236: Monsters, Inc. (2001)

Nachdem Rebecca von Alfred Hitchcock aus dem Jahre 1940 Online nicht aufzutreiben war, entschlossen wir uns kurzfristig ohne Umfrage direkt mit Monsters, Inc. von Disney Pixar aus dem Jahr 2001 weiter zu machen.

Wer kennt nicht das putzige, flauschige blau-lila Supermonster Sullivan und seinen einäugigen Sidekick Mike (aka Glubschi). Seit 20 Jahren ist dieser Film nicht aus den Kinderzimmern der Welt wegzudenken. Nach Toy Story 1&2 und Das große Krabbeln in der zweiten Hälfte der 90er war es der dritte richtig große Triumph der Pixar Animation Studios.

Wer den Animationsfilm noch nicht gesehen hat und einen kleinen Überblick braucht: In einer Parallelwelt werden Kinderschreie als Energiequelle verwendet. Die sogenannte Monsters Inc. Factory ist dabei einer der Hauptversorger. Die dort angestellten Monster haben nur eine Aufgabe: Nachts durch die Türe eines Wandschranks in ein Kinderzimmer zu gelangen, das Kind aufzuwecken und so zu erschrecken, dass die Schreie ‘geerntet’ werden können.

Hauptfigur Sullivan ist hierbei sowas wie ein Superstar und Rekordhalter im Kinder erschrecken. Zusammen mit seinem grünen, einäugigen Freund Mike führt er die Bestenliste des Unternehmens an – und doch ist die Produktion nicht ausreichend um den Bedarf zu decken und das Unternehmen gefährdet pleite zu gehen. Doch eines Tages geht etwas gehörig schief und plötzlich ist ein Kleinkind mit dem Spitznamen Boo in der Welt der Monster – und es hat so garkeine Angst vor Sully, Mike Wazowski und den anderen Monstern. Und auch Sully bemerkt sehr schnell, dass entgegen aller Behauptungen die Berührung eines Kindes weder tödlich ist, noch Kinder eine Gefahr darstellen. Wenn Boo nur nicht dauernd weglaufen würde um die Welt zu erkunden…

Alles in Allem ein sehr toller Film basierend auf dem vor Allem in den USA sehr verbreiteten Trope des Monsters im Wandschrank, das bei uns vmtl. am ehesten noch dem Monster unter’m Bett gleichkommt. Zwar ist die grafische Qualität nach 20 Jahren nicht mehr ganz so shiny, wie man es in Erinnerung hatte – und doch ist es ein sehr guter Film für die ganze Familie.

Meine Wertung:

8/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung! <– )

Der nächste Film auf unserer Liste wird Studio Ghiblis Nausicaä of the Valley of the Wind sein und wir werden auch Rebecca noch nachholen müssen bzw. adequaten Ersatz liefern.

Stay tuned,

Ursu

Majoran

Ihr wacht doch auch Morgens auf und habt eine komische Idee für ne Werbekampagne für ein total verrücktes Produkt im Kopf, oder? Also inkl. Jingle, Radiowerbung, Slogan und anderem Müll, der so nebenbei im Kopf rumschwirrt wie ein ganz übler Cotton-Eye-Joe Ohrwurm, ODER?

Erstmal die Vorgesichte: Ich habe Gestern Abend Pasta gekocht. Dazu gab es eine Tomatensauce. Zur Zubereitung selbiger Sauce öffnete ich die Gewürzschublade und fand dort nebst einer ganzen Reihe sehr interessanter Gewürze: Majoran. Ich brauchte kein Majoran für die Sauce, habe mich für etwas Basilikum und eine Prise Paprikapulver entschieden,… ABER!

Dieses Wort MAJORAN hat sich dann wie ein Brenneisen magisch in mein Gehirn gebrannt. Wie ein schlechter Ohrwurm eines drittklassigen OneHitWonders ließ es mich nicht mehr los. Überall in meinem Kopf schwirrte dieses Wort herum. Warum existiert es? Woher kommt es? Warum heißt es Majoran und erinnert mich damit an Mayo und an militärische Ränge und wieso fliegen all diese Wortspiele in meinem Kopf umher?

