Twitter

Guten Abend,

Ich hatte heute ein interessantes Gespräch über das Thema Twitter mit einem Nicht-Twitterer.

Mein Kumpel meinte: Twitter ist Dinge in die Welt hinausschreien und hoffen, dass es jemand hört – und er hat in gewisser Weise sehr Recht.

Twitter ist eine Plattform, in der man Dinge schreibt und hofft, in irgendeiner Form eine Antwort zu bekommen. Für viele ist diese Antwort ein Fav/Like oder ein ReTweet. Viele betreiben das Ganze sogar als eine Art Wettkampf, wer den besten Tweet schreibt, wer die meisten Follower hat, wer die meisten RTs bekommt (siehe Favstar.fm).  Viele freuen sich, wenn sie neue Menschen mit ihren Tweets erreichen und Konversationen über alle möglichen Themen führen können. Viele benutzen Twitter als Werbeplattform für sich selbst, ihr Produkt oder ihr Unternehmen. Viele benutzen Twitter als eine der schnellsten Nachrichtenquellen unserer Zeit. Wiederrum Andere suchen vielleicht nach der großen Liebe oder schnellem Sex – ob nun virtuell in DMs oder bei privaten Treffen. Das Alles sind aber nur Beispiele – und eines schließt das andere nicht aus.

Twitter ist unglaublich vielseitig und jeder entscheidet für sich selbst, wie er Twitter nutzt, was er auf Twitter sucht und wie er seine Ziele auf Twitter erreicht. Niemand wird gezwungen irgendwem zu folgen und jeder kann sich tatsächlich seine eigene Filterbubble bauen, wie es kaum woanders möglich ist, da kein bidirektionales Folgen wie bei Facebook Freundschaften erzwungen wird. Alles kann, nix muss. Das heißt natürlich auch, dass viele Leute einfach nur Bullshit machen und diese Freiheit ausnützen – sei es um Menschen zu trollen, Fakenews und/oder Hass zu verbreiten – für Hetze oder Mobbing. Vor wenigen Tagen wurde so ein Twitterbekannter von mir sehr internetwirksam per Hashtag für tot erklärt. Er ist keine riesige Person des öffentlichen Lebens, sondern ein relativ einfacher Journalist der sich wohl mit den falschen Trollen angelegt hat. Der Hashtag zu seinem Tod war übrigens mehrere Stunden Trending Topic #1 für Twitter Deutschland.

Für mich persönlich war Twitter im Laufe der Jahre (Mitglied seit 2008 – inzw. aber beim 2. Account) tatsächlich schon fast Alles. Vom Fluchtpunkt, wenn es mir schlecht ging und ich sonst niemanden zum Reden hatte bis zum Ort, wo Ich sehr viele Menschen getroffen habe und kennenlernen durfte, die auch einen bleibenden Eindruck in meinem Leben hinterlassen haben. Ich habe meinen ersten Job nach dem Studium eigentlich nur durch Hilfe einer Followerin bekommen, ich habe meine Ex-Freundin auf und durch Twitter kennen- und lieben gelernt. Ich habe exzellente Menschen getroffen und Freunde gefunden, auf die ich mich felsenfest verlassen kann. Ich habe Witze getweeted und mich gefreut, wenn andere mit mir lachen durften – aber auch viel geraged, geranted und ich war auch leider oft in Situationen, wo meine Tweets eher melancholisch und depressiv waren. Twitter ist Teil meines Lebens – und egal, wer mir folgt und meine Tweets liest, diese Person tut dies freiwillig und weil sie irgendeinen Aspekts meines Lebens anscheinend verfolgenswert findet. Dies ist ein großes Kompliment für mich und ich freue mich tatsächlich über jeden einzelnen meiner Follower.

