In guter Gesellschaft…?

Guten Abend,

Mein letzter Beitrag war absichtlich sehr kurz gehalten und hat wirklich übermäßig stark dargestellt, wieso erfolgreiche Frauen und Mütter eine Bereicherung für unsere Gesellschaft sind. Es gibt auch eine andere Seite und hier möchte ich über diese schreiben.

Wie in jeder Diskussion und bei jedem polarisierenden Thema, gibt es viel mehr Grautöne als klare Schwarz & Weiß Meinungen.

Ich habe absichtlich überspitzt in der Antwort an Herrn Wagner darzustellen versucht, wieso arbeitende, erfolgreiche Mütter eine Bereicherung für unsere Gesellschaft sein können. Die andere Seite der Medaille ist allerdings, dass es kaum mehr Mütter gibt, die es sich überhaupt leisten können, nur auf ihre Kinder aufzupassen und sich um diese zu kümmern. Durch die aktuelle Gehaltssituation in Deutschland und den politisch verschärften Zwang zur Arbeit ist es nahezu unmöglich geworden, den Lebensstil als Vollzeit-Mutter zu führen, auch wenn man gerne wollte.

Zur Selbstverwirklichung gehört hierbei eben auch, Müttern die Möglichkeit zu geben, sich in der Familie zu verwirklichen – dies ist wirklich nahezu unmöglich geworden. Es geht hier nicht um Betreuungsgeld oder Kindergeld, es geht schlichtweg darum, dass früher der Mann als Partner in einer Beziehung/Ehe eine durchaus realistische Chance hatte, seine Familie mit Hausfrau und 1-3 Kindern zu ernähren. Heutzutage ist dies ohne einen Job in der oberen Mittelklasse nahezu unmöglich geworden. Es ist schlicht für viele potentielle Eltern unmöglich, sich ein Leben mit Kindern vorzustellen, wenn man selbst ohne Kinder mit 2 Jobs kaum über die Runden kommt.

Das sind sicherlich viele der Gründe, wieso die Geburtenrate nach Unten geht – nicht zwingend weil die Frauen so heiß auf Karriere sind, sondern weil Kinder-kriegen in der heutigen Gesellschaft auch keine Alternative ist, die dank der finanziellen Hürden einfach nicht zu stemmen ist. Seit Jahrezehnten werden die Mütter älter, die wenigsten Frauen werden noch vor dem 20. Lebensjahr schwanger – und wenn, dann sehr häufig auf Grund von ‘Unfällen’ während der Verwirklichung der eigenen Sexualität.

Auch dies halte ich für einen weiteren Grund für eine sinkende Geburtenrate: Wer sagt heute schon, dass er mit Anfang 20 bereit ist, sich an eine Person (ob mit oder ohne Ehe) für die nächsten ~20 Jahre zu binden. Ein Kind ist immer und unwiederbringlich eine bleibende Verbindung zwischen zwei Personen.

Unsere Gesellschaft machte in den letzten 20 Jahren auch sexuell eine weitere große Revolution durch und steckt in vielen Bereichen noch immer in eben dieser. Das Ausleben der eigenen Sexualität ist heutzutage sehr sehr wichtig und häufig ist eben ein offenes, freies Ausleben der Sexualität vielen ‘Twens’ wichtiger als eine stabile Beziehung, wie sie früher einzig möglich gewesen wäre, weil andere Lebensweisen größtenteils verpönt waren.

Bisexuelle -, Offene -, Dreiecks-Beziehungen und so viele andere Kombinationen von potentiellen Partnern in der heutigen Zeit sind in großen Teilen der Gesellschaft glücklicherweise inzwischen akzeptiert, aber auch das führt zu einem Rückgang der Geburten, dadurch dass viele Menschen sich nicht so früh im Leben auf einen Partner oder eine bestimmte Lebensweise einschränken wollen. Experimentieren und Ausprobieren gewinnt gegen die Aussicht, vielleicht einen Fehler zu machen und dann schon bald darauf einen weiteren Beitrag zur Statistik für Scheidungen und/oder Alleinerziehende Eltern zu leisten.

Unsere Gesellschaft wurde also in den letzten Jahrzehnten nicht nur wesentlich offener und freier für die Wahl des Lebenswandels für junge Erwachsene – sie wurde leider auch wesentlich kinder-unfreundlicher.

Und in einem Punkt hat Herr Wagner nämlich Recht: Es wäre an der Zeit für die Politiker, Paaren mit Kinderwunsch genauso in ihrer Selbstverwirklichung zu unterstützen, wie Frauen, die eben gerne im Vorstand eines großen Konzern sitzen wollen.

Doch es ist ein Drahtseilakt, um den ich keinen unserer Politiker beneide, denn die andere Wahrheit ist auch: Wir haben bereits jetzt Probleme in der Kinderbetreuung und im Schulsystem – ein gesetzlich induzierter Baby-Boom könnte fatale Folgen für unsere Gesellschaft haben. Wie bei Allem, kommt es hier auf die richtige Dosis an.