Viele Fragen. Wenig Antworten. Aber fürchtet euch nicht, meine Leser. Ich werde versuchen ein paar davon zu beantworten und gleichzeitig mit euch zusammen zu erkunden, wie meine Gehirnwindungen nur so viel Bullshit produzieren können ohne dass der ganzen Welt auffällt, wie verrück… Oh. Nevermind…

Nun wachte ich heute Morgen auf und eine der ersten Sachen, die in meinem Kopf herumschwirrte als ich fröhlich Kaffee für meine Freundin aufsetzte und übrigen Reste Nudeln mit Sauce von Gestern in eine kleine Frühstücksschale gab,… da überkam es mich wieder…

MAJORAN. Majoran muss an Mayo ran! Gibt es MajoranMayo? Warum nicht? Wäre das eine gute Idee? An Mayo muss nur Majoran. MayoRan, nur echt mit Majoran! Major Mayo – die einzig wahre Mayo mit MAJORAN!

Dann: Bilder vor meinem inneren Auge. Ein alter Grieche, Sirtaki Musik im Hintergrund… er geht über ein Feld voller Wildblumen und Kräutern. Er genießt die morgentliche Luft, ein leichter Windhauch fährt durch sein Hemd… plötzlich bückt er sich und zupft zwischen Daumen und Zeigefinger etwas Majoran ab und führt ihn zu seiner Nase,… Schnitt, fade to Frühstückstisch mit einem Glas MayoRan und einer glücklichen Familie. Man sieht Oliven, frischen Schinken,… und den glücklichen Enkel, der sich MayoRan auf’s Brot schmiert.

Nun. Ich weiß auch nicht. Manchmal überkommt mich sowas einfach. Vielleicht mache ich demnächst tatsächlich mal selbst eine Mayo und mische etwas Majoran hinzu. Was kann schon schief gehn? Ich weiß aktuell nichtmal genau, wie Majoran schmeckt – Ich weiß, dass es verwandt mit Oregano ist und geschmacklich meist in Wurstwaren und deftigen Gerichten verarbeitet wird. Ich hätte ja mal am Majoran im Gewürzregal schnuppern können, aber ich sitze hier und schreibe einen Blogeintrag darüber, wie mein Gehirn manchmal einfach total verrückte Sachen macht.

Falls die Majoran Mafia übrigens einen Lobbyisten braucht, der werbewirksam Majoran als das beste Kraut seit der Entdeckung von Kräutern promoted: Ihr wisst ja, wo ihr mich findet!

In diesem Sinne: Lasst es euch schmecken! *hat in Gedanken schon wieder einen anderen Werbespot für MayoRan im Kopf*… diesmal eine Militärkantine… hängende Köpfe, fertige, kraftlose Rekruten vor drögem Essen… der MayoMajor kommt in die Kantine und bringt eine neue Lieferung MayoRan… die Menge JUBELT… Schnitt… ein Teller Kantinenfrass wird mit MayoRan magisch zu einem frischen und lecker aussehenden Gericht.

Und kennt ihr die Szene aus Saving Private Ryan? Wo Sie jemanden zurück lassen müssen… mit MayoRan wär das ganz anders gekommen. Da bin ich mir sicher.

Leckere Grüße,

euer Ursu

237: Rififi (1955)

Der heutige Film in der #Top250 Reihe dürfte für unsere Leser vielleicht eine Überraschung sein, weil ja eigentlich ‘Before Sunset’ angekündigt war. Dieser Film ist allerdings aktuell nicht als Stream in einer der größeren Flatrates verfügbar, als auch Teil 2 einer Filmreihe, wo ‘Before Sunrise’ später in unserer Top250 Liste noch vorkommt. Vielen Dank für diese Info an unsere #KnitterDerSchwafelrunde Gruppe in der gestrigen Jitsi Konferenz. 🙂 Entsprechend werden wir Before Sunrise und Before Sunset als Double Feature zu einem später Zeitpunkt gucken und haben heute den französischen Film Rififi von 1955 geschaut.

Der unter Regie von Jules Dassin gefilmte Streifen spielt im Paris der 50er Jahre, wo Männer der 50er Jahre Dinge der 50er Jahre tun. Sie schlagen Frauen, spielen Poker, saufen Schnaps und überfallen Juweliere um an Millionen zu kommen, die sie eigentlich nicht bräuchten, aber wofür ist man denn ein Ganove, der frisch aus dem Knast kommt?