Ich tweete nicht für irgendwen ausser für mich. In letzter Zeit mache ich das häufiger mal auch durch den Hashtag #nofucksgiven deutlich. Und ich tweete natürlich trotzdem wegen der Antworten. Niemand schreibt einen Tweet, damit ihn keiner liest. Twitter gibt einem einen Raum um seine Gedanken in die Welt zu schreien und auf ein Echo zu hoffen. Echo gibt es auf Twitter genug, positiv wie negativ. Viele meiner Follower, die schon paar Jahre dabei sind, kennen vmtl. Teilaspekte von mir besser, als meine eigenen Eltern. Das hat den einfachen Grund, dass es für mich einfacher ist, meine Gedanken ziellos in die Welt zu brüllen als sie mir wichtigen Personen zu erzählen, die dadurch verletzt werden könnten oder wo Ich einfach kein Echo will, weil ich weiß, dass ich es nicht so einfach ertrage. Twitter ist auch ein Ventil und gleichzeitig auch die Möglichkeit quasi-therapeutisch Meinungen von Menschen zu bekommen, die eigentlich unbeteiligte Zuschauer sind. Twitter ist Emotion pur – Liebe, Hass, Zuneigung, Abneigung, Wut, Freude, Schmerz. Man teilt einen Teil seines Lebens (manche mehr, manche weniger) mit seinen Followern und bekommt dafür die Möglichkeit, auch Teil deren Lebens zu sein, wenn man den Follow Button drückt. Das Alles macht Twitter für mich zu einem Teil von mir. Natürlich schreibe ich manchmal enorm viel Müll und mache doofe Witze, schreibe sogenannte Replies-from-Hell mit Wortwitzen, Zweideutigkeiten und doofen Kommentaren – aber das Alles ist ein Teil von mir, von Ursu. 100% echt, 98% doof. Wer mir folgt bekommt das volle Programm – von selbstreflektivem Gedankenmüll über seelenauffressenden Selbsthass bis hin zu tiefdepressiven Gedanken. Aber eben auch Witze, Spaß, politische Kommentare (ich reduzier das in letzter Zeit… die Diskussionen zehren…) und Konversation.

Ich weiß auch, dass sehr viele Menschen Twitter ganz anders als ich nutzen. Auch Follower und Followings von mir. Ich folge semi-realen oder komplett fiktiven Kunstfiguren – und diese teilweise auch mir. Ich folge den knallharten, favgeilen Wannabe-Elite-Comedians, die ihren Account als ein Forum für ihre besten Witze sehen und wo Konversation nicht gern gesehen wird, oder sogar einfach direkt gelöscht wird. Ich folge Menschen wie Du und Ich, die Twitter einfach als offenes Forum für die Diskussion über Serien, Spiele, Filme oder Bücher nutzen. Und mit allen diesen Leuten kann ich mich in gewisser Weise verstehen und das Medium Twitter für meine Unterhaltung nutzen, wie immer ich will.

Denn alles kann – nichts muss.

 

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#UrsuKochtFollower

Guten Tag,

wie meine Twitter Follower vielleicht inzwischen mitbekommen haben, führe ich seit 2 Wochen nach 5 1/2 Jahren wieder ein Singledasein.

Eine der Sachen, die Ich wirklich vermisse, seitdem Helena vor knapp 2 Monaten (aus Gründen) bereits zu ihren Eltern zurück nach Bochum gezogen ist, ist für jemanden kochen zu können. Für mich allein macht es wesentlich weniger Spaß und es kommt außerdem immer weit mehr dabei raus als Ich essen mag oder sollte.

Da ich jetzt in absehbarer Zeit auch erstmal kein Interesse an etwas Neuem habe, und die Wohnung nicht WG tauglich ist, hatte ich vor paar Tagen auf Twitter eine Idee. Wieso nicht neue Leute kennen lernen und einfach mal paar meiner Follower für ein Tweetup Wochenende oder zumindest einen Abend einladen. Ich habe den Platz, damit mehrere Leute hier übernachten können. Natürlich ist das Ganze etwas schwerer, dadurch, dass ich für viele meiner Follower am Arsch der Welt wohne (südlich von München wenige Kilometer vom Starnberger See).

Organisatorisch kann ich für bis zu 5 Personen ohne große Probleme eine Schlafmöglichkeit bieten. Ich habe eine große, bequeme Schlafcouch, wo zwei Personen locker Platz haben und ein Doppel-Luftbett, wo ebenfalls zwei Personen schlafen können. Problematisch ist natürlich, dass die zwei Personen sich potentiell nicht kennen und das natürlich auch bedacht werden muss. Mit Luftmatratzen und/oder Schlafsäcken könnte ich sogar für mehr Leute Platz finden, allerdings wird wohl das Kochen etwas stressig. Auf der einen Seite habe ich sechs Plätze am Esszimmertisch und auf der anderen Seite möchte ich für meine Besucher natürlich ein guter Gastgeber sein, und entsprechende Wünsche wie vegane oder vegetarische Kost beachten bzw. Alternativen anbieten können.

Da ja so ein Tweetup nicht nur aus Essen besteht, und man sich ja auch gerne kennen lernt, habe ich zur allgemeinen Unterhaltung eine riesige Auswahl an Brettspielen und anderen Möglichkeiten, sich zu unterhalten (z.B. während Ich in der Küche stehe und das Essen zubereite). Zusätzlich habe ich für Gäste immer eine relativ gut befüllt Hausbar mit Allem möglichen von Absinth bis Whiskey und baue den Gästen auch gerne Cocktails oder Longdrinks auf Wunsch. Also ist für eine zünftige Cocktailparty nach dem Essen auch gesorgt.

