#UrsuKochtFollower 1.0 – Die Einkaufsliste

Hallo,

Ich habe heute die freudige Aufgabe, eine Einkaufsliste zu erstellen. Für Gerichte, die ich mir (fast) vollkommen aus den Fingern gesaugt habe und die komplett improvisiert werden. Die Grundzutaten habe ich zum Glück zuhause. Ich fange einfach mal mit den Vorspeisen an:

  1. Im Ofen gebackene & mit Feta gefüllte Paprikaschoten
    + Rote Spitzpaprika
    + Fetakäse
    + Kräuter
    + Essig
    + Öl
  2. Mit Olivencreme gefüllte Champignonköpfe
    + mittlere/große Champignons
    + getrocknete Tomaten
    + grüne entsteinte Oliven
    + Zwiebel
    + Knoblauch
    + Quark
    + Honig
  3. Knoblauch-Blumenkohl Mayonnaise Dip
    + Blumenkohl
    + Knoblauch
    + Eier
    + Senf
    + Öl
    + Essig
  4. Auberginencreme Dip
    + 2 große Auberginen
    + Zwiebel
    + Eier
    + Senf
    + Öl

Hauptgericht:

  1. Steakstreifen auf Gemüsebeet mit schwedisch überbackener Ofenkartoffel
    + Steak vom Rind
    + Möhren
    + Paprika
    + Kohlrabi
    + Lauch
    + große Kartoffeln
    + geriebener Parmesan
    + Bacon
    + Rosmarin

Rezepte werde ich nach dem #UrsuKochtFollower tippen, da ich bei manchen Sachen vielleicht noch ein wenig improvisiere und/oder Zutaten dazukommen.

Einkauf dann am Donnerstag. Ich freue mich bereits riesig.

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#UrsuKochtFollower 1.0 – Das Menü

Wunderschönen guten Morgen!

In knapp über zwei Wochen findet es endlich statt! Das erste #UrsuKochtFollower, wo meine Wenigkeit (vermutlich total nervös) fünf wundervolle Gäste aus seinen Twitter Followings empfängt, um diesen mit Speis und Trank einen schönen Tag zu bieten, sich gegenseitig kennen zulernen und Spaß zu haben.

Ich hab mir die letzten Wochen schon ein wenig Gedanken gemacht, was ich dann überhaupt koche. Auf der einen Seite ist es ein echt besonderes Event für mich und man will beim ersten Mal jetzt nicht irgendwie Schnitzel mit Pommes machen, auch wenn die sicher auch manchmal ihren Reiz haben. Auf der anderen Seite möchte man auch nicht übertreiben und dann vielleicht das Gericht nicht in der Qualität kochen, die man sich wünscht oder die von den Gästen erhofft wird. Die Gäste mit dem Essen zu enttäuschen wäre für mich als Gastgeber tatsächlich ein kleiner Super-GAU. Also habe ich nachgedacht. Ich möchte Dinge kochen, von denen ich weiß, dass Ich sie in guter Qualität gekocht kriege – keine zu großen Experimente wagen (auch wenn ich IMMER irgendwas improvisiere) – und was auch nicht zu komplex ist, weil ich ja nicht die ganze Zeit nur in der Küche stehen will.

Nach Rücksprache mit den Gästen, kam hierbei bisher dieses Ergebnis zustande:

Vorspeisen:

  • Im Ofen gebackene & mit Feta gefüllte Paprikaschoten
  • Mit Olivencreme gefüllte Champignonköpfe
  • Knoblauch-Blumenkohl Mayonnaise Dip
  • Auberginencreme Dip
  • Dazu frisches Ciabatta oder Baguette

Ich werde nach Möglichkeit sämtliche dieser Sachen selbst vor- und zubereiten. Da es gemischte Vorspeisen sind, die heiß&kalt serviert werden, kann ich die Sachen größtenteils am Tag vor dem Treffen vorbereiten und dann können die Gäste sich daran genüßlich tun, während ich mich um das Hauptgericht kümmere.

Auch hier kam nach kurzer Rücksprache mit den Gästen bereits ein Ergebnis zustande:

Hauptgericht:

  • Steakstreifen auf Gemüsebeet mit schwedisch überbackener Ofenkartoffel bzw. leichter Pasta als Beilage

Aktuell habe ich NOCH keinen Nachtisch oder Dessert geplant, weil die Gäste teilweise angekündigt haben, Kuchen mitzubringen bzw. Ich auch da einfach noch keinen Plan habe, was ich da machen würde.

Für die Abendgestaltung wird es zu diversen Brett- und Gesellschaftsspielen verschiedenster Art die Möglichkeit geben sich in der Hausbar zu bedienen oder sich einfach bedienen zu lassen, da Ich auch vor habe wieder Cocktails oder Longdrinks zu mixen.

Ich freue mich riesig auf das Treffen und hoffe mich nicht komplett zum Affen zu machen und den Gästen allen einen tollen Tag bieten zu können.