Der Hauptdarsteller Toni saß wegen Einbruchs bereits fünf Jahre im Gefängnis und lässt es sich trotzdem nicht nehmen mit seinen drei Freunden einen weiteren Coup zu planen und durchzuführen. In knapp zwei Stunden wird also gezeigt wie diese Gangster und Lebemänner einen der größten Juweliere in Paris um Diamanten im Wert von 240Mio erleichtern um danach von einer verfeindeten Gruppe an Gangstern in’s Visier genommen zu werden, was zu einem blutigen Kampf um die Beute führt.

Ich kann nicht behaupten, dass dieser Film gut wäre. Ich kann auch nicht sagen, dass er wirklich schlecht ist – ich habe nur keinerlei Sympathie für irgendeine der dargestellten Personen. Die unglaubliche Gleichgültigkeit mit der ich mitfieberte, dass die fast zwei Stunden bald mal vorbei sind dominierte einfach. Der Film schaffte es nicht mich zu fesseln und in diese Szenerie aus Machismo, Sexismus und 50er Jahre Gangstern hineinzuziehen. Mehr als einmal war die Handlung vorhersehbar und die Konsequenz derer genauso. Mehr als einmal musste ich den Kopf schütteln über die unglaubliche Überheblichkeit der Figuren. Mein Fazit:


Meine Wertung:

2/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung <– )

Die zwei Punkte vergebe ich für zwei Dinge: Erstens, weil es durchaus sein kann, dass die Handlung für mich in 2021 vorhersehbar ist, weil so oder so ähnlich in vielen späteren Filmen gehandelt wurde. Zweitens, hat mir wenigstens etwas gefallen, wie minutiös die Gangster den Überfall auf die Minute genau planten und ihn letzlich in einer Nacht auch durchführten. Ansonsten muss ich sagen, dass dieser französische Film in eine andere Zeit gehört und er für mich kein must-see ist, dass unbedingt einen Platz in den Top250 verdient hat.

So long,
Ursu

Tagged ,

238: Rang De Basanti – Die Farbe Safran (2006)

Mit zwei Wochen Verspätung kommt heute der Eintrag für den nächsten Film auf unserer #Top250 Liste. Leider mit schlechten Neuigkeiten. Nach zwei Wochen und drei Anläufen können wir den Film leider nicht vollständig bewerten, weil wir auf Grund der Kameraführung und des genutzten Blurs als Stilmittel in einigen Szenen beide migräneartige Kopfschmerzen bekommen. Die Story fängt vielversprechend an, als eine junge britische Journalistin für eine Dokumentation über die indischen Revolutionäre, die in den Tagebüchern ihres Großvaters vorkommen und die von ihm damals hingerichtet wurden, nach Indien aufbricht. Dort trifft Sie an der Universität junge indische Studenten, die sie bei ihrem Traum unterstützen wollen, die Geschichte der Revolution neu zu dokumentieren.

Leider wird hierbei filmisch sehr häufig sehr schnell geschnitten, es werden helle Lichter auf dunklem Grund geblurred und die Kamera wackelt dabei so sehr, dass ich mehrfach wegschauen musste, damit mir nicht übel wird. Nachdem nach über 30 Minuten Film viele solche Szenen genutzt wurden und unsere Kopfschmerzen sich verschlimmerten, entschieden wir uns für einen Abbruch. Der Film verspricht sehr interessant zu werden, sieht man doch früh auch die Konflikte zwischen radikalen Hindi, die nicht nur gegen Pakistani wettern sondern auch gegen westliche Gedanken im Allgemeinen, der Polizei, die nur all zu bereitwillig die Hand offen hält für Bestechung jeder Art und einer Jugend, die Spaß haben möchte und ihr Leben genießen will. Umso mehr ärgert es uns, dass er für uns so nicht geschaut werden kann. Leider.

Eine Wertung fällt aus diesem Grund aus und wir versuchen vl. am Wochenende bereits Film Nr. 237 “Before Sunset” zu schauen.

Bis dann,


Ursu & Jenny

239: Jagd auf Roter Oktober (1990)

Auf Wunsch unserer Follower schauten wir diese Woche den Sean Connery Klassiker Jagd auf Roter Oktober als Ersatz für einen nicht auffind- bzw. streambaren chinesischen Film In the Mood for Love.