Kurz zusammengefasst:

Wann? Keine Ahnung, das hängt vor Allem von den Gästen ab und wann diese Zeit haben. Ich hätte bei Erfolg auch nichts dagegen, eine Serie solcher Treffen zu hosten. Doodle Link!

Wo? 50km südlich von München. Von München aus relativ leicht mit der Bahn zu erreichen. Abholung vom Bahnhof hier würd ich dann persönlich übernehmen.

Wer? Bisher haben sich @Miyacore und @_badmaxx_ als Interessenten gemeldet.

Was? Von mir zubereitetes Essen, Spiele, Spaß, Cocktails, etc. bei einem entspannten Tweetup mit Alpenblick.

Wieso? Langeweile, Spaß am Kochen und das Interesse, neue Leute kennen zu lernen.

Bei weiteren Fragen oder wenn ihr Interesse habt, da mal teilzunehmen -> @1QUrsu bei Twitter oder eben hier in den Kommentaren!

P.S.: Der Hashtag #UrsuKochtFollower entstand aus #UrsuBekochtFollower, allerdings fand ich die Doppeldeutigkeit von #UrsuKochtFollower interessanter. Marketing und so…

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In guter Gesellschaft…?

Guten Abend,

Mein letzter Beitrag war absichtlich sehr kurz gehalten und hat wirklich übermäßig stark dargestellt, wieso erfolgreiche Frauen und Mütter eine Bereicherung für unsere Gesellschaft sind. Es gibt auch eine andere Seite und hier möchte ich über diese schreiben.

Wie in jeder Diskussion und bei jedem polarisierenden Thema, gibt es viel mehr Grautöne als klare Schwarz & Weiß Meinungen.

Ich habe absichtlich überspitzt in der Antwort an Herrn Wagner darzustellen versucht, wieso arbeitende, erfolgreiche Mütter eine Bereicherung für unsere Gesellschaft sein können. Die andere Seite der Medaille ist allerdings, dass es kaum mehr Mütter gibt, die es sich überhaupt leisten können, nur auf ihre Kinder aufzupassen und sich um diese zu kümmern. Durch die aktuelle Gehaltssituation in Deutschland und den politisch verschärften Zwang zur Arbeit ist es nahezu unmöglich geworden, den Lebensstil als Vollzeit-Mutter zu führen, auch wenn man gerne wollte.

Zur Selbstverwirklichung gehört hierbei eben auch, Müttern die Möglichkeit zu geben, sich in der Familie zu verwirklichen – dies ist wirklich nahezu unmöglich geworden. Es geht hier nicht um Betreuungsgeld oder Kindergeld, es geht schlichtweg darum, dass früher der Mann als Partner in einer Beziehung/Ehe eine durchaus realistische Chance hatte, seine Familie mit Hausfrau und 1-3 Kindern zu ernähren. Heutzutage ist dies ohne einen Job in der oberen Mittelklasse nahezu unmöglich geworden. Es ist schlicht für viele potentielle Eltern unmöglich, sich ein Leben mit Kindern vorzustellen, wenn man selbst ohne Kinder mit 2 Jobs kaum über die Runden kommt.

Das sind sicherlich viele der Gründe, wieso die Geburtenrate nach Unten geht – nicht zwingend weil die Frauen so heiß auf Karriere sind, sondern weil Kinder-kriegen in der heutigen Gesellschaft auch keine Alternative ist, die dank der finanziellen Hürden einfach nicht zu stemmen ist. Seit Jahrezehnten werden die Mütter älter, die wenigsten Frauen werden noch vor dem 20. Lebensjahr schwanger – und wenn, dann sehr häufig auf Grund von ‘Unfällen’ während der Verwirklichung der eigenen Sexualität.

Auch dies halte ich für einen weiteren Grund für eine sinkende Geburtenrate: Wer sagt heute schon, dass er mit Anfang 20 bereit ist, sich an eine Person (ob mit oder ohne Ehe) für die nächsten ~20 Jahre zu binden. Ein Kind ist immer und unwiederbringlich eine bleibende Verbindung zwischen zwei Personen.

Unsere Gesellschaft machte in den letzten 20 Jahren auch sexuell eine weitere große Revolution durch und steckt in vielen Bereichen noch immer in eben dieser. Das Ausleben der eigenen Sexualität ist heutzutage sehr sehr wichtig und häufig ist eben ein offenes, freies Ausleben der Sexualität vielen ‘Twens’ wichtiger als eine stabile Beziehung, wie sie früher einzig möglich gewesen wäre, weil andere Lebensweisen größtenteils verpönt waren.