Kinderkriegen zu fördern, nur um eine Statistik zu schönen ist genauso falsch, wie das Beweinen einer längst vergangenen Gesellschaftsstruktur, die andere Probleme zu bewältigen hatte.

Herzlichst,

Ursu

Mutter, oh Mutter… der Franz Josef Wagner ist da!

Lieber Franz Josef,

wir alle wollen mehr Babys. Vor Allem die Leute, die den Erfolg einer Gesellschaft an der Geburtenrate bemeßen, wie es vl. im Mittelalter praktiziert wurde oder wie es in der Schweinezucht der Fall ist. Für mich sind dies Ewig-Gestrige, wie sie eben auch. Dinosaurier, die den Wandel der Gesellschaft in den letzten Jahren verschlafen haben und traurig in die Vergangenheit blicken, als Frauen noch hinter dem Herd standen, die Kinder durchfütterten und dem Mann den Mund abwischen, nachdem er ‘das Geld heimgebracht’ hat. Nebenbei dienen sie dem Mann seiner persönlichen Erfüllung, in dem Sie ihm Töchter und Söhne schenken.

Wer ist schuld?

Der Zeitgeist natürlich. Es ist nicht mehr 1960. Es ist 2015 und wir haben emanzipierte Frauen, Männer und sogar Transgender-Menschen in unserer Gesellschaft. Aus einer Gesellschaft der einfachen Einteilung in gesellschaftlichen Erfolg wurde eine Gesellschaft des persönlichen Erfolgs. Die Selbstverwirklichung steht im Vordergrund, für Frauen, Männer, Trans-Menschen. Das persönliche Gefühl, etwas in seinem Leben erreicht zu haben, ist in der Priorität des Menschen wichtiger geworden. Sie würden vermutlich sagen: “Ein Haus, ein Kind, ein Baum.” Was will man mehr? Ja, was will man mehr? Glück, Selbstverwirklichung, das Gefühl etwas anders gemacht zu haben, anders als alle anderen, seinem Leben eine persönliche Note zu geben, die es zu dem eigenen Leben macht und nicht zu einem Retorten-Standard-Vorstadt-Leben. Mütter machen Karriere, Mütter haben Hosenanzüge an und Mütter geben ihre Kinder in Kitas ab. Mütter tun dies, weil sich ihr Leben nicht mehr nur um die ‘Anderen’ Mitglieder der Familie dreht, sondern viel mehr Ich-zentriert ist. Und das ist auch gut so.

Was ist aus unseren Müttern geworden?

Sie sind Business-Frauen, Power-Frauen, sie trinken Smoothies, sie laufen sich im Fitnesscenter ihr Fett ab, sie sind Chefredakteurinnen, sie sitzen im Aufsichtsrat und sind immer noch Mütter – aber (meist) später und mit einer vollkommen anderen Qualität.

Sie sind wie Mütter sein müssen!

Sie sind für ihre Kinder da, wenn Sie gebraucht werden – und wenn es die Karriere gerade nicht zulässt, haben sie einen zuverlässigen, modernen Partner, der aushilft. Aus den Müttern der Vergangenheit wurden Super-Mütter, die selbstverständlich ihren eigenen Erfolg mit ihren Kindern teilen und diesen auch in die Erziehung der nächsten Generation einfließen lassen.

Das Modell der Mutter mit 3-4 Kindern, dass ihr gesamtes Leben der Familie widmet, ist veraltet – so veraltet wie ihre Ansichten. Das Modell der heutigen Mutter ist ein Modell der Hochleistungsmutter. Unsere Gesellschaft ist im Wandel – von Quantität zu Qualität.

Es gibt nichts Schöneres als ein Baby, das schläft, zuzudecken. Es zu küssen und Gute Nacht zu sagen im Wissen, dass man ihm eine wundervolle Zukunft bieten kann!

Herzlichst,

Alexander ‘Ursu’ J.

Dieser Beitrag ist eine Antwort auf diesen Artikel in der BILD Kolumne ‘Post von Wagner’:

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Die Sache mit der Depression und dem Berufsverbot

Guten Tag, guten Abend, gute Nacht Deutschland.

Es fegt ein Shitstorm durch Twitter und soziale Medien. Depressive sollen mit Arbeitsverbot belegt werden!

SKANDAL! Nieder mit der CSU! Rücktritt! Rausschmiß!!!11ölf

Wenn wir hier Steinigungen hätten, die ersten Online-Steine sind bereits geworfen.

Nun gut, sagt man sich – viele dumme Ideen kommen ja aus Bayern und manche davon sind geschmackssache – aber so richtig positiv steht den meisten Ideen der CSU im Netz nur eine Minderheit gegenüber. Von der Maut (die ich persönlich in der Idee gut fand und deren letzliche Umsetzung indiskutabel ist… aber dazu vl. wann anders beim Bierchen) bis zu diversen Kapriolen bayrischer CSU Abgeordneter in der EU… Wo die Bayern grad weiß-blauen Traumhimmel sehen, fliegt meist schon ein brauner Sturm aus argumentativer Scheisse aus Restdeutschland gen Süden.