Da bereits Anfragen verschiedenster Leute zu einem späteren, weiteren #UrsuKochtFollower 2.0+ kamen und Ich auf jeden Fall so ein Event auch in Zukunft nochmal anbieten will, Ich allerdings noch absolut keine Ahnung habe, wann Ich das einplanen soll, wird in den nächsten Tagen ein neues Doodle erstellt werden, wo sich potentiell interessierte Menschen (und Vampire, Werwölfe, Riesen, Zwerge, Magier etc.) eintragen können.

So long,
Ursu

P.S.: Rezepte zu den verschiedenen Sachen gibt es nach dem #UrsuKochtFollower oder auf Anfrage, weil ich zwar einen groben Plan habe, aber ich wie gesagt normalerweise viel improvisiere.

 

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Zwei Einhörner für Kinder – ein Fazit

Guten Tag,

Gestern endete die Auktion für die zwei Einhorn Schokoladen von Ritter Sport. Die Auktion erzielte die Summe von 62€. Ich habe eventuell mit ein wenig mehr gerechnet, aber es ist auch nicht so leicht, wenn man das ohne prominente Unterstützung aufzieht.

Der glückliche Gewinner der Auktion ist @PattaFeuFeu und er hat mir kurz nach Ende der Auktion auch schon den Betrag überwiesen.

Zusammen mit Direkt-Spenden von @Sintaura (30€), ellyteratur (20€) und @vacilar (20€) kam so ein Gesamtbetrag von 132€ für den Verein Initiative krebskranke Kinder e.V. in München zusammen! Da PattaFeuFeu statt den gebotenen 62€ sogar 65€ überwies, waren es dann sogar 135€. Zu diesen legte ich nochmal 15€ drauf, um den Betrag auf 150€ aufzurunden.

Ich tätigte die Spende über 150€ dann noch gestern Abend um 20Uhr.

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Ich möchte mich hier bei den über 100 Menschen auf Twitter & Facebook bedanken, die sich in irgendeiner Form daran beteiligt haben, diesen Betrag zusammen zu bekommen. Natürlich gilt besonderer Dank auch denen, die mit ihren Spenden geholfen haben, aber das kann nicht jeder und gerade bei Ebay haben wesentlich mehr mitgeboten, als letzendlich gespendet haben.

Als kleines Fazit möchte ich ziehen, dass ich so eine Aktion vmtl. nicht nochmals an eine Ebay Auktion knüpfen würde. Mir wurde im Laufe der Auktion klar, dass man das besser hätte handlen können. Ich hatte gestern die Idee, ob ein Los-System vl. nicht schlecht gewesen wäre, wo man pro 1€ Spendenbetrag ein Los mit einer Chance auf eine der zwei Einhornschokoladen hat. So hätte jeder spenden können, wie viel er will und für richtig hält und am Ende hätte ich eine Auslosung gemacht, wo natürlich jeder, der mehr spendet größere Chancen hätte. Ich habe allerdings auch keine Ahnung, ob ich da nicht vl. sogar rechtlich im Bereich des Glücksspiels bin oder so. Alles in Allem bin ich zufrieden, wie es lief und es war gerade in der stressigen Weihnachtszeit tatsächlich auch schwieriger als gedacht, Leute für einen Retweet oder Share zu motivieren – auch hier nochmal ein riesen DANKE an alle Helfer.

Der Gesamtheit halber möchte ich noch hinzufügen, dass Ich die Kosten von 6,20€ aus der erfolgreichen Ebay Auktion trage und keine Paypal Gebühren angefallen sind, da der Käufer die Ware bar bezahlt hat.

 

Vielen Dank und ein frohes Weihnachtsfest!

Ursu

 

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[#Einhörner] Selbst ist der Ursu…

…und damit die Ebay Auktion, die Spende und die Schokolade vor Weihnachten noch am eigentlichen Zielort ankommen können, habe ich soeben die Ebay Auktion gestartet. Es ließ sich leider niemand in der kurzen Zeit finden, der die Schokolade signieren will, aber die Auktion läuft ja 5 Tage!

Die Auktion Einhörner für krebskranke Kinder bei Ebay!

Frohes Bieten – ich zähle auf euch! ❤

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Einhörner, Ich brauche eure Hilfe!

Guten Tag,

Ich bin ein eventuell leicht verrückter Mensch. Einer dieser Menschen, der schonmal zwei Tage lang in einem absolut überlaufenen Webshop auf die Gelegenheit lauert, bis zu 11 dieser Ritter Sport Einhorn Sonder-Spezial-Sondereditionen zu ergattern.

Für alle, die’s noch nicht gesehen haben, das ist sie (auf meinem Schreibtisch):
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Diese Schokolade wurde mir letzten Freitag in einem Paket zugestellt. Zusammen mit 10 anderen Tafeln. Eine dieser Tafeln verlose ich seit Gestern über meinen Twitter Account hier:

Nun ist es so, dass ich auf Zwei Dinge hingewiesen wurde.