Bisexuelle -, Offene -, Dreiecks-Beziehungen und so viele andere Kombinationen von potentiellen Partnern in der heutigen Zeit sind in großen Teilen der Gesellschaft glücklicherweise inzwischen akzeptiert, aber auch das führt zu einem Rückgang der Geburten, dadurch dass viele Menschen sich nicht so früh im Leben auf einen Partner oder eine bestimmte Lebensweise einschränken wollen. Experimentieren und Ausprobieren gewinnt gegen die Aussicht, vielleicht einen Fehler zu machen und dann schon bald darauf einen weiteren Beitrag zur Statistik für Scheidungen und/oder Alleinerziehende Eltern zu leisten.

Unsere Gesellschaft wurde also in den letzten Jahrzehnten nicht nur wesentlich offener und freier für die Wahl des Lebenswandels für junge Erwachsene – sie wurde leider auch wesentlich kinder-unfreundlicher.

Und in einem Punkt hat Herr Wagner nämlich Recht: Es wäre an der Zeit für die Politiker, Paaren mit Kinderwunsch genauso in ihrer Selbstverwirklichung zu unterstützen, wie Frauen, die eben gerne im Vorstand eines großen Konzern sitzen wollen.

Doch es ist ein Drahtseilakt, um den ich keinen unserer Politiker beneide, denn die andere Wahrheit ist auch: Wir haben bereits jetzt Probleme in der Kinderbetreuung und im Schulsystem – ein gesetzlich induzierter Baby-Boom könnte fatale Folgen für unsere Gesellschaft haben. Wie bei Allem, kommt es hier auf die richtige Dosis an.

Kinderkriegen zu fördern, nur um eine Statistik zu schönen ist genauso falsch, wie das Beweinen einer längst vergangenen Gesellschaftsstruktur, die andere Probleme zu bewältigen hatte.

Herzlichst,

Ursu

Mutter, oh Mutter… der Franz Josef Wagner ist da!

Lieber Franz Josef,

wir alle wollen mehr Babys. Vor Allem die Leute, die den Erfolg einer Gesellschaft an der Geburtenrate bemeßen, wie es vl. im Mittelalter praktiziert wurde oder wie es in der Schweinezucht der Fall ist. Für mich sind dies Ewig-Gestrige, wie sie eben auch. Dinosaurier, die den Wandel der Gesellschaft in den letzten Jahren verschlafen haben und traurig in die Vergangenheit blicken, als Frauen noch hinter dem Herd standen, die Kinder durchfütterten und dem Mann den Mund abwischen, nachdem er ‘das Geld heimgebracht’ hat. Nebenbei dienen sie dem Mann seiner persönlichen Erfüllung, in dem Sie ihm Töchter und Söhne schenken.

Wer ist schuld?

Der Zeitgeist natürlich. Es ist nicht mehr 1960. Es ist 2015 und wir haben emanzipierte Frauen, Männer und sogar Transgender-Menschen in unserer Gesellschaft. Aus einer Gesellschaft der einfachen Einteilung in gesellschaftlichen Erfolg wurde eine Gesellschaft des persönlichen Erfolgs. Die Selbstverwirklichung steht im Vordergrund, für Frauen, Männer, Trans-Menschen. Das persönliche Gefühl, etwas in seinem Leben erreicht zu haben, ist in der Priorität des Menschen wichtiger geworden. Sie würden vermutlich sagen: “Ein Haus, ein Kind, ein Baum.” Was will man mehr? Ja, was will man mehr? Glück, Selbstverwirklichung, das Gefühl etwas anders gemacht zu haben, anders als alle anderen, seinem Leben eine persönliche Note zu geben, die es zu dem eigenen Leben macht und nicht zu einem Retorten-Standard-Vorstadt-Leben. Mütter machen Karriere, Mütter haben Hosenanzüge an und Mütter geben ihre Kinder in Kitas ab. Mütter tun dies, weil sich ihr Leben nicht mehr nur um die ‘Anderen’ Mitglieder der Familie dreht, sondern viel mehr Ich-zentriert ist. Und das ist auch gut so.

Was ist aus unseren Müttern geworden?

Sie sind Business-Frauen, Power-Frauen, sie trinken Smoothies, sie laufen sich im Fitnesscenter ihr Fett ab, sie sind Chefredakteurinnen, sie sitzen im Aufsichtsrat und sind immer noch Mütter – aber (meist) später und mit einer vollkommen anderen Qualität.