So, genug geschwallt. Wir wollen mal Fakten! Ich habe mal gegoogled. Macht man heute so, und ich habe mehrere Artikel zum Vorstoß von Herr Herrmann gelesen – der Mann ist übrigens Innenminister Bayerns. Um mal hier ein wenig mit Fakten um mich zu werfen: Zitate aus der Zeit. (Google Suchergebnis #1, weil ich faul bin!)

…hält Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ein Berufsverbot für Menschen mit Depressionen für denkbar. Voraussetzung sei eine “sorgfältige medizinische Begutachtung”, sagte Herrmann dem Focus laut einem vorab veröffentlichten Bericht.

Wenn diese Begutachtung zu dem Ergebnis komme, “dass etwa ein Pilot, ein Busfahrer oder ein Taxifahrer dauerhaft nicht mehr geeignet ist, Menschen oder sonstige Güter zu transportieren, ohne dass Gefahr für Leib und Leben anderer besteht, dann kann solchen Personen auch der Führerschein beziehungsweise die Lizenz entzogen werden”, sagte Herrmann.

Okay. Punkt 1: “sorgfältige medizinische Begutachtung”! Bedeutet: Keiner verliert seinen Job, nur weil er depressiv ist. Er verliert eventuell seinen Job, wenn er depressiv ist UND eine potentielle Gefahr für sich oder das Leben anderer darstellt. Ich sehe das Problem nicht. Das klingt für mich mehr als logisch. Herr Herrmann will also in Einzelfällen, potentiel Suizidgefährdete Personen aus dem ‘Verkehr’ ziehen – mehr wörtlich als bildlich. Wieso dieser Shitstorm? Er redet nicht von Depressiven im Allgemeinen sondern von Menschen, die sich selbst nicht helfen können und auf Hilfe angewiesen sind. Würden sie sich in einen Bus setzen, wo der Fahrer eventuell nicht ‘ganz sauber’ ist im Kopf und ganz eventuell mit dem Gedanken spielen könnte, sich das Leben zu nehmen? Ich zahl Ihnen das Ticket. Aber Bus-, Taxi-, Krankenwagenfahrer etc. haben mehr Verantwortung als nur für sich selbst. Doch LEIDER ist die Depression eine Krankheit, die einen sämtliche Verantwortung verlieren und vergessen lässt, wenn man nur noch sich selbst und seine (pardon my french) BESCHISSENE Lebenssituation sieht. Punkt 2: Die Aussage von Herr Herrmann ist der aus Bayern sehr gewohnte Stammtisch-Populismus, der bei aktuellen Themen IMMER zum Vorschein kommt um Wählerstimmen zu fangen. Das verdient einen Shitstorm, die Aussage an sich nicht – schon allein, weil es ein minimaler Bruchteil aller Depressiven in Deutschland ist, der davon betroffen wäre.

SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach äußerte sich ähnlich. “Bei bestimmten Formen der Depression könnte ein Berufsverbot unter bestimmten Umständen notwendig sein”, sagte Lauterbach dem Magazin. Das hänge aber sehr vom Einzelfall ab. “Wenn etwa eine gefährliche Depression klar diagnostiziert wird und sich der Patient einer Behandlung verweigert, wäre ein Berufsverbot die letzte Konsequenz.”

Oha, da bläst einer in’s gleiche Horn wie Herr Herrmann (Ich möchte ihnen hierbei nahelegen diesen Namen mal ganz bewusst DEUTSCH auszusprechen, kann man dann nur lächerlich finden!). Und der Mann ist von der SPD – und er redet von Einzelfällen unter bestimmten Umständen. Der Mann hat Recht – oder würden Sie ihr Kind gerne auf Klassenfahrt schicken, wenn der Busfahrer eine Historie von Selbstmordversuchen hinter sich hat?

Um es mal abzuschließen: Viel Lärm um Nichts! Populismus gibt es nicht erst seit Heute Morgen und unsere (mit Verlaub ‘beschissenen’) Medien spielen da mit. Wäre die Überschrift nämlich nicht “Bayerns Innenminister erwägt Berufsverbot für Depressive” gewesen, wäre der Aufschrei vmtl. kleiner ausgefallen.

Ich bin selber Depressionspatient. Ich leide an einer depressiven Angststörung und nehme Anti-Depressiva. Ich fühle mich von dem Artikel oder von der Aussage von Herr Herrmann (*kicher*) oder Herr Lauterbach in keinster Weise angesprochen. Denn ich würde NIEMALS Selbstmord begehen und schon garnicht andere Menschen dabei mit hineinziehen wollen – ebenso geht es ungefähr 99.9% der anderen Depressionspatienten in Deutschland. Der Pilot der Germanwings-Maschine war eine Ausnahme und sollte eine bleiben – dass dürfte Jedem klar sein. Leider ticken aber eben nicht alle Menschen so, und wo es jetzt einen Präzendenzfall gibt, könnte es Nachahmer geben. Der Pilot wollte wohl mit einem Knall abtreten (no pun intended) und er hat das geschafft – es ist jetzt eine Aufgabe der Gesellschaft, weitere Amokläufe ähnlicher Art zu verhindern so gut es geht.