Sean Connery verkörpert hierbei den russischen U-Boot Kapitän und Veteranen Marko Ramius, der 1 Jahr nach dem Tod seiner Frau das modernste und neuste U-Boot der russischen Flotte “entführt” um damit in Richtung der USA zu fahren. Gejagt von der kompletten russischen Flotte und gesucht von den Amerikanern, die Angst vor einem nuklearen Erstschlag des mit einem speziellen nahezu lautlosen Antrieb ausgestatteten U-Boots. Der Film ist schön spannend und es ist sehr lange Zeit unsicher, welches Spiel Ramius spielt und was er tatsächlich vor hat – möchte er zu den USA überlaufen oder ist er nach 40 Jahren im Dienst der Marine als Ausbilder und Kapitän müde vom kalten Krieg und möchte Rache für den Tod seiner Frau? Wer den Film noch nicht kennt, der darf das gerne selbst herausfinden.

Insgesamt fasse ich mich heute recht kurz, der Film ist sehenswert und spannend. Sean Connery, Alec Baldwin und Sam Neill machen aus einem Showdown des kalten Kriegs ein spannendes und packendes Abenteuer, das für einen großen Teil mit wenigen Actionszenen und ohne große Explosionen auskommt. Mein Fazit:

Meine Wertung:

7/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung <– )

Filmisch ist es teils eine Herausforderung das dunkle U-Boot im dunklen Wasser unter See zu sehen und so ist da nicht wirklich viel Bildgewalt zu erwarten, doch trotzdem bringt der Film auch für Anfang der 90er Jahre ein ganz glaubhaftes und gutes Bild der Bewegungen der Schiffe unter Wasser rüber.

Der nächste Film auf unserer #Top250 Reise führt uns dann nächste Woche wieder nach Indien – namentlich mit dem Film “Rang De Basanti – Die Farbe Safran” aus dem Jahre 2006.

Tagged , ,

240: Der Zauberer von Oz (1939)

Dank der Hilfe unserer Followerschaft war als Ersatzfilm für ‘Paris, Texas’ der Zauberer von Oz als Nr. 240 auf unserem #Top250 Countdown an der Reihe. Ich befürchte, mit legalen Drogen ist dieser Film für mich nicht unbedingt erträglicher zu machen. Vermutlich liegt es an mir, aber dieser Film mit seinen absolut abgefuckt verrückten Gesangseinlagen, creepy Charakteren und total dümmlichen Dialogen ist einfach nix für mich gewesen. Alles ein wenig zu sehr ‘over the top’, alles etwas zu freaky und wie ein schlechter Rausch. Klar, es waren die 30er Jahre. Der zweite Weltkrieg stand vor der Türe und es war so schon alles etwas schwierig. Die Quelle für diese Story liegt allerdings fast ein halbes Jahrhundert vorher im Buch von L. Frank Baum.

Es ist auch nicht so sehr die absolut stumpfe Story oder das total hirnlose Verhalten der Protagonisten. Das Buch und die Geschichte des Zauberers von Oz ist nunmal ein Kinderbuch – oder soll eines sein. Würde ich also deswegen meinen Kindern diesen Film zeigen wollen? Nicht zu früh. Und später – vielleicht. Und dies hat vielfältige Gründe.

Auch wenn’s vielleicht lieb gemeint ist und die Botschaft hinter der Story auch durchaus ganz süß ist, so empfinde ich die Darstellung oftmals als eher verstörend und wenig kindgerecht. Da wird auf der einen Seite die Vogelscheuche von geflügelten Monsteraffen(???) in Stücke gerissen und liegt immernoch froh und munter am Boden – auf der anderen Seite werden andauernd irgendwelche komisch aussehenden Fantasiemenschen für schlechte Musicaleinlagen genutzt, die dann von der bösen Hexe einfach mal alle getötet werden. Auch wird Dorothy als Hauptcharakter erstmal dafür gefeiert, dass Sie jemanden umgebracht hat. Yay! Die Welt von Oz ist bunt und für 1939 schön dargestellt. Eine Fantasywelt, die so bunt ist, dass ich fast erwartet hätte, dass irgendeiner der Bewohner lustig im Takt der Musik Regenbögen pupst.