Sie sind wie Mütter sein müssen!

Sie sind für ihre Kinder da, wenn Sie gebraucht werden – und wenn es die Karriere gerade nicht zulässt, haben sie einen zuverlässigen, modernen Partner, der aushilft. Aus den Müttern der Vergangenheit wurden Super-Mütter, die selbstverständlich ihren eigenen Erfolg mit ihren Kindern teilen und diesen auch in die Erziehung der nächsten Generation einfließen lassen.

Das Modell der Mutter mit 3-4 Kindern, dass ihr gesamtes Leben der Familie widmet, ist veraltet – so veraltet wie ihre Ansichten. Das Modell der heutigen Mutter ist ein Modell der Hochleistungsmutter. Unsere Gesellschaft ist im Wandel – von Quantität zu Qualität.

Es gibt nichts Schöneres als ein Baby, das schläft, zuzudecken. Es zu küssen und Gute Nacht zu sagen im Wissen, dass man ihm eine wundervolle Zukunft bieten kann!

Herzlichst,

Alexander ‘Ursu’ J.

Dieser Beitrag ist eine Antwort auf diesen Artikel in der BILD Kolumne ‘Post von Wagner’:

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Die Sache mit der Depression und dem Berufsverbot

Guten Tag, guten Abend, gute Nacht Deutschland.

Es fegt ein Shitstorm durch Twitter und soziale Medien. Depressive sollen mit Arbeitsverbot belegt werden!

SKANDAL! Nieder mit der CSU! Rücktritt! Rausschmiß!!!11ölf

Wenn wir hier Steinigungen hätten, die ersten Online-Steine sind bereits geworfen.

Nun gut, sagt man sich – viele dumme Ideen kommen ja aus Bayern und manche davon sind geschmackssache – aber so richtig positiv steht den meisten Ideen der CSU im Netz nur eine Minderheit gegenüber. Von der Maut (die ich persönlich in der Idee gut fand und deren letzliche Umsetzung indiskutabel ist… aber dazu vl. wann anders beim Bierchen) bis zu diversen Kapriolen bayrischer CSU Abgeordneter in der EU… Wo die Bayern grad weiß-blauen Traumhimmel sehen, fliegt meist schon ein brauner Sturm aus argumentativer Scheisse aus Restdeutschland gen Süden.

So, genug geschwallt. Wir wollen mal Fakten! Ich habe mal gegoogled. Macht man heute so, und ich habe mehrere Artikel zum Vorstoß von Herr Herrmann gelesen – der Mann ist übrigens Innenminister Bayerns. Um mal hier ein wenig mit Fakten um mich zu werfen: Zitate aus der Zeit. (Google Suchergebnis #1, weil ich faul bin!)

…hält Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ein Berufsverbot für Menschen mit Depressionen für denkbar. Voraussetzung sei eine “sorgfältige medizinische Begutachtung”, sagte Herrmann dem Focus laut einem vorab veröffentlichten Bericht.

Wenn diese Begutachtung zu dem Ergebnis komme, “dass etwa ein Pilot, ein Busfahrer oder ein Taxifahrer dauerhaft nicht mehr geeignet ist, Menschen oder sonstige Güter zu transportieren, ohne dass Gefahr für Leib und Leben anderer besteht, dann kann solchen Personen auch der Führerschein beziehungsweise die Lizenz entzogen werden”, sagte Herrmann.

Okay. Punkt 1: “sorgfältige medizinische Begutachtung”! Bedeutet: Keiner verliert seinen Job, nur weil er depressiv ist. Er verliert eventuell seinen Job, wenn er depressiv ist UND eine potentielle Gefahr für sich oder das Leben anderer darstellt. Ich sehe das Problem nicht. Das klingt für mich mehr als logisch. Herr Herrmann will also in Einzelfällen, potentiel Suizidgefährdete Personen aus dem ‘Verkehr’ ziehen – mehr wörtlich als bildlich. Wieso dieser Shitstorm? Er redet nicht von Depressiven im Allgemeinen sondern von Menschen, die sich selbst nicht helfen können und auf Hilfe angewiesen sind. Würden sie sich in einen Bus setzen, wo der Fahrer eventuell nicht ‘ganz sauber’ ist im Kopf und ganz eventuell mit dem Gedanken spielen könnte, sich das Leben zu nehmen? Ich zahl Ihnen das Ticket. Aber Bus-, Taxi-, Krankenwagenfahrer etc. haben mehr Verantwortung als nur für sich selbst. Doch LEIDER ist die Depression eine Krankheit, die einen sämtliche Verantwortung verlieren und vergessen lässt, wenn man nur noch sich selbst und seine (pardon my french) BESCHISSENE Lebenssituation sieht. Punkt 2: Die Aussage von Herr Herrmann ist der aus Bayern sehr gewohnte Stammtisch-Populismus, der bei aktuellen Themen IMMER zum Vorschein kommt um Wählerstimmen zu fangen. Das verdient einen Shitstorm, die Aussage an sich nicht – schon allein, weil es ein minimaler Bruchteil aller Depressiven in Deutschland ist, der davon betroffen wäre.

SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach äußerte sich ähnlich. “Bei bestimmten Formen der Depression könnte ein Berufsverbot unter bestimmten Umständen notwendig sein”, sagte Lauterbach dem Magazin. Das hänge aber sehr vom Einzelfall ab. “Wenn etwa eine gefährliche Depression klar diagnostiziert wird und sich der Patient einer Behandlung verweigert, wäre ein Berufsverbot die letzte Konsequenz.”

Oha, da bläst einer in’s gleiche Horn wie Herr Herrmann (Ich möchte ihnen hierbei nahelegen diesen Namen mal ganz bewusst DEUTSCH auszusprechen, kann man dann nur lächerlich finden!). Und der Mann ist von der SPD – und er redet von Einzelfällen unter bestimmten Umständen. Der Mann hat Recht – oder würden Sie ihr Kind gerne auf Klassenfahrt schicken, wenn der Busfahrer eine Historie von Selbstmordversuchen hinter sich hat?

Um es mal abzuschließen: Viel Lärm um Nichts! Populismus gibt es nicht erst seit Heute Morgen und unsere (mit Verlaub ‘beschissenen’) Medien spielen da mit. Wäre die Überschrift nämlich nicht “Bayerns Innenminister erwägt Berufsverbot für Depressive” gewesen, wäre der Aufschrei vmtl. kleiner ausgefallen.

Ich bin selber Depressionspatient. Ich leide an einer depressiven Angststörung und nehme Anti-Depressiva. Ich fühle mich von dem Artikel oder von der Aussage von Herr Herrmann (*kicher*) oder Herr Lauterbach in keinster Weise angesprochen. Denn ich würde NIEMALS Selbstmord begehen und schon garnicht andere Menschen dabei mit hineinziehen wollen – ebenso geht es ungefähr 99.9% der anderen Depressionspatienten in Deutschland. Der Pilot der Germanwings-Maschine war eine Ausnahme und sollte eine bleiben – dass dürfte Jedem klar sein. Leider ticken aber eben nicht alle Menschen so, und wo es jetzt einen Präzendenzfall gibt, könnte es Nachahmer geben. Der Pilot wollte wohl mit einem Knall abtreten (no pun intended) und er hat das geschafft – es ist jetzt eine Aufgabe der Gesellschaft, weitere Amokläufe ähnlicher Art zu verhindern so gut es geht.

Wieso Herr Herrmann (es wird von mal zu mal besser…) nun geshitstormed wird, ist mir nicht klar. Vermutlich ist es eine große Portion ‘Ich habe lediglich die Überschrift gelesen, weil ich sonst zu faul bin’ und auch viel Mitläufertum PLUS eine Prise ‘Bayern ist eh Ausland und CSU Scheisse – da hau’ mer gerne drauf!’.

Ich bin anderer Meinung, aber das bin nur ich – ein Depressionspatient.

Viele Grüße,

euer Ursu

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[Review] Thor: The Dark World

Hey guys,

last night I watched Marvels new THOR movie. It’s definitely a good movie as a sequel to the first movie and placed after the events of the Avengers movie. While I try to keep spoilers to a low, there are some fun little things I have to say about the movie.

Let’s take a look at the Trailer!🙂

First of all, as we’re already used to from Marvel Trailers, the Trailer basically shows parts of every single fight/battle in the movie. So beside what you see in the Trailer, don’t expect a lot more epic Fights, they’re just a tad bit longer in the movie itself. I watched it in 3D and I think the movie would’ve worked just as good in 2D – but I’m not a huge fan of 3D movies in any way regardless. Story wise the movie does not surprise a lot if you watched the trailer.

Possible minor SPOILERS ahead!

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Der innerdeutsche Hass auf Bayern!

Ich hatte schon seit ein paar Monaten die Idee gehabt, mal dazu einen Blogeintrag zu schreiben.

Ausschlaggebend war dann aber letzendlich dieser Tweet bzw. die Tatsache, dass er über 1400 RT’s bekommen hat.