Wieso Herr Herrmann (es wird von mal zu mal besser…) nun geshitstormed wird, ist mir nicht klar. Vermutlich ist es eine große Portion ‘Ich habe lediglich die Überschrift gelesen, weil ich sonst zu faul bin’ und auch viel Mitläufertum PLUS eine Prise ‘Bayern ist eh Ausland und CSU Scheisse – da hau’ mer gerne drauf!’.

Ich bin anderer Meinung, aber das bin nur ich – ein Depressionspatient.

Viele Grüße,

euer Ursu

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[Review] Thor: The Dark World

Hey guys,

last night I watched Marvels new THOR movie. It’s definitely a good movie as a sequel to the first movie and placed after the events of the Avengers movie. While I try to keep spoilers to a low, there are some fun little things I have to say about the movie.

Let’s take a look at the Trailer! :)

First of all, as we’re already used to from Marvel Trailers, the Trailer basically shows parts of every single fight/battle in the movie. So beside what you see in the Trailer, don’t expect a lot more epic Fights, they’re just a tad bit longer in the movie itself. I watched it in 3D and I think the movie would’ve worked just as good in 2D – but I’m not a huge fan of 3D movies in any way regardless. Story wise the movie does not surprise a lot if you watched the trailer.

Possible minor SPOILERS ahead!

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Der innerdeutsche Hass auf Bayern!

Ich hatte schon seit ein paar Monaten die Idee gehabt, mal dazu einen Blogeintrag zu schreiben.

Ausschlaggebend war dann aber letzendlich dieser Tweet bzw. die Tatsache, dass er über 1400 RT’s bekommen hat.

Ich habe eigentlich kein zu großes Problem mit dem Verfasser dieses Tweets. Ich habe auch keine Probleme mit den anderen Usern, die dies retweeten. Das Problem ist die Symbolik dahinter. Bayern sind in Deutschland eine Minderheit – seitdem Ich aus Bayern weggezogen bin, bekomme ich am eigenen Leib zu spüren, welchen schlechten Ruf die Bayern teils haben. Das geht von dummen Sprüchen (wie dem Tweet oben) über Beleidigungen und schlichtweg falsche Vorurteile.

Viele von euch werden jetzt sagen: “Och, is doch nicht so wild – was macht der denn da jetzt für ‘nen Wind drum?”

Ersetzt doch das ‘Bayern’ im obigen Tweet durch Israel, Nordkorea, USA oder Türkei. Wie sieht es dann aus? Ist das dann noch immer toll? Im ersten Fall ist man dann Neonazi, Antisemit und wird vermutlich massenhaft geblockt und bekommt einen wunderschönen Shitstorm präsentiert. Wie es bei den anderen Fällen aussieht kann man sich denken! Aber es ist ja witzig, wenn man das mit Bayern macht – oder mit Sachsen, dem Ruhrpott oder vl. mit Berlin?

Wieso ist es bei uns so üblich sich gegenseitig auf Grund seiner Herkunft zu hassen? – Klar, jetzt kommt wieder: “Is doch nur Spaß, wir hassen die doch nicht!” – Nein, ihr hasst nicht – ihr verbreitet Vorurteile und säht damit Hass. Jeder Bayer kann nicht richtig Hochdeutsch, jeder Sachse ist eh ein latent rechtsradikaler Ex-Ossi, der bei der Stasi war – jeder Ruhrpottler kann ebenfalls nicht richtig Deutsch, liebt Fußball über Alles und ist insgesamt eher dümmlich. Dafür gibt es tausend Beispiele für so ziemlich jede Region in Deutschland – manche werden netter behandelt, andere wiederrum bekommen latent und andauernd die massive Hass-Keule ab – wie z.B. Bayern. Muss das sein? Ich denke nicht. So wie es nicht okay ist, wenn man durch Vorurteile ‘Ausländer’ bewerten sollte, ohne dass man sie kennt, so sollte man nicht über Leute urteilen, nur weil sie aus einer bestimmten Region oder einem bestimmten Bundesland kommen. Lernt endlich, tolerant gegenüber euren Mitmenschen zu sein – egal, woher diese Person kommt, wie sie aussieht, wie sie spricht oder ob sie grün ist – es sollte einfach nur verdammt egal sein! Don’t judge a book by its cover, a game by its publisher or a person by anything but itself.

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Hallo Filmindustrie, geh sterben!

Hallo Filmindustrie. Ich habe mir Staffel 1-8 von Dr. House auf 46 DVDs gekauft. Nach 2 Folgen, teile ich euch nun mit: Fahrt zur Hölle!

Ich dachte mir: ‘Hey, Ich bin jung, Ich habe das Geld und die Serie ist es wert – auch wenn ich sie sehr viel günstiger im Netz direkt runterladen oder streamen könnte.’

Es war ein Fehler! Ein großer Fehler! Euer Fehler!