Es folgen SPOILER:

Mir hingegen als bösem, bösem Menschen… kam da fast der Brechreiz. Die ganze Reise durch die Welt von Oz handelt von – Nix. Also eigentlich schon. Aber erzählerisch sammelt Dorothy ihre Party von Vogelscheche, Zinnmann und Löwe ein, kommt in Oz an, wird von der Hexe angegriffen, kann entkommen und stellt dann fest, dass der ganze Spuk eine einzige große Lüge ist. Und weil der Zauberer ein einziger großer Lügner ist, verkauft er ganz wie ein rücksichtsloser Jahrmarkthändler den Leuten dann Müll als das, was Sie eigentlich wollten. Chapeau, der Mann sollte Heizölverkäufer in Dubai werden. Keine Ahnung, was Kinder am Ende aus diesem Film lernen sollen? Lieber gut gelogen als mit der Wahrheit jemanden verletzt? Wenn du einem Menschen paar Eingeweide rausreißt, einfach zurückstopfen und hoffen, dass es schon wieder wird? Alles Friede, Freude, Eierkuchen wenn man nen zwielichtigen Typen neben einem Wagen stehen sieht – erstmal reingehen und schauen, ob er da Süßkram oder ne Wahrsagerkugel drin hat!?

Ich weiß nicht. Egal. Ich bin froh, dass es rum ist. Einfach nicht meine Art von Film und diese blöde, dümmlich gespielte Dorothy passt für mich einfach nicht mehr. Deshalb mein Fazit:

Meine Wertung:

2/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung <– )

Die zwei Punkte gibt es für 1. die Songauswahl, weil es doch Songs sind, die auch heute noch bekannt sind und 2. für den kulturellen Einfluss, den dieser Film auch heute noch bietet. Ich muss ihn nicht mögen um festzustellen, dass große Teile des Films ein Teil unserer Allgemeinbildung sind. Letzteres ist auch der Grund, warum ich den Film meinen Kindern sicherlich irgendwann zeigen würde, wenn Sie alt genug sind und auch die eher skurrilen Seiten verstehen können. Ist es ein must-see? Ja. Weil der Film gut ist? NEIN! Eventuell reicht auch ein 49 Sekunden Zusammenschnitt auf Youtube oder so.

Der nächste Film auf unserer #Top250 Liste ist bzw. wäre In the Mood for Love. Dieses chinesische Drama ist allerdings aktuell auf keiner Streamingplatform verfügbar, weshalb ich die nächsten Tage mal schauen werde, ob ich den irgendwo bekommen kann – sonst muss nochmals die Backup Liste ranhalten. Also verfolgt am Besten die nächsten Tage unsere Tweets zu #Top250 und vielleicht kommt mal wieder eine neue Umfrage. 🙂

Bis dann,

Ursu

Tagged , ,

241: Es geschah in einer Nacht (1934)

Weiter geht es in den #Top250. Jetzt war für uns mit “It happened one night” der erste richtig alte Klassiker an der Reihe. Clarke Gable und Claudette Colbert spielen hierbei ein ungleiches Paar, dass sich auf einer Reise von Miami nach New York in einem Greyhound Bus begegnet. Sie ist hierbei auf der Flucht vor ihrem Vater, der ihre geplant Hochzeit mit einem New Yorker Piloten & Lebemann nicht gut heißt und er ist frisch gefeuert aus seinem Job als Reporter für eine große New Yorker Zeitung.

Mit viel Charme spielt Clarke Gable in großartiger Weise die Rolle des verschmitzten, cleveren Reporters, der ein Auge auf Miss Andrews geworfen hat. Diese versucht das Geheimnis ihrer Flucht von Zuhause und vor ihrem Millionen-schweren Papa zu bewahren und möglichst unerkannt nach New York zu ihrem Verlobten zu gelangen. Natürlich mit zu wenig Geld und vielen kleinen oder großen Mißgeschicken. Als Reporter findet Peter Warne sehr schnell die Wahrheit heraus und entscheidet sich der jungen Dame in Not auf ihrer Flucht zu helfen. Als Gegenleistung bekommt er die Story seines Lebens.