Nummer 1 ist die Tatsache, dass es tatsächlich Arschlöcher gibt, die diese Schokolade, die als Sonderedition viel zu stark limitiert war und trotzdem nur 1,99€ kostete, bei Ebay für 50€+ verkaufen. Diese Sonderedition ist eine Homage an Social Media und die Tatsache, dass Einhörner im Internet alles andere als ausgestorben sind. Ritter Sport hat hierbei eigentlich gleich mehrere Memes aufgegriffen, die fest in Social Media verankert sind und wollte eine Freude machen. Durch die strenge Limitierung und die Probleme mit dem Webshop führte dies zu viel Frust, zu Beleidigungen und auch zu inakzeptablen Aussagen wie Drohungen – sowohl bei Twitter als auch bei Facebook. Ein Straßenverkauf der Restbestände an zwei ausgewählten Standorten wurde inzwischen abgesagt – vermutlich auf Grund von Sicherheitsbedenken. Die restliche Schokolade wird gespendet um Kindern zu Weihnachten eine Freude zu machen.

Nummer 2 ist dieser Vorschlag:

Wie bereits geschrieben, habe ich die Maximal Anzahl von 11 dieser Schokoladentafeln gekauft. Nicht um das Zeug zu horten oder bei Ebay zu verticken, sondern um Weihnachtsgeschenke für exzellente Menschen zu haben und außerdem um Versandkosten zu sparen. Ab >20€ Bestellwert zahlt man nämlich keinen Versand und vermutlich hat Ritter Sport auch deswegen die Zahl auf 11 gesetzt.

Der Plan war bisher 9 dieser Tafeln vollständig an Freunde zu verschenken oder weiter zu geben, damit diese zu Weihnachten auch eine Freude bereiten können. Eine der Tafeln bekamen meine Eltern bereits und eine wurde Gestern bei der Rollenspiel Runde vernascht.

Wer Ralph Ruthe kennt und vielleicht sogar auf Twitter folgt hat sicherlich mitbekommen, dass er eine von ihm signierte Einhorn Ritter Sport bei Ebay für einen guten Zweck für über 2000€ versteigert hat.

Dies möchte ich auch tun, nicht für mich, sondern für die Initiative krebskranke Kinder e.V. in München. Ich besitze einen Ebay Account. Ich besitze die Schokolade. Was mir fehlt, ist ein wenig Unterstützung. Ich bin ein vergleichsweise kleiner Fisch im Social Media Meer und würde das auch ganz gerne bleiben, dabei aber trotzdem den Erlös für die Kinder maximieren. Ich wohne in der Nähe von München und arbeite in München. Ich suche Menschen des öffentlichen Lebens, die vielleicht bereit wären, die Schokolade und ihre einzigartige Verpackung zu einem Unikat mit Sammlerwert zu machen, wie es Ralph Ruthe machte.

Die Frage ist leider: Wie? Ich habe so kurz vor Weihnachten leider einen sehr vollen Terminkalender, und würde die Spende trotz Allem gerne vor Weihnachten tätigen. Ich bin etwas überfordert und würde jede Hilfe annehmen, um das irgendwie zu schaffen.

Die Ebay Auktion will ich aktuell eigentlich erst starten, wenn Ich in irgendeiner Form einen starken Partner habe, der die EINHORN zu etwas Besonderem macht. Sollte jemand dazu eine konträre Meinung besitzen, immer her damit. Ich habe sowas auch noch nie gemacht.  ¯\_(ツ)_/¯

Um eine höhere Reichweite zu generieren würde ich mich freuen, wenn sie diesen Blogeintrag mit Personen teilen, die mich eventuell unterstützen können. Wenn es um das ‘Pimpen’ der EINHORN mit Unterschriften, Zeichnungen oder ähnlichem geht, wäre hierbei eine Lokalität im Großraum München von großem Vorteil.

Der erste Schritt ist hiermit getan.

Achso, Ich habe geplant ZWEI Tafeln als Paar zu versteigern. Kein Einhorn sollte zu Weihnachten allein sein müssen!

LG Ursu

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Twitter

Guten Abend,

Ich hatte heute ein interessantes Gespräch über das Thema Twitter mit einem Nicht-Twitterer.

Mein Kumpel meinte: Twitter ist Dinge in die Welt hinausschreien und hoffen, dass es jemand hört – und er hat in gewisser Weise sehr Recht.

Twitter ist eine Plattform, in der man Dinge schreibt und hofft, in irgendeiner Form eine Antwort zu bekommen. Für viele ist diese Antwort ein Fav/Like oder ein ReTweet. Viele betreiben das Ganze sogar als eine Art Wettkampf, wer den besten Tweet schreibt, wer die meisten Follower hat, wer die meisten RTs bekommt (siehe Favstar.fm).  Viele freuen sich, wenn sie neue Menschen mit ihren Tweets erreichen und Konversationen über alle möglichen Themen führen können. Viele benutzen Twitter als Werbeplattform für sich selbst, ihr Produkt oder ihr Unternehmen. Viele benutzen Twitter als eine der schnellsten Nachrichtenquellen unserer Zeit. Wiederrum Andere suchen vielleicht nach der großen Liebe oder schnellem Sex – ob nun virtuell in DMs oder bei privaten Treffen. Das Alles sind aber nur Beispiele – und eines schließt das andere nicht aus.