Das war das letzte Mal, dass ich mir eine DVD oder Bluray kaufen werde. Es war das letzte Mal, dass ihr von mir für eure Filme, Serien oder sonstige Produkte Geld sehen werdet. Und der Grund dafür ist ganz einfach:

Ihr denkt es sei nötig einem bereits ZAHLENDEN Kunden VOR und NACH jeder Folge Werbung gegen Piraterie zu zeigen? Ihr denkt es bringt mich dazu, noch mehr eurer Produkte zu kaufen, die meine Zeit verschwenden?

Schiebt euch eure Produkte sonstwohin – von mir bekommt ihr dafür kein Geld mehr. Wer so seine Kunden behandelt, verdient diese nicht.

Grüße in die Hölle,

Ursu

 

P.S.: Wenn ihr unfähig seid, bei füng von acht Staffeln Untertitel mitzuliefern – dann lasst es doch gleich bleiben. Sowas wie ihr gehört verboten!

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Sex – wie wir zocken, so ficken wir auch?

Ohai, gleich mal eine Überschrift mit BILD Niveau. Warum auch nicht, das Thema ist zumindest gleich ma treffend auf den Punkt gebracht.

Ich will euch nämlich eine Ansicht zu Parallelen im Sexualverhalten von Zockern geben – oder eben zum Zockverhalten von Fickern. Wie immer ihr es auch wollt.

 

Der Single – Singles sind ungebunden und haben vl. des öfteren OneNightStands oder auch mal ne kurze Beziehung, aber allgemein haben sie eher selten Sex. Meist beschäftigen sie sich also mit sich selbst.

Zocker dieser Sparte haben viel zu viel RealLife um als wirkliche CoreGamer durchzugehen – Sie kennen sich meist mit Games nur wenig aus, und dann nur mit vereinzelten Genres.

 

Der Playboy – Der Playboy ist immer wieder auf der Suche nach dem nächsten Fick. Er liebt es sich in Szene zu setzen und immer die heissesten Frauen abzuschleppen, scheut aber den Aufwand, wenn eine Frau nicht direkt anbeisst.

Zocker dieser Sparte springen von Spiel zu Spiel – immer gerade dem heissesten Trend folgend. Sie legen sich nicht auf ein bestimmtes Genre fest und bleiben häufig nur wenige Stunden beim selben Spiel. Bevorzugt Free2Play Spiele und flache Spiele ohne großen Tiefgang.

 

Der Casanova – Der Casanova ist dem Playboy sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass er sich wesentlich mehr um seine Beute bemüht. Er ist zwar wählerischer, aber wenn er ein Zielobjekt ausgemacht hat, auch durchaus bereit viel Zeit zu investieren – bis eine interessantere Alternative auf der Bildfläche erscheint.

Zocker dieses Typs spielen meist nur Vollpreistitel und verschmähen Free2Play Spiele. Wenn Ihnen ein Spiel oder Genre sehr zusagt, vertiefen sie sich schonmal darin.

 

Der Beziehungstyp – Dieser Typ ist sehr treu. Er hat keine OneNightStands sondern muss sich auf eine Person richtig einlassen, um sich wirklich wohl zu fühlen.

Zocker dieser Sparte vertiefen sich in ihre Lieblingsspiele, reizen diese vollkommen aus und sind auch bereit in der Community des Spieles ihren Beitrag zu leisten.

 

Offene Beziehung – Menschen in einer offenen Beziehung genießen die Vorteile&Nachteile, die eine feste Bindung mit sich bringt, sich aber nicht festketten wollen und trotzdem noch Abenteuer mit anderen Liebschaften haben dürfen.

Zocker dieser Sparte findet man besonders häufig bei Free2Play Titeln, wo sie froh sind, keine festen Kosten zu haben, aber sie sind durchaus eher mal bereit auch Geld für Gimmicks im Ingame Shop zu lassen.

 

Der Ehepartner – Eheleute sind zumeist sogar noch treuer als reine Beziehungstypen – Sie sind meist absolut glücklich mit einem einzigen Partner und widmen diesem einen großen Teil ihrer Zeit.

Zocker dieser Sparte findet man sehr häufig in MMORPGS – aber auch bei Shootern. Ihnen ist nicht nur das Spiel wichtig, sondern meist auch die Community dahinter und sie beteiligen sich nicht nur finanziell an dieser, sondern investieren meist einen enormen Teil ihrer Freizeit für dieses EINE heiss geliebte Spiel.

 

Der untreue Ehepartner – Der untreue Partner ist nie zufrieden. Er ist zwar ‘eigentlich’ glücklich in seiner Ehe, sucht aber trotzdem immer herauszufinden, ob das Gras woanders nicht vielleicht grüner ist. Trotzdem kehrt er immer wieder zurück zu seinem Ehepartner.

Zocker dieses Genres haben ein großes Spiel, bei dem Sie über Jahre bleiben und sich die Konkurrenz aber trotzdem sehr häufig und sehr gerne anschauen. Aus irgendeinem Grund kehren sie doch immer wieder zu ihrer alten Liebe zurück.