Alles in Allem ist es ein tolles, sehr gut gemachtes und durchaus witziges Roadmovie, das für sein Alter sehr gut gereift ist. Wir haben die 4K Remastered Edition gesehen und auch wenn der Film natürlich in Schwarz-Weiss lief und die Tonspur nicht die Beste war, so ist es ein sehr sehenswerter Film. Deshalb mein Fazit:

Meine Wertung:

8/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung <– )

Da Ich bereits heute ein Veto gegen den nächsten Film in der Liste (Paris, Texas aus dem Jahr 1984 von Wim Wenders) einlege, werden wir euch einen Film von unserer Backup Liste (Link!) auswählen lassen. Durch Zufallsauswahl sind die vier Filme, die euch zur Wahl stehen um als Nr. 240 geschaut zu werden folgende:

1. The Wizard of Oz (1939)
2. Lord of War (2005)
3. Basic Instinct (1992)
4. Geliebte Jane (2007)

Einen entsprechend Vote dazu findet ihr auf Twitter in den nächsten Stunden. Der dann ausgewählte Film wird geschaut und fliegt aus der Backup Liste. Eventuell™ wird des Öfteren die Backup Liste auch mal dazu benutzt, einen Film einzuschieben, falls wir den aktuellen Film aus der Top250 aktuell nicht günstig als Stream oder DVD/Bluray erhalten können oder wir anderweitig Lust haben zu verschieben. 🙂

Großer Dank hierbei auch an die fleißigen StrickerInner, HäklerInnen und BastlerInnen der #KnitterDerSchwafelrunde, die am Wochenende die Backup Liste um fast 200 Titel erweitert haben, die allgemein als Klassiker und mehr oder weniger must-see betrachtet werden könnten.

Bis dann,

Ursu

Tagged , , ,

242: Portrait of a Lady on Fire (2019)

Heute fasse ich mich unglaublich kurz. Dieser Film ist nicht meins. Dieser Film packt in zwei Stunden die Handlung von vielleicht 10 Minuten und diese 10 Minuten sind an Unaufgeregtheit und Entspannung kaum zu überbieten. Ich glaube die aufgeregtesten ~17 Sekunden bestehen darin, dass eine Frau an einen Strand läuft. Und das sagt eigentlich schon Alles. Ich dachte es wäre eine Romanze, ein Drama, eine Liebesgeschichte. Und das ist es durchaus. Aber die Art und Weise wie diese Geschichte erzählt wird entlockte mir ein einziges, kurzes, müdes Lächeln – drei Gähner und einen kurzen ‘Oh!’-Moment. Es ist und bleibt eben ein französischer Kunstfilm. Und da gibt es definitiv sehr schöne. Dieser langweilte mich, auch wenn die Landschaft schön war. Ich glaube tatsächlich, dass mich am Meisten daran störte, dass die zwei sich verliebenden Hauptpersonen mit einer Distanz und Kühle miteinander umgehen, die mehr verstörend ist als ein ‘hach’ auszulösen. Oder siezen Sie ihre Liebhaber vor, nach und während des Aktes? Ich hoffe nicht. Und mir ist natürlich klar, dass diese Distanz ein Stilmittel ist und mit voller Absicht dem Zuschauer in’s Gesicht springen soll und ihm schreckliche Pein und Schmerzen verursachen soll, weil’s auf einfach unglaublich dämliche Weise das “Verboten-sein” der Beziehung der Protagonistinnen darstellt. Aber will ich von einem Stilmittel genervt werden? Naja, Kunst halt…

Meine Wertung:

3/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung <– )

Es ist halt Kunst. Und die polarisiert schon mal. Dass ich genervt war hat Sie auf jeden Fall geschafft. Wer weiß schon, ob das nicht die Intention war?

Achso: !SPOILER! Es gibt Brüste, nackte Frauenkörper und eine eher verstörende Szene wo eine Achselhöhle gefingert wird. Kunstfilm eben. Was soll ich noch sagen.

Ich freu mich auf jeden Fall auf den nächsten Film: It happened one night von 1934 mit Clarke Gable und Claudette Colbert. Diesmal dann ein wahrer Klassiker.

Schönen Abend,
Ursu

Tagged , , , ,

243: The Invisible Guest (2016)

Der nächste Film auf unserer Reise durch die #Top250 lautet ‘Der unsichtbare Gast’ und kommt diesmal aus Spanien. Der Krimi aus dem Jahr 2016 behandelt hierbei einen Autounfall auf einer Straße im Wald, und der daraus folgenden, tödlichen Kettenreaktion. In knapp unter zwei Stunden wird der Zuschauer auf eine sehr zähe Geschichte mitgenommen, die sich an Stellen so sehr zieht wie alter Kaugummi.