Twitter ist unglaublich vielseitig und jeder entscheidet für sich selbst, wie er Twitter nutzt, was er auf Twitter sucht und wie er seine Ziele auf Twitter erreicht. Niemand wird gezwungen irgendwem zu folgen und jeder kann sich tatsächlich seine eigene Filterbubble bauen, wie es kaum woanders möglich ist, da kein bidirektionales Folgen wie bei Facebook Freundschaften erzwungen wird. Alles kann, nix muss. Das heißt natürlich auch, dass viele Leute einfach nur Bullshit machen und diese Freiheit ausnützen – sei es um Menschen zu trollen, Fakenews und/oder Hass zu verbreiten – für Hetze oder Mobbing. Vor wenigen Tagen wurde so ein Twitterbekannter von mir sehr internetwirksam per Hashtag für tot erklärt. Er ist keine riesige Person des öffentlichen Lebens, sondern ein relativ einfacher Journalist der sich wohl mit den falschen Trollen angelegt hat. Der Hashtag zu seinem Tod war übrigens mehrere Stunden Trending Topic #1 für Twitter Deutschland.

Für mich persönlich war Twitter im Laufe der Jahre (Mitglied seit 2008 – inzw. aber beim 2. Account) tatsächlich schon fast Alles. Vom Fluchtpunkt, wenn es mir schlecht ging und ich sonst niemanden zum Reden hatte bis zum Ort, wo Ich sehr viele Menschen getroffen habe und kennenlernen durfte, die auch einen bleibenden Eindruck in meinem Leben hinterlassen haben. Ich habe meinen ersten Job nach dem Studium eigentlich nur durch Hilfe einer Followerin bekommen, ich habe meine Ex-Freundin auf und durch Twitter kennen- und lieben gelernt. Ich habe exzellente Menschen getroffen und Freunde gefunden, auf die ich mich felsenfest verlassen kann. Ich habe Witze getweeted und mich gefreut, wenn andere mit mir lachen durften – aber auch viel geraged, geranted und ich war auch leider oft in Situationen, wo meine Tweets eher melancholisch und depressiv waren. Twitter ist Teil meines Lebens – und egal, wer mir folgt und meine Tweets liest, diese Person tut dies freiwillig und weil sie irgendeinen Aspekts meines Lebens anscheinend verfolgenswert findet. Dies ist ein großes Kompliment für mich und ich freue mich tatsächlich über jeden einzelnen meiner Follower.

Ich tweete nicht für irgendwen ausser für mich. In letzter Zeit mache ich das häufiger mal auch durch den Hashtag #nofucksgiven deutlich. Und ich tweete natürlich trotzdem wegen der Antworten. Niemand schreibt einen Tweet, damit ihn keiner liest. Twitter gibt einem einen Raum um seine Gedanken in die Welt zu schreien und auf ein Echo zu hoffen. Echo gibt es auf Twitter genug, positiv wie negativ. Viele meiner Follower, die schon paar Jahre dabei sind, kennen vmtl. Teilaspekte von mir besser, als meine eigenen Eltern. Das hat den einfachen Grund, dass es für mich einfacher ist, meine Gedanken ziellos in die Welt zu brüllen als sie mir wichtigen Personen zu erzählen, die dadurch verletzt werden könnten oder wo Ich einfach kein Echo will, weil ich weiß, dass ich es nicht so einfach ertrage. Twitter ist auch ein Ventil und gleichzeitig auch die Möglichkeit quasi-therapeutisch Meinungen von Menschen zu bekommen, die eigentlich unbeteiligte Zuschauer sind. Twitter ist Emotion pur – Liebe, Hass, Zuneigung, Abneigung, Wut, Freude, Schmerz. Man teilt einen Teil seines Lebens (manche mehr, manche weniger) mit seinen Followern und bekommt dafür die Möglichkeit, auch Teil deren Lebens zu sein, wenn man den Follow Button drückt. Das Alles macht Twitter für mich zu einem Teil von mir. Natürlich schreibe ich manchmal enorm viel Müll und mache doofe Witze, schreibe sogenannte Replies-from-Hell mit Wortwitzen, Zweideutigkeiten und doofen Kommentaren – aber das Alles ist ein Teil von mir, von Ursu. 100% echt, 98% doof. Wer mir folgt bekommt das volle Programm – von selbstreflektivem Gedankenmüll über seelenauffressenden Selbsthass bis hin zu tiefdepressiven Gedanken. Aber eben auch Witze, Spaß, politische Kommentare (ich reduzier das in letzter Zeit… die Diskussionen zehren…) und Konversation.