Ich habe eigentlich kein zu großes Problem mit dem Verfasser dieses Tweets. Ich habe auch keine Probleme mit den anderen Usern, die dies retweeten. Das Problem ist die Symbolik dahinter. Bayern sind in Deutschland eine Minderheit – seitdem Ich aus Bayern weggezogen bin, bekomme ich am eigenen Leib zu spüren, welchen schlechten Ruf die Bayern teils haben. Das geht von dummen Sprüchen (wie dem Tweet oben) über Beleidigungen und schlichtweg falsche Vorurteile.

Viele von euch werden jetzt sagen: “Och, is doch nicht so wild – was macht der denn da jetzt für ‘nen Wind drum?”

Ersetzt doch das ‘Bayern’ im obigen Tweet durch Israel, Nordkorea, USA oder Türkei. Wie sieht es dann aus? Ist das dann noch immer toll? Im ersten Fall ist man dann Neonazi, Antisemit und wird vermutlich massenhaft geblockt und bekommt einen wunderschönen Shitstorm präsentiert. Wie es bei den anderen Fällen aussieht kann man sich denken! Aber es ist ja witzig, wenn man das mit Bayern macht – oder mit Sachsen, dem Ruhrpott oder vl. mit Berlin?

Wieso ist es bei uns so üblich sich gegenseitig auf Grund seiner Herkunft zu hassen? – Klar, jetzt kommt wieder: “Is doch nur Spaß, wir hassen die doch nicht!” – Nein, ihr hasst nicht – ihr verbreitet Vorurteile und säht damit Hass. Jeder Bayer kann nicht richtig Hochdeutsch, jeder Sachse ist eh ein latent rechtsradikaler Ex-Ossi, der bei der Stasi war – jeder Ruhrpottler kann ebenfalls nicht richtig Deutsch, liebt Fußball über Alles und ist insgesamt eher dümmlich. Dafür gibt es tausend Beispiele für so ziemlich jede Region in Deutschland – manche werden netter behandelt, andere wiederrum bekommen latent und andauernd die massive Hass-Keule ab – wie z.B. Bayern. Muss das sein? Ich denke nicht. So wie es nicht okay ist, wenn man durch Vorurteile ‘Ausländer’ bewerten sollte, ohne dass man sie kennt, so sollte man nicht über Leute urteilen, nur weil sie aus einer bestimmten Region oder einem bestimmten Bundesland kommen. Lernt endlich, tolerant gegenüber euren Mitmenschen zu sein – egal, woher diese Person kommt, wie sie aussieht, wie sie spricht oder ob sie grün ist – es sollte einfach nur verdammt egal sein! Don’t judge a book by its cover, a game by its publisher or a person by anything but itself.

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Hallo Filmindustrie, geh sterben!

Hallo Filmindustrie. Ich habe mir Staffel 1-8 von Dr. House auf 46 DVDs gekauft. Nach 2 Folgen, teile ich euch nun mit: Fahrt zur Hölle!

Ich dachte mir: ‘Hey, Ich bin jung, Ich habe das Geld und die Serie ist es wert – auch wenn ich sie sehr viel günstiger im Netz direkt runterladen oder streamen könnte.’

Es war ein Fehler! Ein großer Fehler! Euer Fehler!

Das war das letzte Mal, dass ich mir eine DVD oder Bluray kaufen werde. Es war das letzte Mal, dass ihr von mir für eure Filme, Serien oder sonstige Produkte Geld sehen werdet. Und der Grund dafür ist ganz einfach:

Ihr denkt es sei nötig einem bereits ZAHLENDEN Kunden VOR und NACH jeder Folge Werbung gegen Piraterie zu zeigen? Ihr denkt es bringt mich dazu, noch mehr eurer Produkte zu kaufen, die meine Zeit verschwenden?

Schiebt euch eure Produkte sonstwohin – von mir bekommt ihr dafür kein Geld mehr. Wer so seine Kunden behandelt, verdient diese nicht.

Grüße in die Hölle,

Ursu

 

P.S.: Wenn ihr unfähig seid, bei füng von acht Staffeln Untertitel mitzuliefern – dann lasst es doch gleich bleiben. Sowas wie ihr gehört verboten!

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Sex – wie wir zocken, so ficken wir auch?

Ohai, gleich mal eine Überschrift mit BILD Niveau. Warum auch nicht, das Thema ist zumindest gleich ma treffend auf den Punkt gebracht.

Ich will euch nämlich eine Ansicht zu Parallelen im Sexualverhalten von Zockern geben – oder eben zum Zockverhalten von Fickern. Wie immer ihr es auch wollt.