Unfallverursacher war dabei ein Playboy & Geschäftsmann, der mit seiner Geliebten im Streit zu weit links fuhr. Der entgegenkommende Fahrer wurde hierbei schwer verletzte, während der große SUV kaum Schaden nahm. Die Art & Weise, wie der Fahrer & seine Geliebte dann reagierten und welche Konsequenzen dies nach sich zog ist gut, aber nicht sehr gut erzählt. Die Spannung hat auf der Strecke zum großen Finale ein wenig mit Schlaglöchern zu kämpfen und doch kann das Ende mich überzeugen, den Film zu empfehlen. Es ist überraschend und ich hatte bis kurz vor Schluss keinerlei Hinweise darauf gesehen. Alles in Allem waren die fast 2 Stunden es schon wert gesehen zu werden und auch wenn die schauspielerische Leistung jetzt nichts beeindruckendes war, so war sie durch die Bank sehr überzeugend. Deswegen:

Meine Wertung:

7/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung <– )

Für Krimifans sicher ein must-see und auch sehr zu empfehlen. Es fällt mir lediglich schwer dem Film 8/10 Punkten zu geben, weil er eben in der Erzählweise durchaus Schwächen zeigt und der sehr langsame Spannungsbogen nicht für jeden ist.

Der nächste Film auf unserer Liste (hier nochmal zum nachgucken) wird das Drama Portrait of a Lady on Fire aus dem Jahr 2019, und damit der neuste Film bisher sein.

Viel Spaß beim Schauen,

Ursu

Tagged , , ,

244: Drishyam (2015)

Nach einer Woche Pause in den #Top250 gibt es heute für euch ein kurzes Review vom indischen Film Drishyam aus dem Jahre 2015. Den Film kann man in Deutschland bei Netflix sehen, allerdings nur in Hindi mit Untertiteln, was die knapp über 2h40min durchaus zu einer Herausforderung machte.

Der Film handelt vom Familienvater Vijay Salgaonkar, der in einem Dorf in Indien ein angesehener Mann ist, da er Anbieter des örtlichen KabelTV ist. Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern etwas ausserhalb in einem wunderschönen Haus. Das Leben scheint es gut mit ihm zu meinen, und doch sitzt er die meisten Abende allein in seinem KabelTV Studio und schaut Filme anstatt bei seiner Familie zu sein. Trotzdem würde er trotz kleiner Diskussionen alles für seine Familie tun und erfüllt als liebevoller Vater die Wünsche seiner Töchter und ist gut zu seiner Frau. So kommt es auch, dass er seiner (adoptierten) älteren Tochter eine teure Klassenfahrt ermöglicht – was fatale Folgen haben wird. Vijays Kampf gegen den korrupten Sadisten & Dorfinspektor Gaitonde, die skrupellose Polizeidirektorin auf der Suche nach ihrem Sohn und für seine Familie füllt die 160 Minuten Spielzeit sehr gut aus. Es bleibt konstant spannend und sowohl die schauspielerische Leistung als auch das in Szene setzen der Region Goa ist großartig.

Ich hatte Anfangs befürchtet, dass dieser Film mich nicht in seinen Bann ziehen kann. Das hätte es bei dieser Länge und lediglich Untertiteln schwierig gemacht, dabei zu bleiben. Diese Befürchtung war absolut unberechtigt und deswegen gebe ich Drishyam auch dieses Fazit:

Meine Wertung:

9/10 Punkte

( –> VStrickt’s Bewertung <– )

Wenn ihr mal einen spannenden, aufwühlenden Film sucht, der euch mitfiebern lässt und euch auch emotional durchaus mitreißen kann: Drishyam ist defintiv wert auch mal über den eigenen Tellerrand zu gucken. Eine kleine Triggerwarnung muss ich hierbei aber aussprechen: Im Film kommt viel Polizeigewalt vor. Auch gegen Frauen und auch gegen Kinder. Leider ist das vermutlich sogar realistisch und zeichnet kein gutes Bild über die Machtposition der Polizei in Indien. Dort möchte ich auf jeden Fall nie eine Aussage machen müssen.

Der nächste Film in der Reihe #Top250 ist dann nächste Woche The Invisible Guest / Der unsichtbare Gast aus dem Jahre 2016.

Bis dann,

Ursu

Tagged , , , , ,