Ich weiß auch, dass sehr viele Menschen Twitter ganz anders als ich nutzen. Auch Follower und Followings von mir. Ich folge semi-realen oder komplett fiktiven Kunstfiguren – und diese teilweise auch mir. Ich folge den knallharten, favgeilen Wannabe-Elite-Comedians, die ihren Account als ein Forum für ihre besten Witze sehen und wo Konversation nicht gern gesehen wird, oder sogar einfach direkt gelöscht wird. Ich folge Menschen wie Du und Ich, die Twitter einfach als offenes Forum für die Diskussion über Serien, Spiele, Filme oder Bücher nutzen. Und mit allen diesen Leuten kann ich mich in gewisser Weise verstehen und das Medium Twitter für meine Unterhaltung nutzen, wie immer ich will.

Denn alles kann – nichts muss.

 

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#UrsuKochtFollower

Guten Tag,

wie meine Twitter Follower vielleicht inzwischen mitbekommen haben, führe ich seit 2 Wochen nach 5 1/2 Jahren wieder ein Singledasein.

Eine der Sachen, die Ich wirklich vermisse, seitdem Helena vor knapp 2 Monaten (aus Gründen) bereits zu ihren Eltern zurück nach Bochum gezogen ist, ist für jemanden kochen zu können. Für mich allein macht es wesentlich weniger Spaß und es kommt außerdem immer weit mehr dabei raus als Ich essen mag oder sollte.

Da ich jetzt in absehbarer Zeit auch erstmal kein Interesse an etwas Neuem habe, und die Wohnung nicht WG tauglich ist, hatte ich vor paar Tagen auf Twitter eine Idee. Wieso nicht neue Leute kennen lernen und einfach mal paar meiner Follower für ein Tweetup Wochenende oder zumindest einen Abend einladen. Ich habe den Platz, damit mehrere Leute hier übernachten können. Natürlich ist das Ganze etwas schwerer, dadurch, dass ich für viele meiner Follower am Arsch der Welt wohne (südlich von München wenige Kilometer vom Starnberger See).

Organisatorisch kann ich für bis zu 5 Personen ohne große Probleme eine Schlafmöglichkeit bieten. Ich habe eine große, bequeme Schlafcouch, wo zwei Personen locker Platz haben und ein Doppel-Luftbett, wo ebenfalls zwei Personen schlafen können. Problematisch ist natürlich, dass die zwei Personen sich potentiell nicht kennen und das natürlich auch bedacht werden muss. Mit Luftmatratzen und/oder Schlafsäcken könnte ich sogar für mehr Leute Platz finden, allerdings wird wohl das Kochen etwas stressig. Auf der einen Seite habe ich sechs Plätze am Esszimmertisch und auf der anderen Seite möchte ich für meine Besucher natürlich ein guter Gastgeber sein, und entsprechende Wünsche wie vegane oder vegetarische Kost beachten bzw. Alternativen anbieten können.

Da ja so ein Tweetup nicht nur aus Essen besteht, und man sich ja auch gerne kennen lernt, habe ich zur allgemeinen Unterhaltung eine riesige Auswahl an Brettspielen und anderen Möglichkeiten, sich zu unterhalten (z.B. während Ich in der Küche stehe und das Essen zubereite). Zusätzlich habe ich für Gäste immer eine relativ gut befüllt Hausbar mit Allem möglichen von Absinth bis Whiskey und baue den Gästen auch gerne Cocktails oder Longdrinks auf Wunsch. Also ist für eine zünftige Cocktailparty nach dem Essen auch gesorgt.

Kurz zusammengefasst:

Wann? Keine Ahnung, das hängt vor Allem von den Gästen ab und wann diese Zeit haben. Ich hätte bei Erfolg auch nichts dagegen, eine Serie solcher Treffen zu hosten. Doodle Link!

Wo? 50km südlich von München. Von München aus relativ leicht mit der Bahn zu erreichen. Abholung vom Bahnhof hier würd ich dann persönlich übernehmen.

Wer? Bisher haben sich @Miyacore und @_badmaxx_ als Interessenten gemeldet.

Was? Von mir zubereitetes Essen, Spiele, Spaß, Cocktails, etc. bei einem entspannten Tweetup mit Alpenblick.

Wieso? Langeweile, Spaß am Kochen und das Interesse, neue Leute kennen zu lernen.

Bei weiteren Fragen oder wenn ihr Interesse habt, da mal teilzunehmen -> @1QUrsu bei Twitter oder eben hier in den Kommentaren!

P.S.: Der Hashtag #UrsuKochtFollower entstand aus #UrsuBekochtFollower, allerdings fand ich die Doppeldeutigkeit von #UrsuKochtFollower interessanter. Marketing und so…

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In guter Gesellschaft…?

Guten Abend,

Mein letzter Beitrag war absichtlich sehr kurz gehalten und hat wirklich übermäßig stark dargestellt, wieso erfolgreiche Frauen und Mütter eine Bereicherung für unsere Gesellschaft sind. Es gibt auch eine andere Seite und hier möchte ich über diese schreiben.

Wie in jeder Diskussion und bei jedem polarisierenden Thema, gibt es viel mehr Grautöne als klare Schwarz & Weiß Meinungen.