 

Der Witwer – Kein Partner kann es dem Witwer recht machen, der seine große Liebe verloren hat. Er versucht es vielleicht, aber eigentlich will er nur Sie zurück.

Dieser Zocker lebt in der Vergangenheit. Sein absolutes Lieblingsspiel ist lang vergangene Geschichte und bei der jüngsten Generation an Zockern meist nichtmal bekannt – trotzdem oder gerade deswegen ist er in nostalgischer Stimmung in tiefer Trauer bezüglich jedes neuen Spiels und vergleicht jedes kleine Feature und natürlich kann es ihm keines wirklich Recht machen.

 

 

Mehr fällt mir grade nicht ein, aber ich glaube jeder erkennt da ein paar kleine Parallelen. Nehmt das ganze bitte nicht zu ernst. ;) Ausserdem würde ich mich freuen, wenn ihr mir, falls ihr euch in einer Kategorie wiederentdeckt, einen Kommentar hinterlasst.

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So true. Must read.

Ursu:

Eine grandiose Idee um Bettina Wulff aus ihren Prostitutionsgerüchten zu helfen. :)

Originally posted on Ein Satz sagt mehr als 1000 Worte:

Bild

Der Algorithmus, den Google in der gegenwärtigen Auseinandersetzung mit Bettina Wulff bemüht, um die Unbestechlichkeit seiner Maschinen zu dokumentieren, wurde von Menschen programmiert. Und deren Job ist es, Informationen so zu filtern, dass Fundstellen und Suchanfragen möglichst genau zusammenpassen. Eigentlich geht es dabei um Nachrichten und potenzielle Warenströme, aber ein böses Gerücht und eine unterstellende Suchanfrage passen genauso perfekt zusammen und das Matching kann per Auto-Vervollständigung beschleunigt werden.

Warum also nicht eine künstliche Nachfrage nach einem Suchbegriff erzeugen und künstliche Inhalte generieren, die etwas behaupten, was purer Nonsens ist? Und zwar mit so viel Lärm und Lust am Spiel, dass es die Suchmaschine verwirrt.

Und warum nicht einfach mal en passant behaupten, dass Bettina Wulff lecker nach Hähnchen schmeckt? Was durch ein Spülmittel mit ähnlicher Geschmacksrichtung schon einen gewissen Spin im Netz hat. Ob Bettina Wulff tatsächlich Noten von Hähnchengeschmack aufweist, könnte eventuell der Ex-Bundespräsident bestätigen, aber der hat genug…

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Free2Play – Fluch oder Segen?

Die Gamescom ist vorbei. Tausende deutsche und internationale Gamer durften dort die neusten Produktionen renomierter Spieleschmieden bestaunen. Ich war persönlich nicht anwesend, habe aber die Berichte im Web verfolgt. Ein Begriff fiel hierbei sehr häufig, für meinen Geschmack vielleicht sogar zu oft: Free2Play.

Sehr viele Entwickler und Publisher setzen bei vielen neuen Produkten auf die Vermarktung durch Free2Play. Man kauft sich das Spiel nicht, sondern man kauft sich über sog. Microtransactions Kleinigkeiten im Spiel, das grundsätzlich kostenlos zum Download steht und gespielt werden kann. Ich persönlich unterscheide dabei gerne zwischen “echtem” Free2Play und Free2Play mit Pay2Win. Letzteres führt dazu, dass Spieler, die Geld bezahlen einen spielerischen Vorteil gegenüber den nicht-zahlenden Kunden haben.

 

Bezahl mich, oder verliere! – Kaufrausch gegen den Gamefrust

Pay2Win gibt es in vielen Bereichen. In gewisser Weise, ist zum Beispiel Diablo3 ein Pay2Win Beispiel, obwohl es NICHT Free2Play ist. Auch viele kompetitive Browsergames dieser Zeit sind auf Pay2Win ausgelegt, denn ohne Echtgeld zu investieren, hat man in den verschiedenen Spielwelten kaum eine Chance wirklich erfolgreich zu sein. Ladders, Freundeslisten und PVP schaffen hier einen Anreiz, möglichst gut sein zu wollen – um dies zu erreichen bedarf es dann auch monetärer Aufwendungen. Ich habe noch nie in einem Browsergame Geld für derartige Boni ausgegeben und werde es auch nicht tun. Im Clientbereich auf den PC gab es bisher relativ selten wirkliche Vorteile zu kaufen (Waffenpacks z.B., für die andere teils Monate fürs Freispielen brauchten).

 

Pay 2 be cool! – Oh, it’s shiny!