 

Der Single – Singles sind ungebunden und haben vl. des öfteren OneNightStands oder auch mal ne kurze Beziehung, aber allgemein haben sie eher selten Sex. Meist beschäftigen sie sich also mit sich selbst.

Zocker dieser Sparte haben viel zu viel RealLife um als wirkliche CoreGamer durchzugehen – Sie kennen sich meist mit Games nur wenig aus, und dann nur mit vereinzelten Genres.

 

Der Playboy – Der Playboy ist immer wieder auf der Suche nach dem nächsten Fick. Er liebt es sich in Szene zu setzen und immer die heissesten Frauen abzuschleppen, scheut aber den Aufwand, wenn eine Frau nicht direkt anbeisst.

Zocker dieser Sparte springen von Spiel zu Spiel – immer gerade dem heissesten Trend folgend. Sie legen sich nicht auf ein bestimmtes Genre fest und bleiben häufig nur wenige Stunden beim selben Spiel. Bevorzugt Free2Play Spiele und flache Spiele ohne großen Tiefgang.

 

Der Casanova – Der Casanova ist dem Playboy sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass er sich wesentlich mehr um seine Beute bemüht. Er ist zwar wählerischer, aber wenn er ein Zielobjekt ausgemacht hat, auch durchaus bereit viel Zeit zu investieren – bis eine interessantere Alternative auf der Bildfläche erscheint.

Zocker dieses Typs spielen meist nur Vollpreistitel und verschmähen Free2Play Spiele. Wenn Ihnen ein Spiel oder Genre sehr zusagt, vertiefen sie sich schonmal darin.

 

Der Beziehungstyp – Dieser Typ ist sehr treu. Er hat keine OneNightStands sondern muss sich auf eine Person richtig einlassen, um sich wirklich wohl zu fühlen.

Zocker dieser Sparte vertiefen sich in ihre Lieblingsspiele, reizen diese vollkommen aus und sind auch bereit in der Community des Spieles ihren Beitrag zu leisten.

 

Offene Beziehung – Menschen in einer offenen Beziehung genießen die Vorteile&Nachteile, die eine feste Bindung mit sich bringt, sich aber nicht festketten wollen und trotzdem noch Abenteuer mit anderen Liebschaften haben dürfen.

Zocker dieser Sparte findet man besonders häufig bei Free2Play Titeln, wo sie froh sind, keine festen Kosten zu haben, aber sie sind durchaus eher mal bereit auch Geld für Gimmicks im Ingame Shop zu lassen.

 

Der Ehepartner – Eheleute sind zumeist sogar noch treuer als reine Beziehungstypen – Sie sind meist absolut glücklich mit einem einzigen Partner und widmen diesem einen großen Teil ihrer Zeit.

Zocker dieser Sparte findet man sehr häufig in MMORPGS – aber auch bei Shootern. Ihnen ist nicht nur das Spiel wichtig, sondern meist auch die Community dahinter und sie beteiligen sich nicht nur finanziell an dieser, sondern investieren meist einen enormen Teil ihrer Freizeit für dieses EINE heiss geliebte Spiel.

 

Der untreue Ehepartner – Der untreue Partner ist nie zufrieden. Er ist zwar ‘eigentlich’ glücklich in seiner Ehe, sucht aber trotzdem immer herauszufinden, ob das Gras woanders nicht vielleicht grüner ist. Trotzdem kehrt er immer wieder zurück zu seinem Ehepartner.

Zocker dieses Genres haben ein großes Spiel, bei dem Sie über Jahre bleiben und sich die Konkurrenz aber trotzdem sehr häufig und sehr gerne anschauen. Aus irgendeinem Grund kehren sie doch immer wieder zu ihrer alten Liebe zurück.

 

Der Witwer – Kein Partner kann es dem Witwer recht machen, der seine große Liebe verloren hat. Er versucht es vielleicht, aber eigentlich will er nur Sie zurück.

Dieser Zocker lebt in der Vergangenheit. Sein absolutes Lieblingsspiel ist lang vergangene Geschichte und bei der jüngsten Generation an Zockern meist nichtmal bekannt – trotzdem oder gerade deswegen ist er in nostalgischer Stimmung in tiefer Trauer bezüglich jedes neuen Spiels und vergleicht jedes kleine Feature und natürlich kann es ihm keines wirklich Recht machen.

 

 

Mehr fällt mir grade nicht ein, aber ich glaube jeder erkennt da ein paar kleine Parallelen. Nehmt das ganze bitte nicht zu ernst.😉 Ausserdem würde ich mich freuen, wenn ihr mir, falls ihr euch in einer Kategorie wiederentdeckt, einen Kommentar hinterlasst.

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So true. Must read.