Ich habe absichtlich überspitzt in der Antwort an Herrn Wagner darzustellen versucht, wieso arbeitende, erfolgreiche Mütter eine Bereicherung für unsere Gesellschaft sein können. Die andere Seite der Medaille ist allerdings, dass es kaum mehr Mütter gibt, die es sich überhaupt leisten können, nur auf ihre Kinder aufzupassen und sich um diese zu kümmern. Durch die aktuelle Gehaltssituation in Deutschland und den politisch verschärften Zwang zur Arbeit ist es nahezu unmöglich geworden, den Lebensstil als Vollzeit-Mutter zu führen, auch wenn man gerne wollte.

Zur Selbstverwirklichung gehört hierbei eben auch, Müttern die Möglichkeit zu geben, sich in der Familie zu verwirklichen – dies ist wirklich nahezu unmöglich geworden. Es geht hier nicht um Betreuungsgeld oder Kindergeld, es geht schlichtweg darum, dass früher der Mann als Partner in einer Beziehung/Ehe eine durchaus realistische Chance hatte, seine Familie mit Hausfrau und 1-3 Kindern zu ernähren. Heutzutage ist dies ohne einen Job in der oberen Mittelklasse nahezu unmöglich geworden. Es ist schlicht für viele potentielle Eltern unmöglich, sich ein Leben mit Kindern vorzustellen, wenn man selbst ohne Kinder mit 2 Jobs kaum über die Runden kommt.

Das sind sicherlich viele der Gründe, wieso die Geburtenrate nach Unten geht – nicht zwingend weil die Frauen so heiß auf Karriere sind, sondern weil Kinder-kriegen in der heutigen Gesellschaft auch keine Alternative ist, die dank der finanziellen Hürden einfach nicht zu stemmen ist. Seit Jahrezehnten werden die Mütter älter, die wenigsten Frauen werden noch vor dem 20. Lebensjahr schwanger – und wenn, dann sehr häufig auf Grund von ‘Unfällen’ während der Verwirklichung der eigenen Sexualität.

Auch dies halte ich für einen weiteren Grund für eine sinkende Geburtenrate: Wer sagt heute schon, dass er mit Anfang 20 bereit ist, sich an eine Person (ob mit oder ohne Ehe) für die nächsten ~20 Jahre zu binden. Ein Kind ist immer und unwiederbringlich eine bleibende Verbindung zwischen zwei Personen.

Unsere Gesellschaft machte in den letzten 20 Jahren auch sexuell eine weitere große Revolution durch und steckt in vielen Bereichen noch immer in eben dieser. Das Ausleben der eigenen Sexualität ist heutzutage sehr sehr wichtig und häufig ist eben ein offenes, freies Ausleben der Sexualität vielen ‘Twens’ wichtiger als eine stabile Beziehung, wie sie früher einzig möglich gewesen wäre, weil andere Lebensweisen größtenteils verpönt waren.

Bisexuelle -, Offene -, Dreiecks-Beziehungen und so viele andere Kombinationen von potentiellen Partnern in der heutigen Zeit sind in großen Teilen der Gesellschaft glücklicherweise inzwischen akzeptiert, aber auch das führt zu einem Rückgang der Geburten, dadurch dass viele Menschen sich nicht so früh im Leben auf einen Partner oder eine bestimmte Lebensweise einschränken wollen. Experimentieren und Ausprobieren gewinnt gegen die Aussicht, vielleicht einen Fehler zu machen und dann schon bald darauf einen weiteren Beitrag zur Statistik für Scheidungen und/oder Alleinerziehende Eltern zu leisten.

Unsere Gesellschaft wurde also in den letzten Jahrzehnten nicht nur wesentlich offener und freier für die Wahl des Lebenswandels für junge Erwachsene – sie wurde leider auch wesentlich kinder-unfreundlicher.

Und in einem Punkt hat Herr Wagner nämlich Recht: Es wäre an der Zeit für die Politiker, Paaren mit Kinderwunsch genauso in ihrer Selbstverwirklichung zu unterstützen, wie Frauen, die eben gerne im Vorstand eines großen Konzern sitzen wollen.

Doch es ist ein Drahtseilakt, um den ich keinen unserer Politiker beneide, denn die andere Wahrheit ist auch: Wir haben bereits jetzt Probleme in der Kinderbetreuung und im Schulsystem – ein gesetzlich induzierter Baby-Boom könnte fatale Folgen für unsere Gesellschaft haben. Wie bei Allem, kommt es hier auf die richtige Dosis an.

Kinderkriegen zu fördern, nur um eine Statistik zu schönen ist genauso falsch, wie das Beweinen einer längst vergangenen Gesellschaftsstruktur, die andere Probleme zu bewältigen hatte.

Herzlichst,

Ursu

Mutter, oh Mutter… der Franz Josef Wagner ist da!

Lieber Franz Josef,

wir alle wollen mehr Babys. Vor Allem die Leute, die den Erfolg einer Gesellschaft an der Geburtenrate bemeßen, wie es vl. im Mittelalter praktiziert wurde oder wie es in der Schweinezucht der Fall ist. Für mich sind dies Ewig-Gestrige, wie sie eben auch. Dinosaurier, die den Wandel der Gesellschaft in den letzten Jahren verschlafen haben und traurig in die Vergangenheit blicken, als Frauen noch hinter dem Herd standen, die Kinder durchfütterten und dem Mann den Mund abwischen, nachdem er ‘das Geld heimgebracht’ hat. Nebenbei dienen sie dem Mann seiner persönlichen Erfüllung, in dem Sie ihm Töchter und Söhne schenken.