Dann gibt es Free2Play Games, die sich über optische Verbesserungen finanzieren. Man kauft keine Vorteile, sondern lediglich Optische Upgrades für ansonsten frei verfügbaren Content. League of Legends ist ein Beispiel dafür. Man kann sich alle Helden erspielen ohne einen Cent auszugeben (auch wenn man Helden freikaufen kann um Zeit zu sparen – den Held zu besitzen bedeutet aber nicht, dass man ihn spielen kann) – damit die Helden aber richtig cool aussehen, muss man Geld bezahlen und kann sich dann verschiedenste Skins für seinen Lieblingshelden kaufen. Ein System mit dem Riot Games auch von mir bereits einiges an Geld gemacht hat. Ich unterstütze gerne, wenn Ich für etwas bezahle, was mir Spaß macht, ohne dass ich frustriert sein muss, wenn ein Gegenspieler sich noch mehr gekauft hat, denn er hat keinen spielerischen Vorteil dadurch.

 

I’m hooked! – Wo ist der Haken?

Free2Play ist toll – keine Frage. Die meisten Spieler, die ein Free2Play Spiel ernsthaft spielen, geben am Ende weitaus mehr Geld für das Produkt aus, als hätten sie einmalig 40-50€ auf den Tresen gelegt. Der Publisher spart sich meist ausserdem teure Kosten für Spielepackungen und das Vermarkten des Produkts sollte auch einfacher sein, wenn potentielle Spieler das Spiel einfach runterladen können und direkt loslegen. Wo ist also das Problem?

Das Problem kann man beim nochmaligen Lesen der letzten Zeilen ganz einfach erkennen: Nahezu alle Vorteile liegen NICHT beim Kunden. Der große Vorteil für Kunden, dass sie das Spiel gratis spielen können, wird aber zumeist durch die verminderte Spielqualität, wenn man wirklich gratis spielt, gemindert. Versteht mich hier bitte nicht falsch: Free2Play können großartige Spiele sein und nur weil es kostenlos ist, muss es nicht schlechter sein als ein konventionelles Kaufspiel – das Problem liegt bei Spielen, die ihr wahres Potential erst bieten, wenn man viel Geld investiert.

 

Open the floodgates!

Das andere große Problem bei Free2Play ist die Spielerbindung. Wenn ich ein Free2Play Spiel spiele, höre ich sofort auf, wenn es anfängt mich zu nerven – meist denke ich danach nie wieder an das Spiel, egal wie gut es sein könnte. Während ich früher auf Grund von Tests oder Berichten von Freunden in Vorleistung ging und im Laden ein neues Spiel erstand, habe ich dieses Spiel meist auch richtig gespielt – trotz Bugs oder nervigen Quests, die ich am liebsten übersprungen hätte. Durch die Flut an Neuen und weiteren (und zumeist auch ähnlichen) Free2Play Titeln verwäscht sich der Markt selbst zu einem schwammigen Einheitsbrei. Spieler sind wesentlich freier in der Wahl dessen, was sie spielen, denn sie sind nichtmehr durch den Geldbeutel dazu limitiert nur wenige Spiele pro Jahr zu spielen. Allerdings verschwinden damit auch potentielle Superhits in einer Masse an anderen Spielen, die den Markt überschwemmen. Die überwältigende Auswahl an kostenlosem Spielzugang führt zu höherer Fluktuation zwischen den Spielen und Communities, die z.B. Counterstrike früher so enorm stark werden ließen, oder aktuell auch DayZ. Schon wenige Monaten nach dem ersten Hype um DayZ wurden bereits mehrere “Zombieklone” angekündigt. Größtenteils natürlich Free2Play. Ähnliches lässt sich bei den Moba Games (League of Legends, DotA2, HoN, etc.) betrachten. Während League of Legends inzwischen zum meistgespielten Onlinegame dieses Planetens wurde, wollten und wollen immernoch viele auch ein Stück vom Kuchen abhaben. Doch wie lange ist die Lebensdauer eines solchen Titels, wenn er nicht gerade ein Blockbuster von Valve ist. Die meisten Free2Play Titel, die so entstehen, führen ein Nischendasein. So passierte es auch bisher jeder World of Warcraft Konkurrenz – egal wieviele Millionen in das Projekt gepumpt wurden – sie endeten als Free2Play Nischenspiel-MMO, dass gerade so über die Runden kommt. Bestehende Communities (WoW, LoL, etc.) dominieren den Markt – kopierende, teils einfallslose Konkurrenz verschwindet im Nischendasein. Free2Play wird dies in großen Teilen verschlimmern.

 

Let’s play some Monopoly! – Der Markt und seine Opfer

Wer heute ein Spiel mit Free2Play System auf den Markt wirft, hofft auf Quantität statt auf Qualität bei den Spielern. Er will keine große Community um das Produkt aufzubauen, er braucht keine großen Enthusiasten als Fans – UND er will vermutlich einfach nur relativ schnelle Erfolge für sein Produkt – wenn der Erfolg ausbleibt, hat man ja noch 2-3 andere Free2Play Spiele des selben Systems in der Warteschleife. Neben den großen Monopolisten im Onlinegaming LoL und WoW platzieren sich viele der Anderen freiwillig in eine Nische, mit der Anforderung lang genug zu überleben, um Gewinn abzuwerfen. Kaum jemand spielt freiwillig in einem kleinen Onlinegame allein, wenn seine Freunde bei einem der Großen mitspielen. Mundpropaganda und soziale Zwänge waren es, was Farmville einst so stark machte – wobei dieser Erfolg von Zynga darauf beruht(e), dass ihre kleinen Spiele ein quasi-Monopol auf Facebook besaßen. Heute hauen Facebookspiele doch Keinen mehr vom Hocker und das Überangebot an x-ville Klonen ist eher ermüdend als aufbauend. Das Selbe droht jetzt auch dem Clientbereich.

