargestellt wird ist eine dystopische Wüste. Die Zivilisationen wie wir sie heute kennen haben sich vor Jahrzehnten gegenseitig vernichtet und die Welt brannte. Die Umweltverschmutzung und Zerstörung der Erde führte dazu, dass nur ein paar wenige Reiche und deren Menschen überleben konnten, während sich auf der Welt ein tödlicher Wald ausgebreitet hat, in dem giftige Sporen herumfliegen, die kein menschliches Leben darin zulassen. Die Insekten in dieser Welt sind zu gigantischen Ausmaßen angewachsen und verteidigen diesen Wald gegen Eindringlinge. Als ein Volk einen der Kollosse wiederbeleben will, die vormals der Grund dafür waren, dass die Erde so vernichtet wurde, greift dieser Konflikt auch auf das Königreich der Prinzessin Nausicaä über. Das Tal der Winde und seine Einwohner leben in Harmonie mit ihrer Umwelt und durch Winde vom Meer auch geschützt vor den giftigen Pollen des Waldes – der auch Meer der Fäulnis genannt wird.

Nausicaä entdeckt, dass die Pflanzen den vergifteten Boden reinigen und somit eine menschenfreundliche Umgebung schaffen. Doch die verfeindeten Königreiche, die die endgültige Weltherrschaft anstreben und den Wald verbrennen und zerstören wollen sind zu verbissen und unnachgiebig, dass Sie nicht auf Sie hören. Es kommt zu einem Wettlauf gegen die Zeit, damit nicht auch der letzte Rest der Menschheit vernichtet wird.

Insgesamt ist es ein sehr guter Film, der allerdings bei mir seine Magie nur bedingt entfalten kann. Natürlich ist dieses apokalyptische Szenario gemessen am Klimawandel und der immer schnelleren Zerstörung unseres Planeten sehr aktuell und war 1984 zu Zeiten des kalten Kriegs mit der ständigen Bedrohung durch Nukleare Waffen in anderer Form vielleicht sogar präsenter als heute – trotzdem gibt Punkte am Film, die mir unangenehm auffallen. Charaktere im Film haben keinerlei persönliche Entwicklung. Sie sind stur und unflexibel und auch wenn Sie direkt gezeigt bekommen, wo ihre Fehler liegen machen Sie so weiter. Stur und stocksteif ohne jegliche Reflexion. Vielleicht ist das beabsichtigt, um die “Feinde der Welt” zu (ent)menschlichen, aber es weckt Unbehagen in mir.

Insgesamt ist es trotzdem ein super Film und verdient in den #Top250.

Meine Wertung:

7/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung! <– )

Nächste Woche werden wir einen Film von der Backup Liste gucken müssen, da Gangs of Wasseypur mit über 5h Spielzeit und einem anstrengenden Thema uns beiden nicht wirklich zusagt. Mal sehen, was wir stattdessen auswählen. 🙂

so long,
Ursu

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