Wer ist schuld?

Der Zeitgeist natürlich. Es ist nicht mehr 1960. Es ist 2015 und wir haben emanzipierte Frauen, Männer und sogar Transgender-Menschen in unserer Gesellschaft. Aus einer Gesellschaft der einfachen Einteilung in gesellschaftlichen Erfolg wurde eine Gesellschaft des persönlichen Erfolgs. Die Selbstverwirklichung steht im Vordergrund, für Frauen, Männer, Trans-Menschen. Das persönliche Gefühl, etwas in seinem Leben erreicht zu haben, ist in der Priorität des Menschen wichtiger geworden. Sie würden vermutlich sagen: “Ein Haus, ein Kind, ein Baum.” Was will man mehr? Ja, was will man mehr? Glück, Selbstverwirklichung, das Gefühl etwas anders gemacht zu haben, anders als alle anderen, seinem Leben eine persönliche Note zu geben, die es zu dem eigenen Leben macht und nicht zu einem Retorten-Standard-Vorstadt-Leben. Mütter machen Karriere, Mütter haben Hosenanzüge an und Mütter geben ihre Kinder in Kitas ab. Mütter tun dies, weil sich ihr Leben nicht mehr nur um die ‘Anderen’ Mitglieder der Familie dreht, sondern viel mehr Ich-zentriert ist. Und das ist auch gut so.

Was ist aus unseren Müttern geworden?

Sie sind Business-Frauen, Power-Frauen, sie trinken Smoothies, sie laufen sich im Fitnesscenter ihr Fett ab, sie sind Chefredakteurinnen, sie sitzen im Aufsichtsrat und sind immer noch Mütter – aber (meist) später und mit einer vollkommen anderen Qualität.

Sie sind wie Mütter sein müssen!

Sie sind für ihre Kinder da, wenn Sie gebraucht werden – und wenn es die Karriere gerade nicht zulässt, haben sie einen zuverlässigen, modernen Partner, der aushilft. Aus den Müttern der Vergangenheit wurden Super-Mütter, die selbstverständlich ihren eigenen Erfolg mit ihren Kindern teilen und diesen auch in die Erziehung der nächsten Generation einfließen lassen.

Das Modell der Mutter mit 3-4 Kindern, dass ihr gesamtes Leben der Familie widmet, ist veraltet – so veraltet wie ihre Ansichten. Das Modell der heutigen Mutter ist ein Modell der Hochleistungsmutter. Unsere Gesellschaft ist im Wandel – von Quantität zu Qualität.

Es gibt nichts Schöneres als ein Baby, das schläft, zuzudecken. Es zu küssen und Gute Nacht zu sagen im Wissen, dass man ihm eine wundervolle Zukunft bieten kann!

Herzlichst,

Alexander ‘Ursu’ J.

Dieser Beitrag ist eine Antwort auf diesen Artikel in der BILD Kolumne ‘Post von Wagner’:

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Die Sache mit der Depression und dem Berufsverbot

Guten Tag, guten Abend, gute Nacht Deutschland.

Es fegt ein Shitstorm durch Twitter und soziale Medien. Depressive sollen mit Arbeitsverbot belegt werden!

SKANDAL! Nieder mit der CSU! Rücktritt! Rausschmiß!!!11ölf

Wenn wir hier Steinigungen hätten, die ersten Online-Steine sind bereits geworfen.

Nun gut, sagt man sich – viele dumme Ideen kommen ja aus Bayern und manche davon sind geschmackssache – aber so richtig positiv steht den meisten Ideen der CSU im Netz nur eine Minderheit gegenüber. Von der Maut (die ich persönlich in der Idee gut fand und deren letzliche Umsetzung indiskutabel ist… aber dazu vl. wann anders beim Bierchen) bis zu diversen Kapriolen bayrischer CSU Abgeordneter in der EU… Wo die Bayern grad weiß-blauen Traumhimmel sehen, fliegt meist schon ein brauner Sturm aus argumentativer Scheisse aus Restdeutschland gen Süden.

So, genug geschwallt. Wir wollen mal Fakten! Ich habe mal gegoogled. Macht man heute so, und ich habe mehrere Artikel zum Vorstoß von Herr Herrmann gelesen – der Mann ist übrigens Innenminister Bayerns. Um mal hier ein wenig mit Fakten um mich zu werfen: Zitate aus der Zeit. (Google Suchergebnis #1, weil ich faul bin!)

…hält Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ein Berufsverbot für Menschen mit Depressionen für denkbar. Voraussetzung sei eine “sorgfältige medizinische Begutachtung”, sagte Herrmann dem Focus laut einem vorab veröffentlichten Bericht.