Nun mögen viele Entwickler und/oder Publisher nun sagen: Der Markt bekommt das, was er verdient. Natürlich haben Blockbuster wie WoW und LoL über Jahre die Spieleindustrie revolutioniert und verändert. Wenn Jemand 10-13€ im Monat für World of Warcraft zahlt, dann wird er eher nicht dazu bereit sein, auch jeden Monat die neusten zwei Releases von EA zu kaufen und das neue Spiel von Ubisoft. Es fehlt vielleicht nichtmal an der Kaufkraft, sondern schlichtweg an der Zeit. Wenn der Mensch 8h täglich schläft, 8h arbeitet und mindestens 4h Hausarbeit, Einkäufe etc. erledigt dann bleibt eben nicht mehr viel Zeit für mehr als ein Spiel. Wenn jemand über Monate mit  seinen Freunden in League of Legends verschiedenste Helden gekauft hat und diverse Skins, so wird er eher nicht zu DotA2 wechseln und sein LoL Investment einfach in der Ecke liegen lassen.

 

The Internet has bored me, take it away immediately…

Viele Spieler sind an ihr aktuelles Spiel gebunden, sei es durch finanzielles oder soziales Commitment. Um dieses Commitment zu lockern und die wertvolle Spielzeit von den großen Marken abzuziehen, bedarf es kreativer, neuer Ideen und einer ganz besonderen Qualität. Leider scheint mir, dass die meisten Entwickler nicht mehr bereit sind, diesen Kampf gegen das Establishment weiterzuführen und wirklich etwas Frisches zu präsentieren.  Nur weil man alte Ideen als Free2Play neu verwirklicht, macht es diese alten Ideen nicht wieder spielbarer – aber dies ist vermutlich auch nicht der Anspruch – leider. Free2Play verleitet anscheinend dazu, Spielequantität vor Qualität zu setzen. Während man früher die 50€ oder 100DM für ein Spiel irgendwo rechtfertigen musste vorm Kunden, so ist bei Free2Play kein Realwert da, den der Kunde einfordern kann – stattdessen baut man darauf, irgendwen (am Besten so viele wie möglich) zu finden, dem das Spiel so gefällt, wie es eben ist. Und von diesen Spielern sollen ein paar Wenige dann auch bereit sein, Geld zu zahlen – manchmal auch einfach nur, damit das Spiel komplett spielbar ist und alle Features auch nutzbar.

 

Same sh*t, different game…

Ich persönlich bin Idealist, was Spiele angeht. Ich bin mit Spielen aufgewachsen und habe sehr viel gespielt. Einer der Gründe, wieso ich aktuell nicht in der Spielebranche arbeite, ist auch, dass ich zu idealistisch denke und arbeite. Ich möchte kein halb-gares Produkt bauen, dass dadurch, dass es die Spieler nervt Gewinn erzeugt (Pay2Win). Ich würde viel lieber an einem Spiel arbeiten, dass durch Spielspaß und enthusiastische Fans Gewinne einbringt, wo die Leute es Spielen, weil sie Spaß daran haben. Ich würde gerne frische, neue Ideen umsetzen und nicht Ideen umsetzen, die eh schon da waren, nur anders aussehen.

 

The price to play…

Für mich ist Free2Play ein Fluch, da die Spiele danach entwickelt werden, wie sich Spielinhalte am besten vermarkten lassen, statt danach, ein wirklich gutes Spiel abzuliefern. Ich hätte gerne ein sauberes, klares Spiel, dass von jeglichen Kosten abgekoppelt ist (ausser des Kaufpreis’) als ein Spiel, dass alle 5-10 Minuten von mir verlangt, Geld auszugeben. Wurde vor Jahren Werbung in Spielen als Skandal angesehen, wird es aktuell zur Norm, das Spiel selbst als einzige große Werbeplattform zu benutzen – inklusive Shop, in dem man die angepriesene Ware kaufen kann.

 

Fazit

Free2Play ist ein Segen für viele Entwickler und Publisher, die anscheinend keine Chance sehen auf einem Markt mit wenigen Blockbustermarken, ihr Produkt wirtschaftlich positiv zu platzieren. So wird aus dem Spiel ein Verkaufsshop und aus dem Verkaufsshop ein Free2Play Spiel.

Für die meisten Spieler ist Free2Play ein zweischneidiges Schwert – und beide Schneiden tun weh. Einerseits stärkt es die etablierten Marken durch den Einheitsbrei an Free2Play Produkten, andererseits sinkt die allgemeine Qualität der verfügbaren Spiele durch die zwangsweise Verknüpfung von Monetarisierung und Gameplay.

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