Wenn diese Begutachtung zu dem Ergebnis komme, “dass etwa ein Pilot, ein Busfahrer oder ein Taxifahrer dauerhaft nicht mehr geeignet ist, Menschen oder sonstige Güter zu transportieren, ohne dass Gefahr für Leib und Leben anderer besteht, dann kann solchen Personen auch der Führerschein beziehungsweise die Lizenz entzogen werden”, sagte Herrmann.

Okay. Punkt 1: “sorgfältige medizinische Begutachtung”! Bedeutet: Keiner verliert seinen Job, nur weil er depressiv ist. Er verliert eventuell seinen Job, wenn er depressiv ist UND eine potentielle Gefahr für sich oder das Leben anderer darstellt. Ich sehe das Problem nicht. Das klingt für mich mehr als logisch. Herr Herrmann will also in Einzelfällen, potentiel Suizidgefährdete Personen aus dem ‘Verkehr’ ziehen – mehr wörtlich als bildlich. Wieso dieser Shitstorm? Er redet nicht von Depressiven im Allgemeinen sondern von Menschen, die sich selbst nicht helfen können und auf Hilfe angewiesen sind. Würden sie sich in einen Bus setzen, wo der Fahrer eventuell nicht ‘ganz sauber’ ist im Kopf und ganz eventuell mit dem Gedanken spielen könnte, sich das Leben zu nehmen? Ich zahl Ihnen das Ticket. Aber Bus-, Taxi-, Krankenwagenfahrer etc. haben mehr Verantwortung als nur für sich selbst. Doch LEIDER ist die Depression eine Krankheit, die einen sämtliche Verantwortung verlieren und vergessen lässt, wenn man nur noch sich selbst und seine (pardon my french) BESCHISSENE Lebenssituation sieht. Punkt 2: Die Aussage von Herr Herrmann ist der aus Bayern sehr gewohnte Stammtisch-Populismus, der bei aktuellen Themen IMMER zum Vorschein kommt um Wählerstimmen zu fangen. Das verdient einen Shitstorm, die Aussage an sich nicht – schon allein, weil es ein minimaler Bruchteil aller Depressiven in Deutschland ist, der davon betroffen wäre.

SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach äußerte sich ähnlich. “Bei bestimmten Formen der Depression könnte ein Berufsverbot unter bestimmten Umständen notwendig sein”, sagte Lauterbach dem Magazin. Das hänge aber sehr vom Einzelfall ab. “Wenn etwa eine gefährliche Depression klar diagnostiziert wird und sich der Patient einer Behandlung verweigert, wäre ein Berufsverbot die letzte Konsequenz.”

Oha, da bläst einer in’s gleiche Horn wie Herr Herrmann (Ich möchte ihnen hierbei nahelegen diesen Namen mal ganz bewusst DEUTSCH auszusprechen, kann man dann nur lächerlich finden!). Und der Mann ist von der SPD – und er redet von Einzelfällen unter bestimmten Umständen. Der Mann hat Recht – oder würden Sie ihr Kind gerne auf Klassenfahrt schicken, wenn der Busfahrer eine Historie von Selbstmordversuchen hinter sich hat?

Um es mal abzuschließen: Viel Lärm um Nichts! Populismus gibt es nicht erst seit Heute Morgen und unsere (mit Verlaub ‘beschissenen’) Medien spielen da mit. Wäre die Überschrift nämlich nicht “Bayerns Innenminister erwägt Berufsverbot für Depressive” gewesen, wäre der Aufschrei vmtl. kleiner ausgefallen.

Ich bin selber Depressionspatient. Ich leide an einer depressiven Angststörung und nehme Anti-Depressiva. Ich fühle mich von dem Artikel oder von der Aussage von Herr Herrmann (*kicher*) oder Herr Lauterbach in keinster Weise angesprochen. Denn ich würde NIEMALS Selbstmord begehen und schon garnicht andere Menschen dabei mit hineinziehen wollen – ebenso geht es ungefähr 99.9% der anderen Depressionspatienten in Deutschland. Der Pilot der Germanwings-Maschine war eine Ausnahme und sollte eine bleiben – dass dürfte Jedem klar sein. Leider ticken aber eben nicht alle Menschen so, und wo es jetzt einen Präzendenzfall gibt, könnte es Nachahmer geben. Der Pilot wollte wohl mit einem Knall abtreten (no pun intended) und er hat das geschafft – es ist jetzt eine Aufgabe der Gesellschaft, weitere Amokläufe ähnlicher Art zu verhindern so gut es geht.

Wieso Herr Herrmann (es wird von mal zu mal besser…) nun geshitstormed wird, ist mir nicht klar. Vermutlich ist es eine große Portion ‘Ich habe lediglich die Überschrift gelesen, weil ich sonst zu faul bin’ und auch viel Mitläufertum PLUS eine Prise ‘Bayern ist eh Ausland und CSU Scheisse – da hau’ mer gerne drauf!’.

Ich bin anderer Meinung, aber das bin nur ich – ein Depressionspatient.

Viele Grüße,

euer Ursu

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